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Diätmythen: Light-Produkte, Zuckerverzicht & Co

Lesezeit: 2 Minuten Devise abnehmen: Mit ein paar einfachen Tricks sollen Kilos nur so purzeln. Zum Beispiel vor dem Essen kaltes Wasser trinken, Zucker weglassen, sich nach dem Glyx-Index ernähren oder Enzyme essen. Das Gute daran: die Geheimtipps stellen sich meist schnell als Schwindel oder Diätmythen heraus.

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Diätmythen: Light-Produkte, Zuckerverzicht & Co

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Mythos 1: Light-Produkte sparen Kalorien
Fettarm, light: Das Angebot an Lebensmitteln zum Abnehmen, die weniger Fett oder weniger Zucker enthalten, ist riesig. Von der Limonade über Margarine, Butter, Wurst, Milchprodukte, süße und salzige Snacks ist alles im Einkaufsregal vertreten. Entsprechende Bezeichnungen suggerieren, wenn Sie abnehmen möchten, mit diesen Produkten können Sie Ihre überflüssigen Kilos abbauen, ohne zu hungern. Stimmt aber so nicht. Diese Produkte haben zwar weniger Kalorien, aber sie sättigen dafür schlechter und Sie müssen mehr davon essen müssen, um satt zu werden.

Hinzu kommt, dass fettarme Produkte zwar weniger Fett liefern, aber damit sie   schmecken, geben die Hersteller mehr Zucker dazu. Die Kalorienmenge bleibt gleich. Zum Abnehmen nicht gerade förderlich.

Deshalb sollten Sie sorgfältig lesen, was auf der Liste der Inhaltsstoffe steht und welche Kalorienmenge angegeben ist. Dabei zeigt sich oft, dass ein vermeintliches Light-Produkt ziemlich viel Energie liefert. Eine Light-Version von Chips hat immerhin noch knapp 500 Kilokalorien pro 100 Gramm Ware. Auch nicht ideal zum Abnehmen.

Mythos 2: Durch Zuckerverzicht abnehmen
Den Zuckerstreuer nicht beachten, auf Süßigkeiten verzichten und nur noch zuckerfreie Getränke konsumieren, so oder so ähnlich sind viele davon überzeugt, mit zuckerfreier Diät spielend abzunehmen. Der Haken dabei: niemand kann sich zuckerfrei ernähren. Stärke, die der Körper in Zucker umwandelt, ist in vielen Lebensmitteln enthalten (z. B. in Kartoffeln, Getreide, Brot). Außerdem ist Zucker der einzige Energielieferant für das Gehirn.

Auch für alle, die Sport treiben oder eine körperlich anstrengende Arbeit verrichten, ist Zucker wichtig. Denn Zucker (Glukose) liefert den Treibstoff für Ihren Körper. Der hat deshalb in Leber und Muskeln immer etwas Glukose gespeichert, damit der Energielieferant für plötzliche Anstrengungen sofort zur Verfügung steht.

Der negative Aspekt von stark zuckerhaltigen Speisen ist, dass sie zu allem Überfluss auch noch viel Fett enthalten, und dadurch tatsächlich dick machen. Ein gutes Beispiel dafür ist Schokolade.

Eine Studie mit Laborratten hat gezeigt, dass Übergewichtige schwächer auf süßen Geschmack reagieren als Normalgewichtige. Deshalb nehmen sie mehr davon zu sich. Denn der Genuss von Süßem stimuliert im Gehirn und somit Ihr Belohnungszentrum. Für Menschen trifft diese Beobachtung sicherlich ebenfalls zu.

Mythos 3: Low-Carb-Ernährung macht schlank
Low-Carb-Diäten wie die von Atkins oder die South-Beach-Diät, die auf kohlenhydratarme, dafür aber auf fettreiche Ernährung setzen, sollen Ihr Übergewicht abbauen und garantieren, dass neue Fettpölsterchen keine Chance haben.

Diese Diäten funktionieren zwar anfänglich, aber Sie werden dieser einseitigen Ernährung sehr schnell überdrüssig und es ist bisher zu wenig über mögliche schädliche Auswirkungen bei längerer Anwendung bekannt. Bei dieser Diätform riskieren Sie, dass durch die Fettmengen, die sie im Rahmen Ihrer Diät zu sich nehmen, das Säuregleichgewicht Ihres Körpers durcheinander gerät.

Mythos 4: Viele kleine Mahlzeiten sind besser
Dieser Mythos konnte bisher durch keine Studien belegt werden. Welcher Mahlzeitenrhythmus am besten ist, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Für Ihr geplantes Abnehmen spielt es aber keine Rolle, wie selten oder wie oft Sie essen. Ausschlaggebend ist alleine, wie viel Sie dabei konsumieren. Die Gesamtanzahl der aufgenommenen Kalorien ist wichtig. Ob Sie nun in drei oder fünf Mahlzeiten erfolgt, ist völlig egal.

Diese Gesamtkalorienmenge, welche Sie zu sich nehmen, muss also geringer sein als die Energiemenge, die der Körper verbrennt. Nur durch diese negative Energiebilanz ist Ihr Körper gezwungen, auf Fettreserven zurückzugreifen und abnehmen ist schnell möglich.

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