Computer Praxistipps

Bildschirm kalibrieren: Naturechte Wiedergabe Ihrer Fotos auf Ihrem Monitor

Lesezeit: 2 Minuten Haben Sie Ihren Bildschirm nicht kalibriert, ist das Ergebnis der Bildbearbeitung und des nachfolgenden Ausdrucks ein Russisch-Roulette-Spiel. Lernen Sie hier die grundlegenden Methoden der Monitor-Kalibrierung kennen und welche Hilfsmittel es dazu gibt.

2 min Lesezeit

Bildschirm kalibrieren: Naturechte Wiedergabe Ihrer Fotos auf Ihrem Monitor

Lesezeit: 2 Minuten

Die Voraussetzungen für die Bildschirm-Kalibrierung
Es gibt mehrere Methoden, mit denen Sie Ihren Bildschirm kalibrieren können, mit Hilfe des eigenen Fotos, über kostenlose Testbilder und Programme oder in Form einer HighTech-Kalibrierung mit Sensor.

Bevor Sie aber anfangen, sollten Sie erst einmal Ihren Bildschirm säubern, denn Staub und Schmutz schlucken Helligkeit und trüben die Sicht. Achten Sie auch darauf, dass keine direkte Lichteinstrahlung das Ergebnis beeinflusst. Profis bauen sich sogar eine Lichtblende aus Pappe.

Das Kalibrieren des Monitors erfolgt durch Einstellen am On-Screen-Display, sofern Sie nicht noch ein altes Röhrenmodell mit Knöpfen haben. Legen Sie sich daher zuerst einmal die Anleitung zu Ihrem Monitor zurecht oder laden Sie die Bedienungsanleitung zu Ihrem Bildschirm von der Support-Seite des Herstellers.

Stellen Sie den Monitor vor dem Kalibrieren auf die Werkseinstellung ein. Die dazu erforderlichen Eingaben entnehmen Sie der Anleitung. Machen Sie sich anhand der Anleitung auch mit den Einstellmöglichkeiten Ihres Bildschirms vertraut.

Eigenes Foto oder Testbild, was ist das Beste für die Bildschirm-Kalibrierung?
Zur Kalibrierung wird teilweise geraten, dass Sie ein eigenes Foto verwenden. Sie kennen das Original und können Helligkeit, Kontrast, Farben und Farbtemperatur so einstellen, dass es Ihrer Erinnerung von dem Fotomotiv am nächsten kommt. Doch das Ergebnis hängt von Ihrer Auswahl des Bildes ab und Sie werden kaum ein Bild finden, das alle Farben gleichmäßig berücksichtigt und dazu noch verschiedene Helligkeitsabstufungen.

Ein deutlich besserer Ansatz ist das DQ-Tool des Photoindustrie-Verband e.V. Es besteht aus einer Anleitung im PDF-Format und einer Reihe von kostenlos zum Download angebotenen Testbildern im JPG-Format. Dazu lassen Sie sich ein Referenzbild von einem Fotolabor ausdrucken und vergleichen es mit Ihrem Monitorbild. Alle Schritte zum Kalibrieren Ihres Monitors sind in der PDF-Anleitung genau beschrieben. 

Kalibrieren mit Software zur Bildschirmeinstellung
Eher zum Einstellen eines Monitors aus ergonomischen Überlegungen heraus sowie zur Beurteilung von Bildschirmen sind Programme zum Bildschirmtest gedacht. Solche Programme werden von Monitor-Herstellern angeboten.

Das kostenlose Tool "EIZO Monitortest" stellt Ihnen beispielsweise 24 Testbilder zur Verfügung, mit denen sich neben Helligkeit und Kontrast auch Geometrie, Konvergenz, Homogenität und Geschwindigkeit Ihres Displays kontrollieren lassen. Das Programm läuft unter Windows 98, 2000, XP, Vista und 7 sowie Mac OSX.

Der Nokia-Monitor-Test wird seit 2004 nicht mehr weiter entwickelt und ist daher für Windows Vista und 7 nicht zu empfehlen.

Auch wenn diese Programme nicht zur Kalibrierung des Bildschirms für die Fotobearbeitung entwickelt wurden, können Sie doch damit die Qualität eines Bildschirms beurteilen und mögliche Mängel feststellen, die bei der Fotobearbeitung stören können. 

Bildschirm kalibrieren mit speziellen Testern
Für das professionelle Kalibrieren Ihres Bildschirms gibt es auch spezielle Testsets. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus einem Sensor, der an Ihrem Monitor befestigt wird, und einer speziellen Software.

Zur Monitor-Kalibrierung bietet die Firma Datacolor AG (früher ColorVision) aus der Schweiz mit Spyder3Express, Spyder3Pro und Spyder3Elite drei verschiedene Produkte zu Preisen von 85 bis 175 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer an. Der Produkt Finder erleichtert dabei die Auswahl des geeigneten Produkts, sofern der Geldbeutel nicht schon als Ratgeber ausreicht.

EasyPIX2, die Speziallösung für EIZO-Monitore 
Für Besitzer eines EIZO-Monitors bietet der japanische Hersteller ab dem 7. März 2011 eine eigene Lösung für die Hardware-Kalibrierung seiner FlexScan-Monitore an.

EasyPIX2 erlaubt das genaue Einstellen von Helligkeit, Farbtemperatur, Gamma und Farbumfang des Bildschirms. Das Tool besteht aus Software und Sensor, der den Spyder-Sensoren von Datacolor auffällig ähnelt (siehe Abbildung des Sets oben im Bild).

Der empfohlene Verkaufspreis von EasyPIX2 beträgt 189 € inklusive Mehrwertsteuer. EasyPIX2 unterstützt EIZO-Displays mit der Modellbezeichnung SX3031, SX2762W, SX2462W, SX2262W, S2433W, S2243W, S2233W, EV2333 oder FS2331. Die Software wird für Windows und Mac OSX angeboten, im Fall des FS2331 nur für Windows. 

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: