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Therapieroboter: Eine Robbe als Freund für Demenzkranke

Lesezeit: < 1 Minute Die Robbe Paro soll soziale Kontakte fördern, Wohlbefinden steigern und Aggressionen abbauen. Die Pflege und Haltung ist nicht aufwendig: Regelmäßig bürsten und mit Desinfektionsspray ansprühen. Ernährt wird das Tier über den Schnuller. Spätestens alle zwei Stunden müssen Sie ihn einstecken und an die Steckdose anschließen, damit Paro wieder Energie tanken kann. Hört sich das für Sie auch problemlos und einfach an? Leider gibt es an der perfekten Idee einen Haken: Das Tier ist ein Therapieroboter und somit eine Maschine.

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Therapieroboter: Eine Robbe als Freund für Demenzkranke

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Therapieroboter Paro besticht nicht nur Demenzkranke mit seinem Charme Paro wurde in Japan geboren. Er ist 50 cm lang und wiegt etwa 3 Kilogramm. Somit hat er annähernd Gewicht und Größe eines Säuglings. Kulleraugen ergänzen das Kindchenschema. Das weiche Fell lädt zum Streicheln ein. So werden nicht nur bei   an Demenz erkrankten Personen positive Gefühle wachgerufen. Vermutlich könnten auch Sie sich Paros Charme kaum entziehen.

Mit seinem Aussehen ähnelt er kanadischen Heulern, die wir alle aus Tierfilmen kennen. Jedes einzelne Tier ist handgemacht und einzigartig in Gesichtsausdruck und Fellschnitt. Durch seine 3 Computerchips und 5 Sensoren kann der Therapieroboter Paro auf folgende Reize reagieren:

  • Berührung,
  • Helligkeit,
  • Geräusche,
  • Temperatur und
  • auf seine eigene Lage, d. h. ob er liegt oder getragen wird.

Pro und Contra: Kann ein Therapieroboter Demenzkranken menschliche Zuwendung ersetzen?

  Pro

  • Relativ lange Lebensdauer: Therapieroboter Paro kann bis zu 100.000-mal auf Reize reagieren.
  • Paro verbreitet Entspannung.
  • Der Roboter kann gut gesäubert werden.
  • Das äußere Design und die Funktionen sind so gestaltet, dass sie beim Betrachter in jedem Fall positive Gefühle auslösen.  

Contra

  • Der Therapieroboter Paro kostet ca. 4.400 EUR, ist also sehr teuer in der Anschaffung.
  • Menschliche Zuwendung kann nicht durch Maschinen ersetzt werden. Wer dies glaubt, prägt ein technisiertes Bild von Pflege mit, das zu einer rasanten Entmenschlichung führt.
  • Eine Maschine kann nicht die Gefühle von demenzkranken Personen verstehen und darauf reagieren. 

Entscheiden Sie Selbst. Halten Sie den Therapieroboter Paro für einen geeigneten Gefährten für Menschen mit Demenz?

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