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Atemwegsinfekt ohne Antibiotika behandeln3 min read

Reading Time: 3 minutes Ein Atemwegsinfekt wird je nach Infektionsort individuell behandelt. Nur in besonderen Fällen ist es notwendig, ein Antibiotikum einzusetzen. Wie sieht die Behandlung ohne Antibiotika aus? Wie können Sie Ihren Atemwegsinfekt selbst behandeln? Mit welchen einfachen Maßnahmen können Sie Atemwegsinfekten vorbeugen?

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Atemwegsinfekt ohne Antibiotika behandeln

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Die meisten Atemwegsinfekte werden durch Viren ausgelöst

Bei einer reinen Virusinfektion ist die Behandlung mit Antibiotika sinnlos, denn ein Antibiotikum wirkt nur gegen Bakterien, aber nicht gegen Viren. Ist jedoch zum viralen Atemwegsinfekt eine bakterielle Zweitinfektion hinzugekommen, macht die Antibiotikabehandlung auch Sinn. Doch in vielen Fällen ist es auch bei einem bakteriellen Atemwegsinfekt nicht notwendig, ein Antibiotikum zu verabreichen. Welche Alternativen gibt es?

Die Nase ist meist die erste „Anlaufstelle“ für Viren und Bakterien

Wenn Sie an einem Atemwegsinfekt leiden, ist in den meisten Fällen auch die Nase davon betroffen. Etwa 20000 Liter Luft durchströmen täglich Ihre Nase. In dieser Luft befinden sich natürlich eine Menge Schadstoffe, die Ihre Nase täglich herausfiltern muss. Ihre Nase leistet damit für Sie Schwerstarbeit. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Nase immer gut in „Schuss“ halten, damit sie ihre Aufgaben erfüllen kann. Mit folgenden Maßnahmen können Sie Ihre Nase bei ihrer schweren Arbeit unterstützen.

  • Machen Sie in Erkältungszeiten täglich Nasenspülungen. Die Spülungen helfen Ihrer Nase, Schadstoffe, Bakterien und Viren aus Ihrer Nase auszuspülen.
  • Behandeln Sie Ihre trockene Nase mit Nasensprays, Nasentropfen oder Nasensalben, die Meersalz, Emser Salz, Sesamöl oder andere befeuchtende Substanzen enthalten. Ihre Nase kann dadurch Ihre Abwehrfunktion besser erfüllen und wunden Stellen und Borkenbildung in der Nase wird vorgebeugt.
  • Wenn Sie Schnupfen haben, sollten Sie abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays nur etwa 1 bis 2 Wochen lang anwenden, da bei längerer Anwendung Ihre Nasenschleimhaut geschädigt werden könnte.
  • Senföle – sie sind zum Beispiel in der Kapuzinerkresse und im Meerrettich enthalten – wirken wie ein natürliches Antibiotikum im gesamten Atemwegsbereich. Es gibt Naturarzneimittel, die Wirkstoffe aus diesen beiden Pflanzen enthalten und mit Erfolg gegen Bakterien und Viren eingesetzt werden.

Im Hals setzen sich Viren und Bakterien als nächstes fest

Ist Ihre Nase verstopft, atmen Sie vermehrt durch den Mund. Ihr Mund trocknet aus und in Ihrem Hals beginnt es zu kratzen und zu schmerzen. Es kann zu Entzündungen im Rachen, zur Mandelentzündung oder auch zur Kehlkopfentzündung kommen. Lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen. Beugen Sie rechtzeitig mit diesen Maßnahmen vor.

  • Sorgen Sie für gut gelüftete Schlafräume.
  • Trinken Sie ausreichend.
  • Halten Sie Ihre Nase frei.
  • Gurgeln Sie rechtzeitig mit Salbeitee oder Gurgellösungen.
  • Lutschen Sie Halsbonbons, damit Ihr Mund und Ihr Rachen immer gut befeuchtet werden.

Wenn Sie bereits Halsschmerzen haben, gibt es eine Vielzahl von Medikamenten, die speziell im Mund- und Rachenraum wirken. Ob Sie nun lieber Halstabletten lutschen, gurgeln oder Halssprays anwenden, bleibt Ihnen überlassen. Es gibt Rachentherapeutika, die bereits bei den ersten leichten Halsbeschwerden eingesetzt werden können.

Dazu zählen Lutschpastillen mit Isländisch Moos, Emsersalz oder Süßholzwurzel. Sie können verhindern, dass sich Ihre Halsbeschwerden verschlimmern. Auch Tabletten und Lösungen mit homöopathischen Bestandteilen können Ihnen gegen Ihre Halsbeschwerden helfen. Je früher sie eingesetzt werden, desto hilfreicher können sie sein.

Oft bleiben die Bronchien vom Atemwegsinfekt nicht verschont

Haben Sie eine Erkältung mit quälendem Husten? Dann hat sich Ihr Atemwegsinfekt auf die Bronchien ausgeweitet. Ihre Bronchitis wurde zwar primär von Viren ausgelöst, doch in vielen Fällen kommt eine bakterielle Infektion dazu. Damit es nicht zu einer Lungenentzündung kommt, sollten Sie rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen:

  • Wenn Ihre Schleimhäute trocken sind, kann Ihr Immunsystem die Krankheitserreger nicht mehr richtig abwehren. Sorgen Sie deshalb immer für genügend Feuchtigkeit in Ihrem Körper und in Ihrer Umgebung!
  • Nehmen Sie rechtzeitig Medikamente gegen Ihren Husten ein. Wenn Ihre Beschwerden mit einem trockenen Husten beginnen, können Hustenstiller, wenn sie sehr frühzeitig eingenommen werden, noch verhindern, dass sich Ihr Husten verschlimmert.
  • Wenn Sie stark verschleimt sind, helfen Ihnen Hustenlöser, wie zum Beispiel Efeublätter, Thymiankraut, Cineol (Wirkstoff aus dem Eukalyptusöl), Ambroxol und Acetylcystein.
  • Extrakte aus der Pelargonium Wurzel wirken gegen die Viren und Bakterien in Ihren Atemwegen und unterstützen Ihr Immunsystem.

Gegen Atemwegsinfekte gibt es eine Reihe von homöopathischen und pflanzlichen Arzneimitteln, die mit gutem Erfolg eingesetzt werden können.

Bildnachweis: nenetus / stock.adobe.com

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