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Rhus-toxicodendron und seine Mittelwirkung

Lesezeit: 2 Minuten Das homöopathische Mittel Rhus-toxicodendron, der Giftefeu oder Giftsumach, hilft bei ganz bestimmten Beschwerden mit speziellen Modalitäten. Besonders Rückenbeschwerden, die durch fortgesetzte Bewegung gebessert werden, während die Anfangsbewegung sehr schmerzhaft ist, sprechen gut auf Rhus-toxicodendron an. Aber Rhus-toxicodendron ist noch bei vielen anderen Symptomen angezeigt.

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Rhus-toxicodendron und seine Mittelwirkung

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Das homöopathische Mittel Rhus-toxicodendron – Auslöser und Modalitäten

Beschwerden die auf Rhus-toxicodendron gut ansprechen sind häufig durch Kälte und Nässe oder Überanstrengung ausgelöst. Der Kranke empfindet eine gewisse Unbeweglichkeit der Gelenke und Sehnen. Erst nach einer gewissen Zeit der Bewegung werden die Beschwerden weniger. Dem entsprechend gehört eine große Ruhelosigkeit zum psychischen Bild von Rhus-toxicodendron.

Der Erkrankte wirft sich auch im Bett noch ruhelos hin und her, obwohl die Beschwerden dadurch nicht gebessert werden. Nur langsame fortgesetzte Bewegung bessern die typischen Rhus-toxicodendron-Beschwerden

Rhus-toxicodendron – die körperlichen Beschwerden

Die häufigsten Indikationen sind wohl Beschwerden am Bewegungsapparat. Zerrungen, Verstauchungen, Ischiasbeschwerden und Torticollis (Schiefhals) sind diejenigen Beschwerden die traditionell mit Rhus-toxicodendron behandelt werden. Gut lassen sich aber auch Hautausschläge behandeln, die dem typischen Bild einer allergischen Reaktion mit Brennen und starkem Juckreiz entsprechen.

Darüber hinaus ist Rhus-toxicodendron ein häufiges Mittel bei Erkältungskrankheiten. Wenn die ersten Anzeichen einer Erkältung nach Überanstrengung, nach Kaltwerden oder nach Durchnässung auftreten und der Kranke über Morgensteifigkeit klagt und sehr ruhelos ist, sollte man durchaus an Rhus-toxicodendron denken.

Rhus-toxicodendron – das homöopathische Mittelbild

Rhus-tox. ist längst nicht mehr nur ein Akutmittel. Bei Menschen, die generell über ein Gefühl von Steifigkeit und große Ruhelosigkeit bei den Beschwerden klagen, kann Rhus-toxicodendron das passende Konstitutionsmittel sein. Das grundlegende Gefühl (im Fachjargon: die zentrale Wahnidee) eines Rhus-toxicodendron-Menschen ist „Angst in seinem Zuhause“ zu haben. Ein Rhus-tox-Mensch fühlt sich innerlich wie eingesperrt oder festgebunden und gleichtzeitig hat er das Gefühl in seinem Zuhause in Gefahr zu sein.

Nicht selten träumen Rhus-tox-Menschen davon, dass ihr Zuhause abbrennt und sie fliehen müssen. Dieser innere Zustand – dem sich der Mensch meist nicht bewusst ist – erklärt auch die große Ruhelosigkeit unter der diese Menschen leiden.

Rhus-toxicodendron oder Ruta?

Bei einigen Verletzungen und Beschwerden kann es schwierig sein zwischen dem homöopathischen Mittel Ruta (der Weinraute) und dem homöopathischen Mittel Rhus-toxicodendron zu differenzieren. Vor allem bei Sehnenscheidenentzündungen, Verstauchungen oder Zerrungen kann auch Ruta angezeigt sein. Das homöopathische Mittelbild von Ruta zeichnet sich allerdings weniger durch seine Ruhelosigkeit und Steifigkeit aus. Ruta ist meistens dann angezeigt wenn auch die Knochenhaut von der Verletzung betroffen ist. Die Beschwerden bessern sich nicht durch Bewegung wenn Ruta angezeigt ist.

Bildnachweis: Microgen / stock.adobe.com

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