Stress

Neurodermitis: Wenn Stress zum großen Jucken führt

Neurodermitis: Wenn Stress zum großen Jucken führt
geschrieben von Jutta Baur

Wer unter Neurodermitis leidet, kennt ihre Qualen. Entzündete, juckende Hautstellen, die den Betroffenen zur Verzweiflung bringen. Noch ist nicht völlig geklärt, welche Ursachen bei einer Neurodermitis zusammenspielen. Dass Stress die Symptome verstärkt, haben mittlerweile Studien erwiesen. Lesen Sie hier, was dies für den Erkrankten bedeutet und was Sie als Betroffener dagegen tun können.

Bei Anna S. begann es nach der Trennung von ihrem Mann. Rechtsanwaltstermine und Schriftwechsel setzten der Frau dermaßen zu, dass sich nach kurzer Zeit juckende, gerötete Stellen zwischen den Fingern bildeten. Für den Hautarzt war recht schnell klar, dass es sich dabei um eine Neurodermitis handelte. Anna S. war bestürzt. Hatte sie doch nie vorher mit dieser Hauterkrankung zu tun gehabt.

Wird Neurodermitis von Stress verursacht?

Sicher ist bisher, dass das Verlaufsbild einer Neurodermitis von psychischem Stress negativ beeinflusst wird. Das haben auch neuere Studien, beispielsweise von Prof. Gerhard Schmitt-Ott an der Medizinischen Hochschule Hannover, ergeben. Er setzte Probanden unter Stress. Bereits nach zehn Minuten zeigten sich Hautveränderungen. Das heißt nun nicht, dass Patienten mit einer Neurodermitis besonders stressanfällig wären. Nur die Belastungen spiegeln sich auf der Haut der Betroffenen einfach deutlich mehr wider. Die Symptomatik wird stärker.

Neurodermitis ist ein komplexer Vorgang

Grundsätzlich ist Neurodermitis ein sehr komplexer Vorgang im Körper. Man vermutet genetische Affinitäten, allergische Prozesse, Stoffwechselstörungen und eben auch Stress als Teil der Ursachen-Gruppe. Nicht alle treffen bei allen zu. Aber besonders Stress und allergische Prozesse verschlimmern anscheinend allgemein die Krankheitszeichen.

Was tun bei Neurodermitis?

Neben den allseits bekannten Mitteln wie Kortison und stark fettenden Cremes gibt es sicher um die hundert, teilweise durchaus seltsame Hilfen. Sie reichen von Hühnerfett bis zu Colostrum, von Silberkleidung bis Darmspülung. Allein diese Liste zeigt die große Not der Betroffenen.

Zusätzlich zu allen Therapieformen sollte der Patient aktiv an seinem Stressverhalten arbeiten. Sei es durch Entspannungstechniken wie PMS, Autogenes Tranig, Meditation oder Qui Gong. Oder durch eine Therapie, die die Stressursachen verarbeitet und gegebenenfalls auch Strategien aufzeigt, wie man besser mit der Neurodermitis umgehen kann.

Bildnachweis: miamariam / stock.adobe.com

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Jutta Baur