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Nörgeln als Ausstrahlungskiller

Lesezeit: 2 Minuten Nörgeln als deutsche Modeerscheinung. Ein harmloses Phänomen mit dem sich frustrierte Menschen abreagieren? Vielleicht auch. Aber das Nörgeln hat noch eine andere Seite, die dem Nörgler selber schaden kann.

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Nörgeln als Ausstrahlungskiller

Nörgeln als Ausstrahlungskiller

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Heute schon gelästert? Oder etwas genörgelt? Sich beschwert oder wenigsten ein langes Gesicht gezogen? Sauer gewesen oder wütend? Nicht? Hatten Sie noch keine Gelegenheit zum Nörgeln? Oder woran lag es? Es ist doch in Deutschland eher inakzeptabel, sich alles gefallen zu lassen. Nörgeln gehört zum guten Ton, zeigt, dass man von den Dingen etwas versteht, dass man wählerisch ist, Geschmack hat. Wer nörgeln kann, kann beurteilen, ob die Dinge anständig laufen.

Das Nörgeln der Modenörgler

Nörgeln ist ja seit vielen Jahren in Mode. Warum eigentlich? Sind Menschen die nörgeln besonders sympathisch? Eigentlich eher das Gegenteil. Nun nörgeln wir alle hin und wieder, aber es gibt auch die unter uns, die notorisch nörgeln. Die beim besten Essen immer jede Menge Sonderbestellungen aufgeben, dann hinterher die Hälfte stehen lassen, nicht ohne noch ein wenig zu nörgeln, dass das doch alles nicht hundertprozentig war. Die notorisch an ihrer Arbeit nörgeln, an ihren Vorgesetzten – am Leben an und für sich.

Das Nörgeln der Besseren

Wenn aber das Nörgeln so in Mode ist, warum sind wir alle dann nicht am liebsten mit nörgelnden Menschen zusammen? Es müsste uns doch ein gutes Gefühl verschaffen, von Unseresgleichen umgeben die Situationen des Lebens im Nörgeln abzuschätzen, den Alltag wegzunörgeln, als Obernörgler sich einen Namen zu machen in der Welt der Modenörgler, die im Nörgeln ihre Erfüllung als Wissende finden. Die im Nörgeln kundtun, dass die Welt sich nach ihnen zu richten habe, die folglich etwas Besseres zu sein scheinen, als all das andere, profane Volk.

Mit dem Nörgeln setze ich Andere unter Druck

Tatsache ist jedoch, dass gerade Menschen, die häufig nörgeln, auf Dauer eher gemieden werden. Sogar von jenen, die selber gerne nörgeln. Warum?

Das Nörgeln an sich tut ja einen Unmut kund. Und dies zum Zwecke der Veränderung. Der Nörgler möchte also mit seinem Nörgeln erreichen, dass Menschen in seiner Umgebung etwas unternehmen, dass es dem Nörgler angenehmer würde, dass das Leben sanfter mit ihm umgehen solle. Er setzt also seine Umgebung in gewisser Weise indirekt unter Druck. Und dies genau macht es anderen Menschen auf Dauer schwer, mit dem Nörgeln umzugehen.

Nörgeln wirkt kleinlich

Der Nörgler wird also auf Dauer ein einsamer Mensch. Aber killt das Nörgeln denn auch tatsächlich die Ausstrahlung? Ja, denn wie das Wort „Ausstrahlung“ schon sagt, muss etwas von innen nach außen strahlen. Beim Nörgeln strahlt nichts mehr. Denn Strahlkraft haben eher die positiven Aspekte eines Menschen. Der Nörgler wirkt kleinlich und traurig. Großzügige, ausstrahlungsstarke Menschen haben das Motto „leben und leben lassen“ verinnerlicht. Sie kommen nicht mal auf den Gedanken zu nörgeln. Taucht ein Problem auf, so bemühen sie sich um eine Lösung, nörgeln aber nicht.

Charismatiker nörgeln nicht

Natürlich hält das Leben immer wieder Unbill für uns parat. Menschen mit Ausstrahlung stellen sich diesen Herausforderungen. Nicht lange herum nörgeln, sondern die Dinge einfach anpacken. Bei Charismatikern ist Nörgeln niemals in Mode gewesen. Und wird es auch nie Mode werden. Denn Nörgeln verändert keine Tatsachen, sondern nur die eigene Ausstrahlung. Zum Negativen.

Bildnachweis: denisismagilov / stock.adobe.com

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