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Bewerbungen: Überflüssige Floskeln im Anschreiben

Lesezeit: 2 Minuten Die Verwendung mancher Floskeln und inflationär gebrauchter Begriffe kann schnell das Aus im Bewerbungsprozess bedeuten. Anregungen und Beispiele für gelungene Formulierungen finden Sie im vorliegenden Artikel ebenso wie Negativ-Beispiele.

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Bewerbungen: Überflüssige Floskeln im Anschreiben

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In vielen Stellenanzeigen sind zwar häufig dieselben Soft Skills zu finden, die der künftige Stelleninhaber nach Möglichkeit mitbringen soll, wie z. B. Flexibilität, Belastbarkeit, kommunikative Kompetenzen, Dynamik usw., aber das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass die Verwendung dieser Floskeln im Bewerbungsanschreiben einen Pluspunkt für den Interessenten bedeutet; eher im Gegenteil.

Bewerbungen: Floskeln, die nichts über den Bewerber aussagen
Inflationär verwendete Adjektive wie kommunikativ/ kommunikationsstark, dynamisch, leistungswillig, belastbar, teamfähig etc. vermitteln beim Personalverantwortlichen eher den Eindruck von fehlender Originalität und Eigenständigkeit des Bewerbers, zumal diese Eigenschaftsbeschreibungen eher als subjektiv angesehen werden können und sich zudem nicht immer durch Lebenslauf, Zeugnisse oder Arbeitsproben belegen lassen.

Hinzu kommt, dass sämtliche der o. g. Eigenschaften ohnehin von den meisten Unternehmen bei ihren Arbeitnehmern vorausgesetzt werden. Selbstverständlich kann jemand im Anschreiben darauf verweisen, wenn er gerne im Team arbeitet und dass er dies auch stets erfolgreich unter Beweis gestellt hat, Plattitüden wie "Ich bin teamfähig." oder "Teamfähigkeit bringe ich mit." sind in diesem Zusammenhang jedoch eher fehl am Platze, weil wenig aussagekräftig.

Floskeln zu Soft Skills im Anschreiben: Belegen statt behaupten
Günstig ist es auch, bestimmte Eigenschaften durch Beispiele zu belegen, anstatt nur die geforderten Eigenschaften aus der Ausschreibung lieblos aufzuzählen. Beispiele hierfür wären:

  • Flexibilität und Belastbarkeit: "Meine Flexibilität und Belastbarkeit habe ich während meines zweijährigen berufsbegleitenden Abendstudiums zum Diplom-Betriebswirt an der FOM Essen erfolgreich unter Beweis gestellt."
  • Kommunikative Kompetenzen: "Aufgrund meiner ausgeprägten Fach- und Sozialkompetenz habe ich stets erfolgreich langfristige, vertrauensvolle Beziehungen zu Kunden aufbauen können."
  • Kreativität: "Meine Konzeption und Implementierung der Kampagne zu Produkt XY hat nicht nur zu einer langfristigen Steigerung der Verkaufszahlen geführt, sondern wird bis heute in ständig aktualisierter Form weitergeführt."“

Formulierungen: Absolute No-Gos im Bewerbungsschreiben
Da die nachfolgend aufgeführten Negativ-Beispiele lediglich Selbstverständlichkeiten enthalten, die bei Bewerbern normalerweise vorausgesetzt werden, sollen diese Sätze in jedem Fall im Anschreiben vermieden werden:

  • Ein verlässliches und freundliches Miteinander ist für mich selbstverständlich.
  • Ich bin flexibel und belastbar und neuen Herausforderungen gegenüber aufgeschlossen.
  • Ich bin lernbereit und -fähig.
  • Ich bin ein dynamischer Außendienstmitarbeiter.
  • Für eine Tätigkeit am Empfang bringe ich Freundlichkeit mit.
  • Ich verfüge über eine sorgfältige und gewissenhafte Arbeitsweise.
  • Ich bin teamfähig und flexibel, wobei ich stets die Zielerreichung der Aufgabenstellung im Auge behalte.

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