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Was bringt Musik beim Laufen?

Lesezeit: 2 Minuten Für viele Läufer gehört Musik mittlerweile einfach dazu. Eine britische Studie hat nun herausgefunden, welch großen Einfluss die richtige Zusammenstellung der Musik auf die Leistungsfähigkeit beim Laufen hat.

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Was bringt Musik beim Laufen?

Was bringt Musik beim Laufen?

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Eine Untersuchung der Brunel University (Großbritannien) hat ergeben, dass Musik die Leistung beim Sport verbessern bzw. steuern kann. Voraussetzung ist jedoch, dass die Musik in uns positive Emotionen hervorruft.

Studie belegt: Musik kann Leistung beim Laufen verbessern

Die britischen Forscher hatten einen erfahrenen Hobby-Marathonläufer mit einer persönlichen Bestzeit im Bereich von drei Stunden unter ihre Fittiche genommen. Dem Mann, der bei Wettkämpfen stets mit Musik unterwegs war, war es bei mehreren Anläufen nicht gelungen, seine Zielzeit von 2:45 Stunden zu erreichen.

Eine Analyse seiner letzten Wettkämpfe hatte ergeben, dass er aufgrund von Nervosität die ersten zehn Kilometer stets sehr schnell angegangen war und ihm am Ende die Kraft gefehlt hatte.

Anschließend analysierten die Wissenschaftler die Playlist des Probanden. Es stellte sich heraus, dass der Mann zwar Musik hörte, die er mochte; allerdings war die Reihenfolge beliebig gewählt. Und hier war der Ansatzpunkt der Studienleiter: Sie „verordneten“ ihm für den nächsten Lauf einen gezielt zusammengestellten Mix aus entspannenden und antreibenden Liedern.

Musik beim Laufen: Die richtige Mischung entscheidet

Das Resultat: Der Proband absolvierte seinen nächsten Marathon in der von ihm angestrebten Zielzeit von unter 2:45 Stunden, weil er auf den ersten Kilometern entspannende, beruhigende Musik gehört hatte. Dieser Einfluss ließ ihn zunächst langsamer laufen und sorgte so dafür, dass er sich seine Kräfte besser einteilen konnte.

Insbesondere im Bereich von Kilometer 30 und darüber hinaus wurde die Musik dann anregender, sodass der Läufer noch einmal die letzen Kräfte mobilisieren konnte.

Kleiner Haken: Dieses Modell lässt sich aufgrund individueller Faktoren nicht 1:1 auf jeden Läufer übertragen. Beispielsweise weisen die Forscher darauf hin, dass jemand, der auch im Lauftraining stets mit (lauter) Musik unterwegs ist, im Wettkampf durch eine solche Maßnahme keinen besonderen Reiz mehr verspürt.

Die Quintessenz ist also: Durch Musik kann man seine Laufleistung steuern, sofern sie positive Emotionen hervorruft, die Balance aus beruhigender und anstachelnder Musik stimmt und die Musik im richtigen Maße eingesetzt wird. Vielhörer sollten jedoch darüber nachdenken, im Training häufiger auf die Musik zu verzichten, um im Wettkampf von ihr profitieren zu können.

Bildnachweis: djile / stock.adobe.com

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