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Migräne homöopathisch mit Sepia officinalis behandeln

Lesezeit: 3 Minuten In der homöopathischen Behandlung von Migräne wird häufig Sepia officinalis eingesetzt. Die Tinte des Tintenfischs gilt als bekanntes Frauenmittel, das bei vielen verschiedenen Frauenbeschwerden zum Einsatz kommt. Tritt die Migräne verstärkt in den Wechseljahren auf oder handelt es sich um eine hormonell bedingte Migräne, ist sehr oft Sepia das angezeigte homöopathische Mittel.

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Migräne homöopathisch mit Sepia officinalis behandeln

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Sepia officinalis bei hormonell bedingter Migräne einsetzen
Wenn eine Migräne-Patientin über einen eindeutigen Zusammenhang zwischen ihrer Menstruation und dem Auftreten der Migräne-Kopfschmerzen berichtet, kommen vor allem die großen Konstitutionsmittel für Frauen wie Pulsatilla, Lachesis oder Sepia infrage.

Sepia wird dann gegeben, wenn zusammen mit den Migräne-Kopfschmerzen eine große Reizbarkeit auftritt, wenn die Betroffene sich zurückziehen möchte und allein im Dunkeln liegt, bis der Migräne-Anfall vorüber ist. Auch wenn Migräne-Attacken erstmalig oder verstärkt in den Wechseljahren auftreten, ist Sepia officinalis das angezeigte Mittel.

Gemeinsam mit Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, trockenen Schleimhäuten und einem starken Verlangen nach Essig sind die rechtsseitigen Migräne-Schmerzen wichtige Hinweise auf das homöopathische Mittel Sepia als angezeigtes Heilmittel.

Sepia officinalis als Konstitutionsmittel gegen Migräne einsetzen
Ein homöopathisches Mittel hilft dann am besten gegen spezifische Beschwerden, wenn es als Konstitutionsmittel eingesetzt wird. Die Sepia-Persönlichkeit zeichnet sich durch eine starke Distanz zu anderen Menschen aus. Sie möchte ihr Leben vom Kopf her führen. Die Sicht des Bauches kommt oft zu kurz.

Gefühlsmäßige Dinge belasten sie häufig und führen zu der sepia-typischen Reizbarkeit. Ist der Sepia-Zustand sehr weit fortgeschritten, kann es sogar zur Ablehnung der eigenen Kinder und des geliebten Partners führen. Die Sepia-Frau befindet sich dann häufig in einem Zustand der Leere und der Reizbarkeit.

Sie möchte niemanden mehr an sich ranlassen und fühlt sich von den Dingen des Alltags überfordert. Einzig Alleinsein und heftige Bewegung wie intensiver Sport oder ausgiebiges Tanzen können sie dann noch aus ihrer Starre bringen. Die Migräne setzt typischerweise bei beruflicher Überlastung oder in Zusammenhang mit dem Zyklus ein.

Modalitäten und Leitsymptome von Sepia officinalis
Die Modalitäten und Leitsymptome von Sepia officinalis gelten auch bei der Behandlung von Migräne. Die Symptome werden verschlimmert durch Gesellschaft, durch hormonelle Schwankungen (Menstruation, Schwangerschaft, Wechseljahre), durch Autofahren, durch feucht-schwüles Wetter und durch Trost.

Eine Besserung der Symptome erfährt die Sepia-Persönlichkeit durch intensive Bewegung, durch Alleinsein, durch Sonne und durch den Aufenthalt am Meer. Als Leitsymptome für einen Sepia-Zustand gelten das Gefühl innerer Leere, eine übergroße Reizbarkeit, die Ablehnung von geliebten Personen, das Bedürfnis nach Essig, die Übelkeit beim Autofahren, das Gefühl des Herabdrängens des Uterus bei Frauen und die Besserung aller Beschwerden durch heftige Bewegung.

Die sepia-typische Migräne
Migräne-Anfälle, die typischerweise während der Menstruation auftreten, nach einem kurzen Mittagsschlaf oder nach dem körperlichen Zusammensein mit dem geliebten Partner, reagieren häufig gut auf das homöopathische Mittel Sepia officinalis.

Die Migräne beginnt in der Regel mit einem Flimmern vor den Augen. Während des Anfalls kommt es zu heftiger Übelkeit mit Erbrechen. Manche Menschen leiden gleichzeitig unter einer Reizung des Trigeminus-Nervs. Häufig sind Betroffene Sepia-Persönlichkeiten auch von Ohnmacht und Schwindel betroffen, wenn sie einen Migräne-Anfall haben.

Der Schwindel tritt in der Regel auf, wenn die Betroffenen während des Migräne-Schmerzes die Augen schließen wollen, weil ihnen die Dunkelheit gut tut. Es können auch Zahnschmerzen während der Migräne auftreten. Die Schmerzen sind häufig rechtsseitig oder rechts stärker als links.

Fazit
Sepia officinalis ist ein häufig eingesetztes Mittel zur Behandlung von Migräne. Besonders, wenn die Migräne hormonell bedingt eintritt, etwa mit dem Einsetzen der Menstruation, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, ist Sepia oft das angezeigte homöopathische Mittel.

Sepia hilft am besten, wenn es auch das angezeigte Konstitutionsmittel ist. Eine Sepia-Migräne beginnt mit einem Flimmern vor den Augen. Sie geht mit heftiger Übelkeit und Erbrechen einher. Die Schmerzen sind in der Regel rechtsseitig. Alleinsein und Dunkelheit bessern die Migräne-Kopfschmerzen, während Autofahren und Trost die Beschwerden verschlimmern.

Andere häufig eingesetzte homöopathische Mittel bei Migräne sind:
Arsenicum album, Barium carbonicum, Belladonna, Calcium phosphoricum, China officinalis, Cimicifuga, Cocculus, Coffea, Colocynthis, Ignatia, Iris versicolor, Ferrum metallicum, Gelsemium, Glonoinum, Lachesis muta, Magnesium muriaticum, Natrium muriaticum, Pulsatilla, Staphisagria, Silicea, Spigelia, Sulfur und Thuja occidentalis.

Andere interessante Informationen zur homöopathischen Behandlung von Migräne finden Sie unter:

Lesen Sie auch unsere Artikelserie "Homöopathie gegen Kopfschmerzen"

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