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Das können Sie bei einer Nasenspray-Abhängigkeit machen

Lesezeit: 2 Minuten Sind Sie süchtig nach Nasenspray oder Nasentropfen? Vom sogenannten Arzneimittelschnupfen sind in Deutschland sehr viele Menschen betroffen. Was Sie gegen die Abhängigkeit tun können, lesen Sie in diesem Artikel.

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Das können Sie bei einer Nasenspray-Abhängigkeit machen

Das können Sie bei einer Nasenspray-Abhängigkeit machen

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Nasensprays sind einfach anzuwenden und schnell in der Wirkung. Zwei Sprühstöße und schon kann man trotz Schnupfen wieder frei durchatmen. Wer Nasensprays jedoch zu häufig anwendet, der kann süchtig danach werden.

Die Nasensprays oder –tropfen wirken abschwellend, indem Sie die Gefäße verengen und somit die Durchblutung vermindern. An Schnupfen erkrankte können wieder frei durchatmen.

Wird das Mittel nun über einen längeren Zeitraum regelmäßig angewendet, reicht die Dosierung irgendwann nicht mehr aus. Das Mittel muss häufiger angewendet werden, um die Befreiung der Nase zu erreichen. Außerdem kommt es zu einer Art Umkehreffekt. Sobald die Wirkung des Nasensprays nachlässt, werden die Nasenschleimhäute verstärkt durchblutet und schwellen stärker an. Die Betroffenen haben das Gefühl einer verstopften Nase, allerdings ohne einen Schnupfen zu haben.

Dieser Kreislauf endet nicht selten damit, dass die Nasenschleimhäute stark angegriffen sind und die Betroffenen nichts mehr riechen können.

Einnahmehinweise

  • Höchstens 3mal pro Tag
  • Nicht länger 5 Tage

Was Sie gegen die Nasenspray-Abhängigkeit tun können.

Eine Entwöhnung dauert etwa 1 bis 2 Wochen. Die Nasenschleimhäute können sich dann wieder regenerieren. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn die Nasentropfen über einen kürzeren Zeitraum angewendet wurden. Nach jahrelangem Missbrauch können die Nasenschleimhäute dauerhaft geschädigt bleiben.

Die Ein-Loch Methode

Es ist sehr unangenehm, wenn man durch die Nase nicht richtig Luft bekommt. Daher können Sie zunächst das Nasenspray weiter verwenden. Sprühen Sie das Mittel jedoch ab sofort immer nur in ein Loch. So wird – je nach Wahl – das rechte oder das linke Nasenloch frei und Sie bekommen ausreichend Luft. Sobald sich die Schleimhäute der Seite erholt haben, welche Sie nicht mit Nasenspray behandelt haben, können Sie die Anwendung komplett weglassen.

Verringerung der Dosierung

Alternativ können Sie weiterhin beide Nasenlöcher behandeln. Bei dieser Methode wird die Dosierung des Nasensprays heruntergesetzt, indem Sie das Spray immer weiter mit Kochsalzlösung (Apotheke) verdünnen, bis sie schließlich nur noch reine Kochsalzlösung verwenden und diese dann letztendlich absetzen.

Während der Phase der Umgewöhnung können Sie zusätzlich Meerwassersprays benutzen, um die Nasenschleimhäute feucht zu halten.

Eine zweite Möglichkeit die Dosierung zu verringern, besteht darin, zunächst auf ein Nasenspray für Kinder zu wechseln und dieses abwechselnd mit Meerwassernasenspray zu benutzen. Die Häufigkeit der Anwendung des Meerwassernasensprays wird solange erhöht, bis Sie schließlich ausschließlich damit zurechtkommen.

Bildnachweis: Alliance / stock.adobe.com

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