Betriebskostenabrechnung: Was ist das Abflussprinzip?

Habe ich zu viel gezahlt oder muss ich nachzahlen? Das erfahren Mieter durch die Betriebs-kostenabrechnung, die sie einmal jährlich von ihrem Vermieter erhalten. Je höher die mo-natliche Vorauszahlung für die Nebenkosten angesetzt wurde, desto unwahrscheinlicher sind Forderungen nach einer Nachzahlung. Ob nun nachgezahlt werden muss oder nicht: Aus der Nebenkostenabrechnung muss klar hervorgehen, welche Kostenpunkte insgesamt angefallen sind und wie viel davon der Mieter mit den monatlich bezahlten Beträgen be-reits beglichen hat. Doch Vorsicht: Abrechnungsfähig sind die meisten Nebenkosten nach Leistungs- oder Abflussprinzip. Was bedeuten die beiden Prinzipien für Mieter und wann dürfen Vermieter welches davon anwenden?

3 Tipps, um die WG-Kosten möglichst fair aufzuteilen

Eine WG ist eine tolle Möglichkeit, um hohe Kosten in teuren Wohngegenden zu vermeiden und dennoch in einem schönen Haus zu leben. Allerdings ist es gerade bei frischen Wohngemeinschaften nicht unbedingt einfach, die Lebenshaltungskosten und weitere Posten sinnvoll aufzuteilen. Wir haben Ihnen einige Tipps bereitgestellt, die Ihnen beim Thema „WG-Kosten fair aufteilen“ helfen sollen.

Teppichboden: So meistern Sie 3 typischen Situationen in der Praxis

Zwischen Mieter und Vermieter kommt es immer wieder zu Streitigkeiten um den Teppichboden. Sei es, dass der Mieter im Laufe des Mietverhältnisses einen neuen Teppichboden verlangt oder der Vermieter am Ende des Mietverhältnisses dessen Reinigung oder Austausch haben möchte. Wer hier was leisten muss, hängt davon ab, wer den Teppich eingebracht und ob der Mieter diesen vertragsgemäß genutzt hat.

Immobilienmarkt in Berlin – Aktuelle Zahlen, Daten und Informationen

Immobilienmarkt in Berlin - Aktuelle Zahlen, Daten und Informationen

Aktuelle Diskussionen und Problematiken rund um Immobilien dominieren derzeit deutlich die Presse. Von einem deutlichen Wohnungsmangel ist hier die Rede, gleichzeitig steigen zumindest in der öffentlichen Meinung die Kosten für Wohnen und Mieten immer weiter an. Im Zentrum der Diskussionen stehen vornehmlich die Großstädte Deutschlands. Wie sieht die aktuelle Lage des Immobilienmarktes in Berlin aus? Im Folgenden finden Sie wichtige Zahlen, Daten und Fakten rund um den Berliner Immobilienmarkt.

Mehrheit reicht nicht: Treppenhaus-Verschönerung erfordert Einstimmigkeit

Mehrheit reicht nicht: Treppenhaus-Verschönerung erfordert Einstimmigkeit

Ein hässlich gestrichener Handlauf, eine Türfarbe, die nicht mehr gefällt – möchte eine Eigentümergemeinschaft das Aussehen des Treppenhauses optisch verändern, dann genügt ein Mehrheitsbeschluss nicht. Vielmehr müssen alle WEG-Mitglieder mit den Maßnahmen einverstanden sein, stellte das Amtsgericht Berlin-Schöneberg klar (Urteil v. 12.04.2018, Az. 771 C 91/17).

Fallende Kastanien: WEG-Eigentümer können keinen Carport fordern

Fallende Kastanien: WEG-Eigentümer können keinen Carport fordern

Der Herbst ist vielerorts bislang wunderschön gewesen, allerdings fallen in dieser Jahreszeit auch die Kastanien von den Bäumen – und das nicht zur Freude aller. Fällt nämlich eine Kastanie auf Ihr Auto, kann das hässliche Dellen hervorrufen. Wenn Sie aber jetzt meinen, Sie könnten Ihr Fahrzeug vor einem solchen Kastanien-Fall bewahren, indem Sie auf Ihrem Stellplatz einen Carport errichten, liegen Sie leider falsch.

