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Höhentraining – das spezielle Ausdauertraining

Lesezeit: 2 Minuten Sie sind aktiver Läufer? Dann haben Sie bestimmt schon über ein Höhentraining nachgedacht. Aber wie effektiv ist diese international praktizierte Vorbereitungsvariante für den Läufer?

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Höhentraining – das spezielle Ausdauertraining

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Höhentraining ist körperliches Training in sauerstoffreduzierter Luft. Allerdings sind die positiven Wirkungen des Höhentrainings und die damit verbundene Leistungssteigerung umstritten. Ja mehr noch, es herrscht eine rege Diskussion über die Vor- und Nachteile des Höhentrainings und den Auswirkungen von dünnerer Luft auf den Körper des Läufers.

Machen Sie sich selbst ein Bild über das Pro und Kontra dieser Trainingsmethode. Auf der einen Seite stehen die Befürworter. Sie sprechen von einer leistungsfördernden Veränderung des gesamten Organismus durch die Zunahme der Sauerstofftransportkapazität des Blutes und der besseren Sauerstoffversorgung der belasteten Muskulatur.

Dagegen sprechen die Gegner des Höhentrainings von großen Gefahren, die der Läufer bei dieser Trainingsmethode in Kauf nimmt. Gegen UV Strahlen und Kälte kann sich der Körper weitgehend schützen, die Folgen des immer geringer werdenden Sauerstoffpartialdrucks machen weitaus größere Probleme aus, so die Gegner.

Nachteile des Höhentrainings
Nach der Ankunft im Trainingslager leidet der Läufer unter den Anpassungsreaktionen. Diese können Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Schlaf- und Appetitlosigkeit sein. Je nach individueller Konstitution kann dies mehr oder weniger ausgeprägt ausfallen und den Körper stark schwächen, was eine problemlose Trainingsdurchführung behindert. Ganz außer Frage steht, dass bei einem niedrigen Leistungsniveau, aktueller Leistungsschwäche oder nach einer Erkrankung ein Höhentraining zu riskant ist und nicht durchgeführt werden sollte.

Hier sind sich Befürworter und Gegner einig. Auch muss der Läufer von der Effektivität des Höhentrainings überzeugt sein. Eine positive Einstellung ist wichtig und nur ein"ich probiere mal aus" würde nicht zum Erfolg führen. Trotz aller Zweifel ist das Höhentraining heutzutage eine gängige und weitverbreitete Trainingsmethode, die viele Läufer fest in ihrem jährlichen Trainingszyklus mit aufgenommen haben. Zurzeit gibt es drei verschiedene Methoden, das Training in der Höhe durchzuführen.

  • In der Höhe leben und trainieren

Wer eine Laufbelastung von mehr als 15 Stunden pro Woche vertragen kann, ist mit dieser Trainingsmethode bestens bedient. Diese klassische Form des Höhentrainings wird am häufigsten von ambitionierten Läufern angewandt.

  • Im Tiefland leben und unter Höhenbedingungen trainieren

Hier kommen Einsteiger und Fitnessläufer auf ihre Kosten. Die mit dieser Maßnahme erleichterte Regeneration erhöht die Belastungsverträglichkeit.

  • In der Höhe leben und im Tiefland trainieren

Bei dieser Methode erfolgt das Training mit normalem Umfang und normaler Intensität auf Meereshöhe (NN). Für Leistungsläufer ist diese Methode nicht zu empfehlen, da im Schlaf oder bei körperlicher Inaktivität keine längerwirkenden leistungsfördernden Höhenanpassungen erfolgen.

Pro & Contra Höhentraining
Das Höhentraining als leistungseffiziente Vorbereitung ist umstritten. Hier sind die Vor- und Nachteile aufgelistet:

  • Pro: Steigerung der Ausdauerleistung
  • Contra: Umstellungsreaktionen (Akklimatisation)
  • Pro: Verbesserung des Konditionsniveaus
  • Contra: Herzinfarktrisiko und Thrombosegefahr
  • Pro: Stärkung des Immunsystems
  • Contra: Keinen spürbaren Durst, Keinen spürbaren Hunger
  • Pro: Bessere Stressbewältigung

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