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Depressionen mit homöopathischen Mitteln behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Depressionen lassen sich gut homöopathisch behandeln. Einige homöopathische Mittel wie Natrium muriaticum, Sepia officinalis und Aurum muriaticum werden besonders häufig bei Depressionen eingesetzt. Es gibt aber auch eine Fülle von Mitteln, die weniger bekannt sind, die aber genauso gut verwendet werden können.

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Depressionen mit homöopathischen Mitteln behandeln

Depressionen mit homöopathischen Mitteln behandeln

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Kennzeichen einer Depression

Depressionen beinhalten eine große Traurigkeit, eine innere Leere oder Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit und Schlafprobleme. Häufig kann kein Grund für die Traurigkeit angegeben werden. Menschen, die unter Depressionen leiden, neigen zu Grübeleien. Auch Ereignisse, die jahrelang zurück liegen, werden immer wieder durchdacht oder wieder erlebt. Dinge und Unternehmungen, die sonst Freude auslösen, haben ihre motivierende Kraft verloren. Der Alltag wird zur Last.

Homöopathische Behandlung von Depressionen

Für die homöopathische Behandlung von Depressionen kommen sehr viele homöopathische Mittel infrage. Die am häufigsten eingesetzten Mittel sind Natrium muriaticum, Sepia officinalis und Aurum. Weniger bekannt als Depressionsmittel sind Cocculus, Ignatia amara und Lachesis muta.

Ignatia amara – Depressionen nach Verlust eines geliebten Menschen

Ein Ignatia-Zustand zeichnet sich durch starke, auch widersprüchliche Gefühlszustände aus. Der Patient ist vollkommen verzweifelt und fühlt sich kaum noch in der Lage, in seinem Alltag zu bestehen. Schreien, Weinen, Klagen sind mögliche Ausdrucksformen des unerträglichen Schmerzes, den der Patient empfindet.

Häufig ist der Auslöser der Verlust eines geliebten Menschen. Dies kann durch Trennung oder Tod geschehen sein. Ignatia amara hilft dann, den Schmerz in das eigene Leben zu integrieren und sich der Verarbeitung des Verlusts zu nähern.

Lachesis muta – Depressionen durch Verlust von Attraktivität und Einfluss

Lachesis-Menschen sind es gewohnt, allein durch ihre charismatische Ausstrahlung zu faszinieren. Ihre vielen Fähigkeiten bringen sie oft in einflussreiche Positionen im Beruf und auch im Privaten. Verliert ein so geprägter Mensch nun seine berufliche Position oder lässt die Attraktivität nach, kann es zu starken Depressionen kommen.

Der Verlust an Macht und Einfluss wird als so bedrohlich empfunden, dass der gesamte Antrieb nachlässt. Das kann so weit gehen, dass das Aufstehen morgens schwer fällt. Die nachlassende Attraktivität führt bei einem Lachesis-Menschen zunächst einmal zu Neidgefühlen und heftigen Eifersuchtsszenen. Kann der Konflikt nicht integriert werden, kommt es zu Depressionen mit Schlafproblemen und Appetitlosigkeit.

Das homöopathische Mittel Cocculus – Depressionen durch große Sorgen um andere

Das Naturell von Cocculus-Menschen ist sehr empfindsam. Durch ihr großes Mitgefühl fühlen sie sich häufig für das Wohlergehen von anderen Menschen verantwortlich. Sie fühlen sich schuldig, wenn sie einem nahen Verwandten nicht helfen können. Durch aufopfernde Pflege und die ununterbrochene Sorge um andere, können Cocculus-Persönlichkeiten ans Ende ihrer Kräfte kommen und depressiv werden.

Auch die Depressionen bei Cocculus sind geprägt von Sorgen und Kummer. Die Gedanken kreisen immer häufiger um das Wohlergehen der nahen Angehörigen und die eigenen Schuldgefühle. Der Antrieb und der Appetit sind dann auch vermindert.

Fazit

Depressionen können durch das passende homöopathische Mittel günstig beeinflusst werden. Wichtig ist es, sich im Laufe einer ausführlichen Anamnese ein genaues Bild der psychischen und physischen Situation des Patienten zu verschaffen. Daraufhin kann das angezeigte Mittel verschrieben werden. Auch eine Kombination von Homöopathie und Psychotherapie kann angezeigt und hilfreich sein.

Bildnachweis: JenkoAtaman / stock.adobe.com

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