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Kartoffeln anbauen: Tipps für eine reiche Kartoffelernte

Lesezeit: 2 Minuten Wer Platz auf dem Balkon oder einen eigenen Garten hat, sollte auf eigene Kartoffeln nicht verzichten. Der traditionelle Kartoffelanbau in einem flachen Beet benötigt recht viel Fläche, jedoch kann der Hobbygärtner Kartoffeln auch in einem Eimer anbauen. Wie das geht, wann Sie Kartoffeln pflanzen und in welchem Abstand sie gesetzt werden, dass beschreibt dieser Artikel.

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Kartoffeln anbauen: Tipps für eine reiche Kartoffelernte

Kartoffeln anbauen: Tipps für eine reiche Kartoffelernte

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Saatkartoffeln vorkeimen

Manch einer schwört darauf, andere wiederum meinen, es sei überflüssig: Gemeint ist das Vorkeimen von Saatkartoffeln. Tatsache ist, dass vorgekeimte Kartoffeln schneller Wurzeln bilden und somit leichter anwachsen. Zum Vorkeimen benötigen die Saatkartoffel etwa zehn Stunden Helligkeit pro Tag.

Man breitet sie in einer Pappkiste flach aus und lagert sie in einem ungeheizten Raum in der Nähe eines Fensters, jedoch nicht im direkten Sonnenlicht. Das Keimen funktioniert auch im Keller bei entsprechender Dauerbeleuchtung. Innerhalb von drei Wochen bilden die Kartoffeln weiße, zerbrechliche Keime aus.

Kartoffeln pflanzen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Frühe Sorten pflanzt man bereits im März ins Freie. Liegt allerdings Schnee oder ist der Boden noch gefroren, heißt es: abwarten. Kartoffeln gedeihen erst, wenn die Bodentemperatur mindestens 7°C beträgt. Die Hauptpflanzzeit für mittelfrühe und späte Kartoffeln ist Mitte April bis Mitte Mai. Dann ist der Boden meist warm genug und die Pflanzen können sich optimal entwickeln. Die Haupterntezeit für Kartoffeln ist der September. Natürlich kann man auch schon vorher einige Knollen ausgraben. Das Wachstum und die Vermehrung der Kartoffeln sind beendet, wenn das Kraut gelblich wird.

Kartoffeln legen und anhäufeln

Doch vor der Ernte kommt das Pflanzen. Man benötigt ein vorbereitetes Beet mit tiefgründiger Erde. Mit einer Hacke zieht man eine 15 cm tiefe Furche. In diese Rille werden die Kartoffeln im Abstand von 30 cm hineingelegt. Dabei sollte man darauf achten, dass die Keime der Knollen nach oben zeigen. Dann werden die Kartoffeln mit Erde bedeckt. Sobald das Grün zum Vorschein kommt und länger wird, werden die Pflanzen gehäufelt. Das bedeutet, dass die grünen Stiele der Kartoffelpflanze mit Erde oder halb verrottetem Kompost bedeckt werden. Das stützt die Pflanzen und verhindert, dass sich grüne Kartoffeln bilden.

Kartoffel im Eimer ziehen

Die schmackhaften Knollen wachsen auch gut in Eimern oder Bottichen. Auch Pflanzsäcke sind als Gefäße geeignet. Befüllen Sie einen 40-Liter-Sack zu einem Drittel mit Pflanzenerde und setzen Sie einige Kartoffeln hinein. Bedecken Sie diese 10 cm hoch mit Erde. Sobald das Grün hindurchwächst, häufeln Sie die Pflanzen an, sodass nur noch die Spitzen herausschauen.

Gießen Sie regelmäßig und warten Sie ab. Wenn das Grün weiter hochwächst, wird es wiederum mit Erde bedeckt. Das macht man solange, bis der Sack voll ist. Im Herbst, wenn das Kraut gelb wird, kann man die Kartoffeln ernten. Der Ertrag ist zwar geringer als beim herkömmlichen Anbau, jedoch benötigt man bei der beschriebenen Methode nur wenig Anbaufläche.

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Bildnachweis: Dreadlock / stock.adobe.com

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