Homöopathie Praxistipps

Rhus Toxicodendron: die 2 wichtigsten Anwendungsbereiche

Lesezeit: 2 Minuten Rhus Toxicodendron ist ein homöopathisches Mittel, das aus den frischen Trieben eines Sumachgewächses mit dem deutschen Namen "behaarter Giftsumach" gewonnen wird. Die Pflanze kommt in den gemäßigten und subtropischen Zonen vorwiegend in Afrika, Ostasien und Nordamerika vor. Wie viele homöopathische Mittel wird auch dieses aus einer giftigen Pflanze durch Potenzierung gewonnen.

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Rhus Toxicodendron: die 2 wichtigsten Anwendungsbereiche

Rhus Toxicodendron: die 2 wichtigsten Anwendungsbereiche

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Hauptinhaltsstoffe

Zu den Hauptinhaltsstoffen der Pflanze gehört Urushiol. Dies ist ein starkes Kontaktallergen, das eine Blasenbildung der Haut hervorruft. Wird die Pflanze oral aufgenommen, sind Vergiftungssymptome wie Magen-Darmentzündungen, Erbrechen und neurologische Symptome die Folge.

Als homöopathisches Mittel wird Rhus Toxicodendron ab einer Dosierung von D4 verabreicht. Das Mittel ist zur Eigenbehandlung zugelassen, Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Bei entsprechender Dosierung können die Globuli auch bei Kleinkindern angewendet werden.

Die wichtigsten Anwendungsbereiche

Die wichtigsten Anwendungsbereiche sind verschiedene Beschwerden des Bewegungsapparates. Dazu gehören vor allem rheumatische Beschwerden der Muskeln, Gelenke und Rückenschmerzen. Darüber hinaus ist das Mittel wirksam gegen kindliche Windpocken und verschiedene virale Erkrankungen der Haut wie Herpes, Zoster und Gürtelrose.

Wann hilft Rhus Toxicodendron?

1. Bei Schmerzen des Bewegungsapparates:

Patienten, die auf eine Behandlung mit dem Mittel positiv ansprechen, klagen über rheumatische Beschwerden bzw. Schmerzen des Bewegungsapparates. Typisch ist, dass die Schmerzen nach Beanspruchungen auftreten. Die Schmerzen befinden sich an den Ansätzen und Endpunkten der Muskeln.

Am häufigsten treten die Schmerzen in den Gelenken und im Rücken auf. Ein Hinweis auf eine Behandlung mit Rhus Toxicodendron ist der Umstand, dass vor allem der untere Rücken und die rechte Körperseite etwas mehr betroffen sind, als andere Körperbereiche.

Die Schmerzen treten häufig nach Überlastung der Muskeln auf, deswegen wird Rhus Toxicodendron auch von Sportlern geschätzt. Gegen Rückenschmerzen in der Schwangerschaft kann das Mittel ebenfalls hilfreich sein.

2. Virusinfektionen und Hauterkrankungen:

Der zweite wichtige Anwendungsbereich betrifft verschiedene Virusinfektionen bzw. Hauterkrankungen. Ein blasiger Hautausschlag mit starkem Juckreiz und Rötung spricht für die Anwendung von Rhus Toxicodendron. Betroffen ist entweder der ganze Körper, die Lippen oder die Taille.

Ein allgemeines Krankheitsgefühl und grippeähnliche Begleitsymptome verstärken den Eindruck einer Rhus Toxicodendron Sensibilität (Sensibilität = wahrscheinliches Ansprechen auf ein homöopathisches Mittel). In der Regel ist eine Virusinfektion für die Hautausschläge verantwortlich, meistens handelt es sich um Gürtelrose, Herpes oder Windpocken.

Weitere Indikatoren:

Um das passende Mittel für einen Patienten zu finden, werden in der Homöopathie verschiedene Indikatoren betrachtet. Neben dem allgemeinen Beschwerdebild schaut der Homöopath auch darauf, welche Maßnahmen eine Verbesserung oder Verschlechterung der Beschwerden bewirken.

Folgende Verbesserungen und Verschlechterungen weisen darauf hin, dass Rhus Toxicodendron das richtige Mittel sein könnte

Verbesserung

Bei Beschwerden des Bewegungsapparates tritt eine deutliche Verbesserung durch Wärme ein. Warme Bäder und warme Auflagen lindern die Schmerzen. Auch körperliche Bewegung trägt zu einer Verbesserung der Beschwerden bei.

Verschlechterung

Bei Kälte verschlimmern sich die Beschwerden, dies gilt vor allem für nasskaltes Wetter und Zugluft. Die Beschwerden sind üblicherweise am Morgen schlimmer und verbessern sich im Laufe des Tages.

Wirkungsweise und Medikation

Nach dem Prinzip „Gleiches mit Gleichem heilen“ (Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie) gleicht Rhus Toxicodendron das Ungleichgewicht im Körper wieder aus und aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Die Selbstmedikation ist mit den niederen Potenzen, üblicherweise einer D4, uneingeschränkt möglich. Das Mittel kann in jedem Lebensalter eingenommen werden, sogar Kleinkinder können damit behandelt werden, sofern die Dosierung entsprechend angepasst wird.

Es sind derzeit keine Nebenwirkungen oder Gegenanzeigen für die Verwendung bekannt. Höhere Potenzen sollten jedoch ausschließlich von einem in Homöopathie erfahren Arzt oder Heilpraktiker verordnet werden. Die Behandlung erfolgt nur so lange, bis die Beschwerden verschwunden sind.

Bildnachweis: chamillew / stock.adobe.com

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