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Pfingstrosen – Prachtstauden für den Garten

Lesezeit: 2 Minuten Pfingstrosen gehören zu den langlebigsten Stauden. Richtig gepflanzt und gepflegt erfreuen Päonien ein Leben lang. Lassen Sie sich hier von dem großen Angebot für Beet und Vase in den Bann ziehen und erfahren Sie, wie man die Gewächse mit den auffallend großen und attraktiven Blüten behandelt.

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Pfingstrosen – Prachtstauden für den Garten

Pfingstrosen – Prachtstauden für den Garten

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Paeonia officinalis, die Bauern-Pfingstrose, ist in unseren Breiten seit Jahrhunderten heimisch. Zunächst in Klostergärten als Arzneipflanze gegen Asthma, Epilepsie und Gicht (Gichtrose) gezogen, gelang der Pfingstrose der Sprung in die Ziergärten. Ihr Samen sollte Kindern beim „Zahnen“ helfen. Wegen der Giftigkeit aller Pflanzenteile sollte indes von einer Medikation Abstand genommen werden.

Uralte Sorten

Paeonia officinalis stammt aus den gemäßigten nördlichen Klimazonen. Von Südfrankreich über die Türkei bis nach Albanien findet man sie wild wachsend in der Natur. Die rote Bauern-Pfingstrose wurde Anfang des 19. Jahrhunderts durch Kreuzung mit der weißen chinesischen Pfingstrose (Paeonia Lactifolia) verdrängt. Hybriden aus dieser Zeit erfüllen alle wichtigen Zuchtkriterien wie Standfestigkeit, Reichblütigkeit und Duft. Sorten wie z. B. „Festiva Maxima“ (1851), „Felix Crousse“ (1881), „Alfred de Musset“ (1885), „La Perle“ (1886) oder „Albert Crousse“ (1893) sind noch heute begehrt. Die Namen der Edelpäonien füllen seitenweise die Kataloge von Spezialanbietern.

Wertvolle Chinesin

Als Blume des Glücks galt die Päonie im alten China, wo sie seit 1.500 Jahren gezüchtet wurde. In der Song-Dynastie (960 – 1279) wurden ihre Knollen mit Gold aufgewogen, dienten als Mitgift und wegen ihrer Langlebigkeit als Erbstücke.

Heutzutage muss keiner mehr seine Goldreserven für Päonien anbrechen. Jedoch sind einzelne Sorten nicht leicht vermehrbar und deshalb relativ teuer. Höherpreisig sind Strauchpäonien (Paeonia suffruticosa) und gelb blühende Itoh-Hybriden.

Pflanzzeit und Pflege

Werden Pfingstrosen in Töpfen im Sommer angeboten, können sie sofort ins Freiland ausgepflanzt werden. Nacktwurzelige Pflanzen aus dem Spezialversand sollten stets im Herbst gepflanzt werden. Der Standort sollte mit Bedacht gewählt werden, denn Pfingstrosen sind bodenständig, d. h. sie wollen ungestört viele Jahre am gleichen Platz stehen bleiben. Eine Fläche von einem Quadratmeter in sonniger Lage sollte einer Pflanze zugebilligt werden. Päonien dürfen nicht zu tief gesetzt werden, denn sonst blühen sie nicht. Die Triebknospen sollten nicht tiefer als drei bis fünf Zentimeter unter der Oberfläche liegen.

Um die üppige Prachtstaude ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen, muss zwei Mal im Jahr gedüngt werden. Im Frühjahr wird ein Kali betonter Volldünger, im Herbst gut abgelagerter Kompost oder Pferdemist um die Pflanze herum verteilt. Zu viele Stickstoffgaben sind zu vermeiden, weil andernfalls das Gewebe zu mastig und pilzanfällig wird. Verschimmelte Pflanzenteile sind sofort zu entfernen. Damit die schweren Blütenköpfe nicht abbrechen, sollten Pfingstrosen rechtzeitig gestützt werden.

Bildnachweis: Stefan Körber / stock.adobe.com

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