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App-zocke droht: Mit diesen Tipps enttarnen Sie bösartige Mobile-Apps

Lesezeit: 3 Minuten Eine "App-solut" sichere Nutzung von Anwendungen auf Ihren Mobilgeräten wird es niemals geben. Denn welche Apps nur nützlich und harmlos oder aber doch schädlich sind, lässt sich selten auf den ersten Blick erkennen. Damit Sie Ihr persönliches Risiko minimieren, haben die Mobilfunkexperten von congstar folgende hilfreiche Tipps für Ihr ungetrübtes App-Vergnügen zusammengestellt.

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App-zocke droht: Mit diesen Tipps enttarnen Sie bösartige Mobile-Apps

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"App" ist die Kurzform von "Application" und steht für jede Form von Anwendungsprogrammen bzw. Software, die vor allem für Smartphones und Tablet-PCs programmiert wurden. Mittlerweile finden Apps aber auch Anwendung auf vielen Windows-PCs und Apple-Computern.

Zu den Apps zählen sowohl vorinstallierte Anwendungen wie Kalender und Spiele, als auch solche, die von unabhängigen Programmierern entwickelt wurden und mit denen Sie Ihr Smartphone individuell ausrüsten können. Diese werden in App-Portalen kostenlos oder kostenpflichtig zum Download angeboten.

Nutzer sollten wissen, dass jeder Programmierer hier Apps anmelden kann – genau dies macht das Angebot so spannend und vielfältig – und dass jedes Portal individuelle Kontrollen hat, die eine App durchlaufen muss, bevor sie zum Download angeboten wird. Die Kontrollen seitens der Portale sind unterschiedlich streng und das Installations- und Nutzungsrisiko liegt beim User. Um Ihr Risiko weitgehend zu reduzieren, empfehlen die Kommunikationsexperten von congstar, die folgenden Punkte zu beachten:

1. Wer bietet die App an?

"Kostenlos für den Nutzer" heißt meistens "nützlich für den Anbieter": Wer etwas kostenlos zur Verfügung stellt, verfolgt bestimmte Interessen. Sich zu fragen, welchen Interessen das kostenlose Angebot dient, sollte daher der erste Prüfungsschritt vor dem Download sein. Mögliche Interessen können harmlos bis schädlich sein und reichen von Werbezwecken/Bekanntmachung bis hin zum Ausspionieren von Daten oder dem Einschleusen von Schädlingen.

Darüber hinaus bietet sich vor dem Download von kostenlosen und kostenpflichtigen Apps eine kurze Recherche an: Gilt der Anbieter/die App im Web als seriös? Schließlich sind Viren oder Schadsoftware, die Zugriff auf Daten und Kontakte des unwissenden Eigentümers haben, keine Seltenheit.

2. Worauf greift die App zu?

Dass eine Navigationssoftware Zugriff auf Informationen zum aktuellen Standort benötigt oder eine News-App Zugriff auf das Internet, ist selbstverständlich. Gerade von dieser praktischen Verbindung möchte man ja auch profitieren. Manche Apps verschaffen sich aber auch Zugriff zu Informationen, die sie nicht unbedingt benötigen – teils offen und mit expliziter Erlaubnis der User, teils gut versteckt in umfassenden Nutzungsbedingungen oder gar heimlich ohne Kenntnis der Nutzer.

Daher ist man gut beraten, vor jedem Download herauszufinden worauf die App genau zugreift, ob bestimmte Zugriffe auch ausgeschaltet werden können und ob durch die Anwendung (versteckte) Kosten entstehen.

3. Sind die Bezahl-Funktionen von Apps sicher?

Geht es ums Bezahlen via App, sind die meisten Smartphone-User vorsichtig: In "Deutschlands größtem Sicherheits-Check fürs Smartphone" der von der Fachzeitschrift connect initiiert wurde, gaben zwei Drittel der Teilnehmer an, dass sie auf die Nutzung solcher Dienste verzichten, weil sie diese für riskant halten. Wie sicher solche Anwendungen tatsächlich sind, lässt sich nicht pauschal beantworten – es besteht ein gewisses Risiko, sensible Daten an Unbefugte zu übermitteln.

Befolgen Sie zumindest alle Sicherheitsvorkehrungen, die der jeweilige Payment-Betreiber anbietet und informieren sich zu den anbieterspezifischen Sicherheitsempfehlungen.

4. Wie viele Ressourcen benötigt die App?

Ein weiterer Tipp fürs App-Vergnügen: Der Akku des Smartphones hält länger, wenn Apps nicht ständig laufen und Daten aktualisieren. Auch der interne Speicher wird effizienter genutzt, wenn nicht jede App Gesprächschroniken, Bilder und Videos speichert. Wenn Sie z. B. ein Game durchgespielt haben und nicht mehr nutzen, sollten Sie es deinstallieren, insbesondere dann, wenn es Werbebanner einblendet, die ja auch Traffic verursachen und Rechenzeit kosten.

5. App Empfehlung: Lookout – Antivirus & Sicherheit

Die Sicherheits-App "Lookout" schützt nicht nur vor aktuellen Viren und Trojanern: Der App-Manager informiert zudem darüber, welche Apps Zugriff auf persönliche Informationen haben. Hilfreich ist die App auch bei Diebstahl oder Verlust, da sie über den Internetbrowser den Standort des Smartphones lokalisiert. Ist es nur verlegt, sorgt ein Sirenen-Ton dafür, dass es schnell wieder gefunden wird. Die kostenlose Basisversion ist sowohl für Android als auch für iOS erhältlich.

Die Gratis-Version der App kann man nach Registrierung einfach bei Lookout downloaden, zudem ist Lookout auch auf den Mobilgeräten mancher Netzbetreiber vorinstalliert.

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