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Ayurvedische Ernährung – was ist das?

Lesezeit: 3 Minuten Ziel der ayurvedischen Ernährung ist es, zu einem inneren Gleichgewicht zu gelangen oder es zu erhalten. Ayurveda ist die älteste überlieferte Heilkunde der Menschheit und bedeutet übersetzt aus dem Sanskrit "das Wissen vom langen Leben".

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Ayurvedische Ernährung – was ist das?

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Ayurveda als Lebenskonzept
Die schriftlich überlieferten ayurvedischen Prinzipien haben ihren Ursprung in Indien und sind rund 3.500 Jahre alt. Ayurveda will nicht nur Krankheiten heilen, sondern versucht eine umfassende Antwort auf die Frage nach dem Ziel des Lebens zu geben und dabei Mensch und Natur in Einklang zu bringen. Im Ayurveda setzt sich alles aus den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum zusammen – auch die Nahrungsmittel. Im menschlichen Körper finden sich diese wieder als die drei Doshas: Vata, Pitta und Kapha.

Tipp: Im Gegensatz zu anderen Ernährungsrichtlinien kennt Ayurveda keine strengen Vorschriften oder Verbote. Ayurveda gibt individuelle Empfehlungen abgestimmt auf die persönliche Situation des Einzelnen.

Doshas und die 5 Elemente
In der Ayurveda-Lehre besteht die Natur aus zwei mit den Sinnen erfahrbaren Ebenen. Die erste Ebene ist die der drei Doshas, die die sogenannte "energetische Ebene" bilden. Die zweite Ebene ist die "materielle Ebene", die aus 5 Elementen besteht (Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde). Mit Element ist nicht nur das Materielle (Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde) gemeint, vielmehr bezeichnet die Wirkung der Elemente die Gesamtwirkung unserer Umwelt, auch der nichtstofflichen, auf den Organismus. Erst das harmonische Zusammenspiel aller dieser Bestandteile sorgt für Ausgeglichenheit und Gesundheit durch starke Abwehrkraft.

3 Kräfte regieren den menschlichen Körper
Feuer und Wasser bilden Pitta, Raum und Luft bilden Vata und die Mischung aus Erde und Wasser bildet Kapha. Folgende "Doshas" (Lebensenergien) beeinflussen den menschlichen Körper und spielen in der ayurvedischen Gesundheits- und Ernährungslehre eine zentrale Rolle:

Vata
Steuert Bewegung, Kreislauf und Verdauung, es ist dem Element Luft zugeordnet. Vata-Typen sind geistig rege, schlank und zierlich, dabei eher unruhig und leiden leicht unter Schlafstörungen. Tipp: Sie benötigen sehr regelmäßige, warme Mahlzeiten und Getränke und sollten blähende und zu stark gewürzte Gerichte meiden.

Pitta
Das Stoffwechselprinzip besteht aus den Elementen Feuer und Wasser. Es gibt dem Körper Wärme und Nahrung. Pitta-Typen sind eher hellhäutig, sensibel und ehrgeizig, neigen zu Hautkrankheiten. Tipp: Sie sollten vorsichtig mit Kaffee und Alkohol sein und scharfe wie ölige Nahrungsmittel meiden. Sie vertragen süß, bitter und herb besonders gut.

Kapha
Strukturprinzip. Zu ihm gehören die Gutmütigen mit eher kräftiger Statur. Wasser und Erde sind ihre Elemente. Sie lieben scharfe Gewürze und essen gerne, haben aber eine träge Verdauung und bewegen sich nicht immer gerne. Tipp: Sie sollten alle fetten, gebratenen und schweren Nahrungsmittel sowie Süßspeisen und Milchprodukte meiden.

Die richtige Ernährung beeinflusst die Lebensenergie
Auf der Basis dieser drei Grundtypen und ihrer Mischformen erklärt es sich, warum zwei Menschen auf gleiche Nahrungsmittel manchmal völlig verschieden reagieren. Ein gesunder Mensch spürt genau, welche Nahrungsmittel ihm bekommen und welche nicht. Alles, was er gern isst, braucht sein Organismus, um gesund zu bleiben. Nach der ayurvedischen Ernährungsphilosophie bedeutet das: Richtige Ernährung ist wie Medizin. Und die drei Doshas werden positiv oder negativ beeinflusst.

Grundprinzipien im Ayurveda
Die grundlegenden Prinzipien sind auch in den meisten Küchen der Welt wieder zu finden. Nach Ayurveda sollten Sie folgende Tipps berücksichtigen:

  • Die Nahrung vorwiegend warm, schonend und frisch zubereiten.
  • Vermeiden Sie eiskalte Getränke, nach Ayurveda schwächen diese die Verdauungskraft.
  • Trinken Sie heißes Wasser zu den Mahlzeiten.
  • Nehmen Sie mittags die Hauptmahlzeit, abends leichte Kost zu sich.

Eine ayurvedische Mahlzeit enthält idealerweise alle sechs Geschmacksrichtungen. Von süß bis sauer, salzig, scharf, bitter und zusammenziehend – das schafft einen Ausgleich zwischen allen fünf Elementen. Tipps: Mit Ausnahme frischer Kräuter werden die vielfältigen Gewürze, insbesondere Muskat, Safran, Kardamom und Zimt immer von Anfang an mitgekocht.

In der ayurvedischen Küche verzichtet man auf Knoblauch und Zwiebeln, da nach ayurvedischer Auffassung durch den starken Geruch der Geschmackssinn beeinträchtigt wird und so der Geist abstumpft. In der ayurvedischen Medizin dagegen kommt Knoblauch zur Senkung von Bluthochdruck und bei Verdauungsbeschwerden zum Einsatz.

Nach der Mittagsmahlzeit trinkt man Lassi, ein salziges oder süßes Joghurtgetränk. In den Sommermonaten ist es besonders erfrischend und nahrhaft. Lassi beruhigt den Magen, reinigt, stärkt die Darmflora und normalisiert alle Körperkräfte.

Lassi-Rezept
Nehmen Sie frischen und milden Jogurt und verdünnen Sie ihn auf das Zwei- bis Dreifache mit Wasser. Anschließend schlagen Sie das Ganze so lange mit einem Schneebesen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Trinken Sie ihn pur oder gewürzt mit Salz, Kreuzkümmel und Koriander. Süß wird er mit etwas Honig oder braunem Zucker und ein paar Tropfen Rosenwasser. Servieren Sie Lassi nicht zu kalt.

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