Pflege Praxistipps

Pflegetheorie: Die Theorie von Krohwinkel

Lesezeit: < 1 Minute Im vierten Teil wird die Pflegetheorie der deutschen Wissenschaftlerin Monika Krohwinkel vorgestellt. Sie geht davon aus, dass jeder Mensch das Potential zur Entwicklung, zum Wachstum und zur Selbstverwirklichung in sich trägt.

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Pflegetheorie: Die Theorie von Krohwinkel

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Im Weiteren geht Krohwinkel in ihrer Pflegetheorie davon aus, das Selbstpflegeaktivitäten zur Sicherung der Gesundheit und des Lebens, bei jedem Menschen vorhanden sind.  

Krohwinkels übergeordnetes Ziel ist es, pflegebedürftige Personen und die für sie wichtigen Bezugspersonen in ihren Fähigkeiten innerhalb der AEDLs (Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens) zu fördern und zu unterstützen, damit sie ein größtmögliches Maß an Unabhängigkeit (Autonomie), Wohlbefinden und Lebensqualität erhalten.

Rahmenmodell zur Pflegetheorie von Krohwinkel
Krohwinkel entwickelte ein Rahmenmodell zur fähigkeitsorientierten fördernden Prozesspflege, am Beispiel eines Apoplexiekranken. Durch dieses Modell konnte auch die Bedeutung der Förderung der Fähigkeiten zum Erhalt von Selbstständigkeit und Wohlbefinden innerhalb der AEDLs nachgewiesen werden. Das AEDL Strukturmodell bildet somit den Kern der Theorie.

Insgesamt wird Krohwinkels Modell in fünf Schwerpunkte unterteilt:

  • AEDL Strukturmodell
  • Pflegerahmenmodell
  • Pflegeprozessmodell
  • Managementmodell
  • Reflektiertes Erfahrungslernen

 Nach dem AEDL Strukturmodell sind menschliche Bedürfnisse und Fähigkeiten in 13 Bereiche gegliedert. Folgende Bereiche benennt Krohwinkel als AEDLs:

  1. Kommunizieren können
  2. Sich bewegen können
  3. Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten können
  4. Essen und trinken können
  5. Ausscheiden können
  6. Sich pflegen können
  7. Sich kleiden können
  8. Ruhen, schlafen und sich entspannen können
  9. Sich beschäftigen lernen und sich entwickeln können
  10. Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten können
  11. Für eine sichere Umgebung sorgen können
  12. Soziale Beziehungen und Bereiche des Lebens gestalten können
  13. Mit den existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen können

Besonders das 1984 und 1988 von Krohwinkel entwickelte und ergänzte AEDL 13 nimmt einen zentralen Platz innerhalb des Modells ein, wobei es wichtig ist zu unterscheiden, ob es sich um existenzfördernde, existenzgefährdende oder um Erfahrungen, die existenzfördernd oder existenzgefährdend sein können, handelt.

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