Jahresabrechnung angefochten – solange hat der Verwalter mit der Korrektur Zeit

Jahresabrechnung angefochten – solange hat der Verwalter mit der Korrektur Zeit

In Ihrer Eigentümergemeinschaft hat mit Sicherheit auch schon ein Eigentümer hat die Jahresabrechnung angefochten. Ist eine solche Klage erfolgreich, muss Ihr Verwalter die monierten Fehler korrigieren, gegebenenfalls muss er die gesamte Abrechnung ändern. Das Landgericht Dortmund hatte in einem aktuellen Fall drüber entschieden, wie langen sich ein Verwalter damit Zeit lassen kann (Urteil v. 06.07.18, Az. 1 T 51/18).

Wann Vermieter im 2-Familienhaus dem Mieter erleichtert kündigen dürfen

Wann Vermieter im 2-Familienhaus dem Mieter erleichtert kündigen dürfen

Bewohnen Sie als Vermieter ein Haus mit nicht mehr als 2 Wohnungen, dürfen Sie dem Mieter der 2. Wohnung „erleichtert“ kündigen. Ein besonderes Kündigungsinteresse brauchen Sie nicht darzulegen (§ 573a Abs. 1 BGB). Jeder denkt hier sofort an das Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung. Doch auch bei größeren Gebäuden können Sie diese Regelung zu Ihren Gunsten nutzen.

Ökologisches Bauen: Immobilien im natürlichen Kreislauf mit natürlichen Stoffen

Ökologisches Bauen: Immobilien im natürlichen Kreislauf mit natürlichen Stoffen

In diesem Beitrag über ökologisches Bauen geht es um Erhaltung von Altbausubstanz unter ökologischen Gesichtspunkten. Natürlich können auch Neubauten- insbesondere im Wohnungsbau – von vornherein unter ökologischen Gesichtspunkten entstehen. Solche Immobilien richten alles danach aus, ob sie den gegenwärtigen Bedürfnissen der Nutzer optimal entsprechen, ohne künftigen Generationen eine Nachnutzung aufzuzwingen oder Entsorgungsprobleme zu hinterlassen.

Bedarf die Montage von Außenjalousien in der WEG eines Beschlusses?

Bedarf die Montage von Außenjalousien in der WEG eines Beschlusses?

Denken Sie auch nach diesem extrem heißen Sommer darüber nach, wie Sie Ihre Wohnung künftig gegen Hitze schützen können? Wenn Ihre Wohnung noch nicht über Rollläden oder Außenjalousien verfügt, ist das sicher eine gute Maßnahme. In einem aktuellen Urteil hat der BGH nun klargestellt, welche Mehrheit Sie für eine Beschlussfassung über die Anbringung von Außenjalousien benötigen (Urteil v. 20.07.18, Az. V ZR 56/17).

Sanierungsbeschluss in der WEG muss geplante Maßnahmen konkret erkennen lassen!

Sanierungsbeschluss in der WEG muss geplante Maßnahmen konkret erkennen lassen!

Ist Ihnen das auch schon passiert? Sie haben die Beschluss-Sammlung eingesehen oder sich das Protokoll der Eigentümerversammlung eingesehen, finden dort einen Beschluss über Sanierungsarbeiten, können aber beim besten Willen nicht nachvollziehen, was genau beschlossen wurde. Das kommt zwar in der Praxis häufig vor, ist aber, wie das Landgericht Frankfurt/Main jüngst entschieden hat, unzulässig (Urteil v. 07.06.18, Az. 2-13 S 88/17).

Wann Vermieter wegen „wirtschaftlicher Nachteile“ kündigen dürfen

Wann Vermieter wegen "wirtschaftlicher Nachteile" kündigen dürfen

Vermieter dürfen nicht nur wegen Eigenbedarf ordentlich kündigen. Diese Kündigung ist zwar die häufigste und von Mieter am meisten gefürchtete ordentliche Kündigung. Doch daneben darf ein Vermieter einen Wohnungsmietvertrag auch kündigen, wenn er durch diesen Vertrag an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung seines Grundstücks gehindert ist und dadurch erhebliche Nachteile erleidet (§ 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB).

Schadensersatz: Vermieter müssen keine Frist mehr zur Beseitigung der Schäden setzen!

Schadensersatz: Vermieter müssen keine Frist mehr zur Beseitigung der Schäden setzen!

