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Psychische Belastung am Arbeitsplatz: Was sind die Krankmacher?

Lesezeit: 2 Minuten Krankmacher bei der Arbeit verursachen hohe Kosten für die Gesamtwirtschaft! Es ist mittlerweile anerkannt, dass psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz im Vormarsch sind. In den letzten Jahren haben sich die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsumfeld drastisch verändert. Wie Sie die Krankmacher in Ihren Unternehmen aufdecken, erfahren Sie hier.

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Psychische Belastung am Arbeitsplatz: Was sind die Krankmacher?

Psychische Belastung am Arbeitsplatz: Was sind die Krankmacher?

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Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstitut der Donauuniversität Krems befasste sich mit dem Thema  „Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen“ und führte zu interessanten Ergebnissen. Der Schaden für die Gesamtwirtschaft und damit für die einzelnen Unternehmen ist enorm.

Während Arbeitnehmer ohne nennenswerte arbeitsbedingte Belastungen durchschnittlich nur 0,8 Tage krankheitsbedingt ausfallen, sind es schon 3,3 Ausfalltage aufgrund psychischer Belastung am Arbeitsplatz. Kommen noch körperliche Belastungen dazu, so steigen die Ausfalltage auf 6 an. Bereits 32 Prozent aller Neuzugänge krankheitsbedingter Pensionen erfolgen aufgrund psychischer Belastungen.

Aufgrund des enormen Anstieges der arbeitsbedingten psychischen Belastungen belaufen sich die gesamtwirtschaftlichen Kosten allein in Österreich auf rund 3,3 Milliarden Euro. Dieser Umstand lässt sich aber auch auf andere europäische Länder wie Deutschland übertragen. Hier sind die Kosten aufgrund der höheren Anzahl von Arbeitnehmern entsprechend um ein Vielfaches höher.

Wenn Sie krankmachende psychische Belastungen in Ihrem Unternehmen vermeiden wollen, so müssen Sie die Ursachen kennen. Wie bei einer Gefährdungsbeurteilung, werden zuerst die Quellen der Risiken und Gefährdungen ermittelt. Danach können Sie Maßnahmen zur Vermeidung dieser Gefahren ein Ihrem Unternehmen einleiten.

Die wichtigsten psychischen Belastungen am Arbeitsplatz hier für Sie aufgelistet:

  • Körperliche Belastungen
    führen oft zu psychischen Belastungen. Und umgekehrt. Wenn jemand psychischen Belastungen ausgesetzt ist, führt das zu gesundheitlichen Problemen wie Stress, Depressionen, Angstzustände, Kopfschmerzen, Übermüdung, Infektionskrankheiten und Herz-Kreislauferkrankungen.
  • Steigendes Arbeitsausmaß
    sowie steigendes Alter und Schichtarbeit lassen die Belastungen der Arbeitswelt subjektiv stärker empfinden. Dieser Umstand führt nicht selten zu einer tatsächlichen Verschlechterung der Gesundheit.
  • Migranten und Migrantinnen
    Menschen die zugewandert sind haben eine höheres Risiko, gesundheitlich belastet zu sein, als Einheimische. Hier fehlt es oft an gesellschaftlicher Integration sowie Arbeitsmarkt- spezifischen Kenntnissen. Außerdem gibt es sehr oft eine Sprachbarriere. Angstzustände und Depressionen sind die häufigsten Symptome.
  • Arbeitslose
    Wenn jemand keine Arbeit hat, so hat man ein höheres Risiko zu erkranken. Das hat nichts mit dem Alter, Geschlecht oder Herkunft zu tun. Die häufigsten Merkmale sind ebenfalls Angstzustände und Depressionen. Hier gibt es auch eine verhängnisvolle Wechselwirkung: Einerseits wirkt sich Arbeitslosigkeit negativ auf die Gesundheit aus, andererseits führt ein schlechterer Gesundheitszustand oft zur eingeschränkter Arbeitsfähigkeit.
  • Personenbezogener Dienstleistungssektor
    Die häufigsten psychischen Beschwerden treten im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen und Unterrichtswesen auf. Die Folgen sind Schlafstörungen, Angstzustände, Depressionen, Niedergeschlagenheit, Erschöpfungszustände und verschiedene chronische Krankheiten.
  • Schlechte Arbeitsorganisation
    Oft ist eine schlechte oder unzureichende Arbeitsorganisation in einem Unternehmen die Ursache psychischer Erkrankungen. Die psychischen Belastungen steigen bei fehlender Eigenkontrolle, fehlende Anerkennung oder fehlender sozialer Unterstützung.

Bildnachweis: yanlev / stock.adobe.com

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