Rechte & Pflichten

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Für manche junge Menschen ist es im Alter zwischen 6 und 18 Jahren regelrecht ein Hobby: das Schulschwänzen. Setzt sich diese „Tradition“ allerdings in der Berufsschule fort, dann sollten Sie als Ausbilder hellhörig werden. In der Ausbildung herrschen nämlich andere Gesetze.

Wenn Sie Auszubildende unter 18 Jahren beschäftigen, dann sollten Sie das Jugendarbeitsschutzgesetz stets griffbereit haben. Das gilt nicht nur hinsichtlich der Art der Aufgaben, die Sie einem minderjährigen Azubi zuweisen. Das gilt auch für die täglichen Arbeitszeiten und Pausenregelungen.

Ein jeder, der schon einmal einen Vertrag unterzeichnet hat, wird schon einmal über den Begriff der sogenannten „Salvatorischen Klausel“ – auch „Erhaltungsklausel“ genannt- gestolpert sein. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dieser Bezeichnung?

Die Berufsausbildung ist durch etliche Gesetze geregelt. Das Berufsbildungsgesetz ist für Sie wohl nichts Neues. Aber auch Jugendschutzgesetze, Mutterschutzgesetze, Bundesurlaubsgesetze, Antidiskriminierungsgesetze, Schulrecht und viele Andere finden bei einer Berufsausbildung Anwendung. Achten Sie bereits bei der Bewerberauswahl darauf, dass mitspracheberechtigte Gremien gehört werden.

Der Wechsel des Ausbildungsbetriebes kann viele Gründe haben. Ebenso vielfältig sind die Möglichkeiten, die zur Aufnahme einer neuen Ausbildung führen. Auszubildende sind Vertragspartner mit Rechten und Pflichten. Sie haben unter anderem das Recht, den Ausbildungsvertrag vorzeitig zu beenden.

Lehrjahre, Herrenjahre, Knechten, billige Arbeitskraft und andere Assoziationen kommen bei dem Begriff Ausbildung in den Sinn. Dabei handelt es sich bei einem Ausbildungsvertrag um ein Rechtsgeschäft, mit dem Recht und Pflichten aller an der Ausbildung beteiligten Gruppen definiert sind.

Es ist eine der meistgestellten Fragen von Auszubildenden, die ich in meinem E-Mail-Account aufschlage: Ist eine Kündigung des Ausbildungsvertrags wegen Krankheit möglich? Da meldet sich beispielsweise ein besorgter Azubi bei mir, der eine Woche krankgeschrieben war und dem anschließend unverhohlen bei Wiederholung mit einer Kündigung gedroht wurde. Das geht gar nicht!

Gibt es in Ihrem Unternehmen eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV), dann ist diese für Sie als Azubi ein wichtiger Ansprechpartner. Gibt es Probleme in irgendeiner Form – sei es mit dem Ausbilder, mit Ihren Rechten und Pflichten oder mit dem einen oder anderen Kollegen – dann sprechen Sie die JAV ein.

Ein Berufsausbildungsverhältnis ist auf die Dauer der Ausbildung angelegt. Dennoch kann es Gründe für den Ausbilder oder den Auszubildenden geben, die Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden. Eine Beendigung eines Ausbildungsverhältnisses unterliegt jedoch besonderen Bedingungen.

Wenn Sie momentan als Auszubildender arbeiten, haben Ihre Eltern in aller Regel Anspruch auf Kindergeld. Das war früher nicht selbstverständlich, denn bis Ende des Jahres 2011 gab es eine Jahresverdienstgrenze, die mittlerweile aber entfallen ist.