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Neuralgischer Schmerz – Symptome, Ursachen und Therapien

Lesezeit: 2 Minuten Eine Neuralgie kann sich an vielen Stellen unter der Haut bemerkbar machen. Sie ist äußerst schmerzhaft und muss je nach Ursache konsequent behandelt werden, da der Schmerz sonst chronisch wird. Mit welcher Therapieform Sie gut beraten sind, hängt zum einen von der Ursache der Erkrankung, zum anderen von Ihrer Einstellung zu den möglichen Heilverfahren ab.

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Neuralgischer Schmerz – Symptome, Ursachen und Therapien

Neuralgischer Schmerz – Symptome, Ursachen und Therapien

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Als neuralgischen Schmerz  bezeichnet man Schmerzen, die durch eine Reizung, Verletzung oder Entzündung eines Nervs entstehen. Auch durch Viren kann eine Neuralgie verursacht werden, zum Beispiel wie die Gürtelrose durch Windpockenviren. Die Schmerzen betreffen meist nur einen Nerv und sind daher auf dessen Umgebung begrenzt. Sie treten plötzlich und extrem heftig auf, sind ansteigend stechend, können aber genauso schnell wieder verschwinden. Werden die Schmerzen chronisch, verändern sie sich in einen dumpfen Dauerschmerz.

Eine neuralgischer Schmerz kann andere Erkrankungen vortäuschen

Der neuralgische Schmerz tritt nicht dort auf, wo der Nerv geschädigt ist, sondern entlang seines Verlaufs. Wenn Sie sich zum Beispiel durch eine Muskelverspannung einen Nerv an der Brustwirbelsäule einklemmen, tun meist die Rippen und das Brustbein weh. Der Schmerz ist unter Umständen so scharf, dass man einen Herzinfarkt befürchtet oder dass die Atmung behindert wird. Bei einigen Neuralgien tritt der Schmerz ohne ersichtlichen Anlass auf, bei anderen wird er durch mechanische oder Temperaturreize ausgelöst. Im Gesicht werden neuralgische Schmerzen bereits durch Kauen, Sprechen und Zähneputzen entfacht.

Lesen Sie mehr zur Schmerzbehandlung in diesem Ratgeber: Schmerzen heilen. Selbständig und sanft.

Ein Schmerztagebuch hilft bei der Diagnose

Um den Schmerz optimal behandeln zu können, muss dem Arzt eine genaue Beschreibung vorliegen. Führen Sie vor dem Termin ein Tagebuch, in dem Sie die Häufigkeit, Stärke, Dauer und die Zeitpunkte der Schmerzen festhalten. Notieren Sie auch, wo Sie den Schmerz empfinden. Leiden Sie unter weiteren Erkrankungen oder Beschwerden, sollten Sie diese dem Arzt ebenfalls mitteilen, da sie eventuell mit Ihren Schmerzen zusammenhängen. Erstellen Sie eine Liste mit Medikamenten, die Sie regelmäßig oder häufig einnehmen. Auch hier könnten Ursachen liegen.

Therapieformen bei neuralgischen Schmerzen

Falls nicht aufgrund des Schmerzorts sofort erkennbar ist, um welche Art der Neuralgie es sich handelt, muss der Arzt etliche Untersuchungen durchführen. Ist der Auslöser gefunden, kann die Behandlung eingeleitet werden. Neben Medikamenten kommen Physiotherapie, Psychotherapie oder alternative medizinische Methoden zum Einsatz. Bei unerträglichen Schmerzen kann auch ein Betäubungsmittel in die Nähe des rebellierenden Nervs gespritzt werden. Eine Operation kommt nur in Ausnahmefällen in Frage.

Wichtige Maßnahme: Schmerzmittel richtig anwenden

Eine der ersten Maßnahmen ist die Gabe von Schmerzmitteln. Dabei müssen Arzt und Patient gemeinsam herausfinden, welche Wirkstoffe am besten helfen und vertragen werden. Bei starken Schmerzen kommen Opioide zum Einsatz. Sie brauchen keine Bedenken zu haben, dass Sie davon „süchtig“ werden, wie man leider oft sogar von Ärzten gesagt bekommt. Wenn man Opioide korrekt anwendet, hat man einen zuverlässigen Schmerzstiller, der relativ wenige Nebenwirkungen hat. Lassen Sie sich dazu von einem Facharzt für Schmerzen beraten. Auch Krankenhäuser haben oft eine Schmerzambulanz, in der Sie gut aufgehoben sind.

Schmerzen können auch mithilfe der sogenannten Neuromodulation unterbrochen werden. Dabei werden elektrische Impulse oder Medikamente regelmäßig durch ein eingepflanztes System abgegeben. Der Schmerz wird nicht mehr an das Gehirn weitergeleitet, sodass der Patient endlich schmerzfrei wird.

Lesen Sie auch, welche psychischen Ursachen beim neuralgischen Schmerz eine Rolle spielen können.

Bildnachweis: blas / stock.adobe.com

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