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Stressfolgen: Dauerhafter Bürostress macht körperlich krank

Lesezeit: 2 Minuten Stress gehört einfach mit dazu. Unsere Arbeitswelt ist leistungsorientiert und hohe Arbeitsbelastungen, Arbeitsplatzunsicherheit sind nur zwei Aspekte, die Stress verursachen. Stress verursacht aber nicht nur psychische Belastungen sondern belastet vor allem auch unseren Körper.

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Stressfolgen: Dauerhafter Bürostress macht körperlich krank

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In der Regel hält Stress nur kurze Zeit an. Wenn danach wieder Ruhe einkehrt, schadet er nicht. Im Gegenteil er hilft uns evtl. sogar zu lernen und in unserer Arbeit besser zu werden. Gefährlich wird es allerdings, wenn daraus ein dauerhafter Stress wird.

Bei der Betrachtung der Stressfolgen, wird leicht übersehen, dass Stress zwar meist durch psychische Faktoren entsteht, aber insbesondere Dauerstress in der Folge vor allem körperliche Fehlbelastungen nach sich zieht.

Stress belastet den Körper stärker als die Psyche.
Der Grund warum Stress den Körper so stark belastet liegt in der Evolution, könnte man sagen. Unsere Vorfahren, z. B. in der Steinzeit, waren vielen Bedrohungen ausgesetzt, die wir heute nicht mehr kennen. Dazu gehörten u. a. wilde Tiere, feindliche Artgenossen, Unwetter usw.

Bei der Konfrontation mit wilden Tieren, z. B. Bären, war es wichtig, schnell alle Energie zur Flucht oder zum Kampf zur Verfügung zu haben. Deshalb reagiert der Körper auch heute noch mit einer extremen Mobilisierungsreaktion auf Stress. Es werden Stresshormone z. B. Adrenalin ausgeschüttet, bestimmte Muskelgruppen spannen sich an, der Blick verengt sich und alle für den Moment unwichtigen Funktionen wie Verdauungs-, Fortpflanzungsfunktionen oder das Immunsystem abgeschaltet. Wir sollen erstmal überleben. Erst danach ist das andere wieder wichtig. Erst nach dem Stress schaltet der Körper wieder auf "normal“ zurück.

Stressreaktionen am Arbeitsplatz
Für uns verursachen diese geerbten Reaktionsmuster heute häufig Probleme, weil die Gefahren unseres Alltags anders aussehen. Kulturell haben wir uns schneller weiterentwickelt als körperlich.

In vielen Stresssituationen schaltet der Körper heute immer noch in den Flucht-Kampf-Modus, obwohl körperliche Gewalt oder Flucht uns heute in der Regel nicht weiterhelfen.

Heute benötigen wir meist eine wache, gelassene Form von Aktivität, die uns hilft kreativ Probleme zu lösen, einfühlsam zu kommunizieren, einen klaren Kopf zu behalten und weitsichtig zu handeln. Heute geht es darum, Projekte und Aufgaben zu planen und zu erledigen, Konfliktgespräche zu führen, Kunden zu überzeugen, Unsicherheit zu ertragen und trotzdem die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Für all diese Anforderungen ist die Flucht-Kampf-Fokussierung durch Stress hinderlich, weil dadurch eben genau diese Fähigkeiten blockiert werden. Man kann das ganz in zugespitzter Form am sogenannten "Black-Out“ Phänomen beobachten.

Stressfolgen bei Dauerstress
Die körperlichen Stressreaktionsmuster machen deutlich, dass Stress nicht nur ein psychisches Problem ist, sondern den Körper stark belastet und seine Regenerationsfähigkeit bei Dauerstress stark einschränkt.

Dauerhafte Ausschüttung von Stresshormonen, Muskelanspannung, „Abschalten“ von Verdauungs- und Fortpflanzungsfunktionen und Unterdrückung des Immunsystem sind Gründe für die Belastungen.

Kurzfristige körperliche Stressfolgen

Unser Körper gibt uns Signale, wenn wir uns zu stark belastet sind:

  • Müdigkeit
  • übermäßiger oder geringer Appetit
  • wenig Lust auf Sex
  • Muskel-Skelett Erkrankungen
  • Allergien
  • Schlafstörungen.

 

Langfristige körperliche Stressfolgen
Können wir den Stress nicht reduzieren, um uns zu erholen, kann chronischer Stress eine Reihe von Krankheiten auslösen:

  • Kopfschmerzen
  • Tinitus, Gehörsturz
  • Herz/Kreislauf-Erkrankungen
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Allergien, Hautausschlag
  • Sodbrennen
  • Magenschmerzen
  • häufige Blähungen
  • häufiger Harndrang
  • Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Allergien, Hautausschlag
  • u. a.

Besonders am Arbeitsplatz kann es unter Stress durch Unachtsamkeit zu erhöhten Unfallzahlen kommen.

Aus diesen Gründen gewinnt Stressprävention eine immer größere Bedeutung für Unternehmen. Es ist klar ersichtlich, dass Stress nicht nur die Ursache für psychische und Verhaltensstörungen ist. Viele Diagnosen, die körperliche Beschwerden beschreiben gehen letztendlich auch auf Stress zurück. Daher ist die Prävention von negativem und zu starkem Stress ein wesentliches Mittel, um Fehlzeiten zu reduzieren.

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