Homöopathie Praxistipps

Husten homöopathisch behandeln – aber wie?

Lesezeit: 2 Minuten Viele Kinder und viele Erwachsene leiden in der kalten Jahreszeit unter mehr oder weniger starken Hustenbeschwerden. Der Husten kann trocken, rasselnd, erstickend oder locker sein. Er kann morgens oder abends schlimmer sein, besser an frischer Luft oder in geschlossenen Räumen. Er kann immer wiederkehren oder nur einmal auftreten. All dies ist zu beachten, wenn man selbst ein homöopathisches Mittel finden möchte, was einem hilft.

2 min Lesezeit
Husten homöopathisch behandeln - aber wie?

Husten homöopathisch behandeln – aber wie?

Lesezeit: 2 Minuten

Welchen Auslöser gab es für den Husten?

Sie hat es mal wieder erwischt? Sie husten und bellen wie ein Hund, die Lunge schmerzt und der Kopf dröhnt, oder eines ihrer Kinder hustet die ganze Nacht und sie sind auf der Suche nach einem homöopathischen Mittel was sie ihrem Kind oder sich selbst verabreichen können?

Dann sollten sie folgende Auswahlkriterien beachten: Zunächst einmal ist es wichtig, den Auslöser für die Hustenbeschwerden zu erkennen. Waren Sie der feucht-kalten Witterung zu lange ausgesetzt oder haben Sie sich überarbeitet?

Achten Sie auf die Modalitäten!

Bekommen Sie immer im Winter Ihren typischen Husten oder treten diese Beschwerden bei Ihnen relativ selten auf? Husten Sie vorwiegend nachts oder beim Einschlafen oder quält sie besonders morgens nach dem Aufwachen ein starker Hustenreiz? Wenn Sie die sogenannten Modalitäten Ihres Hustens gut kennen, wird Ihnen die Auswahl des richtigen homöopathischen Mittels relativ leicht fallen.

Aconit hilft bei trockenem Husten durch Nordostwind im Winter

Aconitum (der Sturmhut) hilft Ihnen, wenn Ihr Husten nach Aufenthalt im Freien bei scharfem, eiskalten Wind aus Nordosten aufgetreten ist. Die Beschwerden treten plötzlich auf und der Hals fühlt sich trocken und rau an. Die Verschlimmerungszeit liegt oft zwischen 23.00 und 24.00 Uhr.

Spongia hilft bei erstickendem Husten, der Sie aus dem Schlaf reißt

Die Beschwerden werden häufig durch starke gefühlsmäßige Erregung ausgelöst und können sich bis zum Erstickungsgefühl steigern. Warme Getränke und warme Speisen können den Hustenreiz etwas lindern, während kalte Luft und kalte Getränke ihn eher verschlimmern.

Im Hals macht sich ein brennendes Gefühl bemerkbar. Außerdem ist der Hals extrem trocken. Die Stimme klingt entsprechend rau oder heiser. Auch bei Spongia liegt die Verschlimmerungszeit in der Zeit vor Mitternacht, setzt jedoch nicht erst gegen 23 Uhr ein.

Ipecacuanha hilft bei rasselndem Husten mit Übelkeit und Erbrechen

Wenn Sie ein Rasselgeräusch wie von feuchtem Schleim wahrnehmen und Ihr Husten sogar mit Übelkeit und Erbrechen einhergeht, wenn Sie sich durch die Hustenbeschwerden sehr erschöpft fühlen und Sie äußerst blass sind, ist Ipecacuanha ein Mittel der Wahl. Besonders häufig benötigen Kinder dieses homöopathische Mittel gegen ihren Husten.

Kinder die verzweifelt versuchen den Schleim aus ihren Bronchien heraus zu husten und dabei erbrechen müssen und über ein Erstickungsgefühl klagen, kann Ipecacuanha oft Linderung verschaffen. Nehmen die Symptome aber nicht deutlich ab, sollten Sie mit Ihrem Kind zum Arzt gehen.

Antimonium tartaricum hilft oft älteren Menschen bei Husten

Menschen, die sich müde und kraftlos fühlen und durch die Hustenbeschwerden außerordentlich erschöpft wirken, kann das homöopathische Mittel Antimonium tartaricum helfen. Wenn die Beschwerden durch das Liegen in einem warmen Zimmer und unter dicken Decken verschlimmert werden, während Kälte und frische Luft den Husten lindern, ist Antimonium tartaricum einen Versuch wert.

Es wird häufig alten Menschen oder auch deutlich geschwächten Kindern verordnet. Sollten sich die Beschwerden sich allerdings nicht in kurzer Zeit deutlich gebessert haben, ist es ratsam einen Arzt hinzuzuziehen.

Andere homöopathische Mittel, die bei Husten helfen

Neben den oben beschriebenen homöopathischen Mitteln kommen noch Belladonna, Arsenicum Album, Bryonia, Pulsatilla, Hyoscyamus, Phosphoricum, Causticum, Drosera, Rumex, Nux-vomica und Hepar Sulfuricum in Frage. Viele der beschriebenen homöopathischen Mittel kommen auch als homöopathische Grippemittel zum Einsatz.

Grundsätzlich ist es ratsam, sich in eine konstitutionelle homöopathische Behandlung zu begeben, wenn Beschwerden, wie beispielsweise ein bestimmter Husten, immer wiederkommen oder es zu einer sogenannten Symptomverschiebung stattfindet. Dies ist zu vermuten, wenn die behandelten Beschwerden durch das verordnete Akutmittel verschwinden, aber in Folge der Behandlung andere Beschwerden auftreten.

Bildnachweis: YakobchukOlena / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: