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Heuschnupfen: Vorsicht vor Nasenspray

Lesezeit: 2 Minuten Heuschnupfen oder wissenschaftlich Pollinosis betrifft viele von uns im Frühjahr. Der Griff zum Nasenspray ist verführerisch, verspricht er doch schnelle Linderung der Symptome. Aber Vorsicht. Was Sie wissen sollten: bestimmte Wirkstoffe und Konservierungsmittel schädigen die Nasenschleimhaut und verschlimmern so langfristig die Probleme. Es gibt Alternativen.

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Heuschnupfen: Vorsicht vor Nasenspray

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Wie abschwellende Nasensprays wirken

Haben Sie abschwellende Nasensprays verordnet bekommen? Diese enthalten meist ähnliche Wirkstoffe wie Oxymetazolin, Xylometazolin, Naphazolin oder Tetryzolin. Sie verringern die Durchblutung der Nasenschleimhaut. Diese bekommt dadurch weniger Flüssigkeit und schwillt ab.

Die verstopfte Nase geht auf und Sie bekommen wieder Luft. Wunderbar, werden Sie denken. Diese Sofortwirkung ist auch toll und bei Flugreisen oder vor einem extrem wichtigen Meeting unbedingt zu empfehlen. Problematisch wird es bei häufigem oder gar Dauergebrauch. Hiervon ist dringend abzuraten.

Die Probleme bei Dauergebrauch

Bereits die offizielle Anwendungsempfehlung macht es deutlich. Abschwellende Nasensprays sind keineswegs harmlos und nicht für den Dauergebrauch gedacht. Maximal zwei bis dreimal täglich und längstens eine Woche sollen sie eingesetzt werden. Wie für viele schulmedizinische Mittel gilt auch in diesem Fall: Es sind Notfallmittel für eine Akutsituation. Auf Dauer verwendet, gewöhnt sich der Körper daran und es gibt beim Absetzen Entzugserscheinungen, mit der Folge, dass die Schleimhaut nun erst recht anschwillt.

So geraten Sie schnell in einen Teufelskreis. Am Ende steht eine völlig funktionsunfähige Nasenschleimhaut mit geschädigter Durchblutung. Ihr Heilpraktiker oder williger Arzt steht dann vor großen Problemen: zunächst den Drogenentzug und dann die Wiederherstellung der Funktion zu bewerkstelligen, erweist sich oft als extrem schwierig.

Fazit: Kurzfristig, wenn unvermeidlich, sind solche Sprays erlaubt, ansonsten Finger weg. Ach ja und für Kinder bitte außer beim Fliegen überhaupt nicht. Es gibt Alternativen.

Die Alternative: Nasensprays mit isotonischer Salzlösung

Es gibt eine Reihe von Salzwassernasensprays im Handel. Sie bringen die Nase zum Laufen. Auch dadurch wird diese wieder frei. Ideal sind Sprays, die Meerwasser enthalten. Dieses ist gereinigt und so verdünnt, dass Ihre Nase nicht über Gebühr gereizt wird. Da Meerwasser ein Mineralgemisch enthält, sind diese Sprays reinen Natriumchloridpräparaten vorzuziehen.

Zur Kochsalzwirkung informieren Sie sich über das Schüssler Salz Nummer acht Natrium chloratum, das innerlich eingesetzt werden kann. Auch andere Schüssler Salze wirken bei Heuschnupfen gut.

Wichtig: Nasensprays sollten auf keinen Fall Konservierungsmittel enthalten. Das gängige Benzalkoniumchlorid schädigt die Nasenschleimhaut. Übrigens zum besseren Luftholen in der Nacht stellte meine Großmutter immer eine aufgeschnittene Zwiebel ans Bett. Wirkt Wunder.

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