Gesundheit Praxistipps

Neurodermitis erkennen, behandeln und vorbeugen

Lesezeit: 2 Minuten Neurodermitis ist eine weit verbreitete Hauterkrankung. Die Neurodermitis wird von Ärzten auch als Dermatitis, atopische Dermatitis, endogene Dermatitis oder atopisches Ekzem bezeichnet. Im Volksmund verwendet man noch immer die Bezeichnung Milchschorf, wenn die Neurodermitis bei Säuglingen und Kleinkindern auftritt. Die Neurodermitis kann erfolgreich behandelt werden, Einreibemittel mit Johanniskraut erzielen gute Behandlungserfolge.

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Neurodermitis erkennen, behandeln und vorbeugen

Neurodermitis erkennen, behandeln und vorbeugen

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Über drei Millionen Menschen leiden in Deutschland an Neurodermitis und die Anzahl der Betroffenen wird weiter steigen. Schon Säuglinge und Kleinkinder können an Neurodermitis erkranken, auf den Wangen der betroffenen Kinder bilden sich nässende Ekzeme, die auch als Milchschorf bezeichnet werden. Im Erwachsenenalter treten diese Ekzeme verstärkt an Armen und Beinen auf, allerdings kann das Krankheitsbild von Patient zu Patient schwanken. Wie aber entsteht die Neurodermitis?

Auslöser für eine Neurodermitis ist eine Veränderung der Haut

Die Abwehrzellen des körpereigenen Immunsystems sind bei der Neurodermitis überaktiv, sie schütten so genannte Botenstoffe aus, dies sind zum Beispiel Histamin und Zytokine. Die Ausschüttung der Botenstoffe setzt eine Entzündungsreaktion in Gang. Diese Hautentzündung äußert sich in Austrocknen der Haut und wunden rauen Stellen, außerdem treten Rötungen, starker Juckreiz und kleine Knötchen auf. Der Fettsäureschutzmantel der Haut bricht nun zusammen und die Haut wird immer empfindlicher. Ein Kreislauf ist nun in Gang gesetzt worden, aus dem die Betroffenen Neurodermitiker nur schwer wieder heraus finden.

Neurodermitis: Die Barrierefunktion der Haut muss mit Hilfe von Lotionen, Salben und Cremes wieder aufgebaut werden

Auch wenn es mühsam erscheint, der in Gang gesetzte Kreislauf kann nur mit Hilfe von speziellen Lotionen, Salben oder Cremes unterbrochen werden, die regelmäßig angewendet werden müssen. Die Neurodermitis kann nur dadurch bekämpft werden, dass der Säureschutzmantel von außen wieder aufgebaut und dadurch wieder eine normale Hautfunktion hergestellt wird. Auch in beschwerdefreien Zeiten muss die Haut der Betroffenen regelmäßig eingecremt werden, um einen erneuten Ausbruch der Neurodermitis zu verhindern.

Neurodermitis: Aggressive Waschmittel und Seifen sind zu meiden

Die Haut eines Neurodermitikers verträgt keine aggressiven Seifen, die den Säureschutzmantel der Haut zerstören können. Milde Flüssigseifen, die parfüm- und konservierungsmittelfrei und dem PH-Wert der Haut angeglichen sind sollten bei der Neurodermitis benutzt werden. Da die Haut bei der Neurodermitis Erkrankung sehr schnell austrocknet, ist regelmäßiges Baden mit rückfettenden Ölbädern zu empfehlen.

Hautpflegeprodukte mit Johanniskraut haben sich bei Neurodermitis bewährt

Die Universitäts-Hautklinik in Freiburg konnte in einer Studie belegen, dass der Wirkstoff Hyperforin aus dem Johanniskraut die Überreaktionen der Haut bei Neurodermitis bremsen können. Außerdem hemmt Hyperforin das Wachstum bestimmter Bakterien auf der Haut, die immer wieder Entzündungen auslösen können. Die Hautschuppung wird durch eine Intensivpflege mit Johanniskraut bis zu 65 Prozent vermindert und die Hautfeuchtigkeit nimmt deutlich zu.

Schwerste Neurodermitis muss mit Medikamenten behandelt werden

Bringt die Behandlung von außen bei einer schweren Neurodermitis nicht den gewünschten Erfolg, muss eine Behandlung mit Tabletten (zum Beispiel Cortison) oder Infusionen durchgeführt werden. Wenn ein akuter Neurodermitis Schub eingesetzt hat, sollte der Patient immer einen Arzt konsultieren.

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