Körper & Seele

Ayurveda – was bedeuten die sechs Geschmacksrichtungen für Sie?

Ayurveda - was bedeuten die sechs Geschmacksrichtungen für Sie?
geschrieben von Danila Eiselt

„Wer richtig isst, braucht keine Medizin, wer falsch isst, dem nützt keine Medizin“ (ayurvedisches Sprichwort). Nach der ayurvedischen Lehre ist es von großer Bedeutung, zu jeder Mahlzeit alle sechs Geschmacksrichtungen zu sich zu nehmen. Wie diese wirken und welche Lebensmittel wo eingeordnet werden, erfahren Sie hier.

Das Einhalten aller sechs Geschmacksrichtungen unterstützt das natürliche Körpergewicht und führt zu einer inneren Balance. Dazu gehören salzig, sauer, süß, scharf, zusammenziehend/herb und bitter. Die Ernährung ist im Ayurveda sehr wichtig, da hiermit das Gleichgewicht der drei Doshas PITTA, VATA und KAPHA gezielt beeinflusst werden kann.

Geschmacksrichtung „Salzig“

Die Kombination aus Feuer und Wasser tritt hier in Kraft. Salzig wirkt feucht, schwer und scharf und dominiert alle anderen Geschmacksrichtungen. Das Salz ist verdauungsfördernd, es verbessert das Aussehen unserer Haut und der Hunger wird eher verstärkt. Es kontrolliert unser VATA. Gut verträgliches Salz sind Meersalze oder Bergsalze.

Geschmacksrichtung „Sauer“

Hier wird Erde und Feuer kombiniert und das Saure wirkt eher leicht, heiß und fettig. Durch Saures wird der Appetit angeregt, mehr Speichel produziert, das Verdauungsfeuer aktiviert und dem Herzen Kraft verliehen. Unser KAPHA und PITTA wird eher verstärkt  und VATA ebenfalls kontrolliert. Zitrone und Jogurt, Käse und Tomaten zählen zur sauren Nahrung.

Geschmacksrichtung „Süß“

Bei den süßen Sachen wird Erde und Wasser kombiniert und es wirkt gesund, kalt und fettig. Es sorgt für eine erhöhte Kalorienaufnahme, es verschönert unser Hautbild und ist beruhigend. Es gibt uns Kraft und eine gute Hautfarbe. Unser KAPHA wird verstärkt. Die empfehlenswerten Süßungsmittel sind Honig und Rohrzucker, Butter, Käse, süße Früchte, Nudeln, Reis, Brot und Milch.

Geschmacksrichtung „Scharf“

Luft und Feuer sind hier kombiniert und scharf wirkt leicht, trocken und scharf. Alle Sinnesorgane werden verschärft und unser PITTA und VATA stark angeregt, sowie unser KAPHA kontrolliert. Zu guten scharfen Lebensmitteln gehören roter Chili, schwarzer Pfeffer und Ingwer, Kreuzkümmel, Zimt und Nelken, Meerrettich, Knoblauch und Zwiebeln.

Geschmacksrichtung „Zusammenziehend/Herb“

Hier werden Luft und Erde kombiniert und es wirkt schwer, kalt und trocken. Herbe Nahrung fördert unsere Verdauung, reinigt unser Blut und verstärkt unser Gefäßsystem. PITTA und KAPHA werden gesenkt und es entstehen eher VATA-Störungen. Der Granatapfel und unreife Bananen sind gute Beispiele für adstringierende Lebensmittel. Ebenfalls dazu gehören Spinat, Erbsen, Linsen, Koriander und Sellerie, Brennnessel und Maismehl.

Geschmacksrichtung „Bitter“

Eine Kombination aus Luft und Ether mit schwerer, kalter und trockener Wirkung stehen für alle bitteren Nahrungsmittel. Bitter wirkt stimulierend, blutreinigend und stärkt das Nervensystem. Es vermindert übermäßiges PITTA und KAPHA und erzeugt eher VATA-Störungen. Hierzu gehört Kaffee, Kurkuma, Zimt und Kardamon, Kümmel und Rhabarber.

Empfehlungen für die drei Doshas

Vata:

  • Gekochtes und leicht Verdauliches bevorzugen
  • Nahrung sollte warm und etwas fettig sein
  • empfohlen wird salzig, sauer und süß als Geschmacksrichtung

Pitta:

  • Nahrung sollte mittelschwer, warm oder kalt sein
  • bittere, süße und herbe Nahrung wird empfohlen

Kapha:

  • frisches Obst und Gemüse ist empfehlenswert
  • Speisen sollten mäßig gegart und warm sein
  • scharf, bitter und herb sollten bevorzugt werden

Weitere Informationen zu Ayurveda finden Sie in

Bildnachweis: marilyn barbone / stock.adobe.com

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