Wenn Ihr Mieter Schäden in Ihren Mieträumen verursacht hat, brauchen Sie ihm für die Beseitigung keine Frist mehr setzen. Auch wenn das Mietverhältnis beendet ist, können Sie sofort Ihre Schadensersatzansprüche geltend machen. Diese Rechtsprechung für Mietverhältnisse über Wohnräume bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH) nun auch für Mietverhältnisse über Gewerberäume.

Untervermietung: Belege für Notwendigkeit dürfen Vermieter nicht verlangen

Untervermietung: Belege für Notwendigkeit dürfen Vermieter nicht verlangen

Hat der Mieter ein berechtigtes Interesse an einer Untervermietung, darf der Vermieter ihm die Zustimmung hierfür nicht verweigern. Die Frage ist nur: Muss der Mieter dieses „berechtigte Interesse“ auch beweisen? Das Landgericht Berlin sagt dazu klipp und klar: Nein, einen Beweis darf der Vermieter vom Mieter nicht verlangen, sonst macht er sich schadenersatzpflichtig (Urteil v. 11.04.2018, Az. 66 S 275/17).

Keine 3 Angebote eingeholt: WEG-Verwalter trägt die Prozesskosten!

Keine 3 Angebote eingeholt: WEG-Verwalter trägt die Prozesskosten!

Ist ein Beschluss Ihrer Eigentümergemeinschaft fehlerhaft, können Sie mit der Anfechtungsklage gegen ihn vorgehen. Gewinnen Sie den Prozess, trägt die Gemeinschaft als Verliererin die Kosten des Rechtstreits. Hat Ihr Verwalter die Anfechtbarkeit eines Beschlusses schuldhaft verursacht, muss er der Gemeinschaft die Prozesskosten erstatten. Das hat das Landgericht Berlin in einem Fall entschieden, in dem ein Verwalter bei der Vorbereitung einer Entscheidung über Sanierungsarbeiten nur ein einziges Angebot eingeholt hatte (Urteil v. 02.02.18, Az. 85 S 98/16 WEG).

Ihr gutes Recht als Wohnungseigentümer: Wiederholte Einsicht in die Verwaltungsunterlagen

Ihr gutes Recht als Wohnungseigentümer: Wiederholte Einsicht in die Verwaltungsunterlagen

Kennen Sie das auch? Ihr Verwalter war schon nicht besonders freundlich, als Sie ihn zum ersten Mal um Einsicht in die Unterlagen Ihrer Jahresabrechnung gebeten haben. Als Sie ihn ein weiteres Mal darum gebeten haben, wurde er regelrecht ungehalten. Und vielleicht hat er Ihnen die Einsichtnahme auch mit dem Argument, Sie hätten die Unterlagen bereits eingesehen, verweigert.

Doch das ist nicht rechtens. WEG-Verwalter sind verpflichtet, Wohnungseigentümer ihr Verlangen hin – durchaus auch mehrfach – Einsicht in die Verwaltungsunterlagen zu erteilen. Kommt der Verwalter dieser Pflicht nicht nach, macht das einen später auf Ihrer Eigentümerversammlung gefassten Beschluss anfechtbar (LG Frankfurt/Main, Urteil v. 12.01.17, Az. 2-13 S 48/16).

Mieten oder kaufen: So wohnen Sie am besten

Mieten oder kaufen: So wohnen Sie am besten

Zur Miete wohnen oder eine Immobilie kaufen? Die Frage war noch nie für so viele aktuell: Die Zinsen sind niedrig, die Geldanlagen bringen vermeintlich kein Geld – und Sorge um die Zukunft sowie Inflation macht sich breit. Eine häufige Überlegung ist dabei der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses, um so Werte zu schaffen und dem Vermieter zu entkommen. Für wen lohnt sich das, für wen nicht?

Eigentümerversammlung: Beschränkung des Rederechts muss so schonend sein!

Eigentümerversammlung: Beschränkung des Rederechts muss so schonend sein!

Haben Sie das schon mal auf Ihrer Eigentümerversammlung erlebt: Ein Eigentümer möchte noch einen Redebeitrag leisten, oder eine Frage stellen, erhält aber nicht die Gelegenheit dazu. Das kann problematisch sein, denn eine Beschränkung des Rederechts der Wohnungseigentümer auf der Eigentümerversammlung ist zwar grundsätzlich zulässig, muss aber unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsprinzips so schonend wie möglich erfolgen. (LG Frankfurt/Main, Urteil v. 07.06.18, Az. 2-13 S 88/17)