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Lernen Sie Nein zu sagen

Lesezeit: 2 Minuten Täglich gibt es Situationen, in denen Sie entscheiden müssen: Zustimmen oder ablehnen? Einerseits ist Ihnen der Mitarbeiter zwar sympathisch und Sie möchten ihn nicht vor den Kopf stoßen, andererseits ist bei Ihnen arbeitsmäßig auch Land unter. Was aber, wenn Sie Ihrerseits mal auf seine Hilfe angewiesen sein sollten? Wie Sie geschickt Grenzen setzen können, verraten Ihnen die heutigen Tipps.

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Ein Nein schützt vor zu viel Nachgiebigkeit

Jeder wünscht sich Anerkennung, möchte Erwartungen erfüllen und lieber nachgeben, als einen Konflikt zu riskieren. Doch die Erfahrung zeigt, dass Geben und Nehmen nur selten ausgewogen sind. Wem es schwer fällt, Nein zu sagen, traut sich nur selten, selbst die Hilfe anderer in Anspruch zu nehmen. Und wenn er es dann mal probiert hat derjenige, der gern fordert im Gegenzug jede Menge Ausreden, wenn er selbst um einen Gefallen gebeten wird.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Ziele und Grenzen festlegen und über Ihre Zeit eigenständig bestimmen. Ziehen Sie eine klare Grenze zwischen anderen helfen wollen und sich ausnutzen lassen. Das schützt Sie nämlich gegen falsche Nachgiebigkeit. Nur wenn Sie wissen was Sie wollen und auch was Sie nicht wollen, haben Sie einen Anhaltspunkt, wann genau Sie Nein sagen müssen und warum.

Ein Nein schützt vor Kollegen, die gerne Arbeit verteilen

Bevor Ihnen die Arbeit über den Kopf wächst, sollten Sie die Reißleine ziehen. Eine Möglichkeit besteht darin, öfter mal ein klares, wenn auch freundliches, Nein zu äußern. Sie kennen sicherlich solche einschmeichelnden Sätze wie: „Könnten Sie mich in dieser Angelegenheit unterstützen, Sie haben doch ein Händchen dafür!“ oder „Ohne Ihre Unterstützung wüsste ich nicht, was ich machen sollte!“

Beide Varianten sind Beispiele für eine sehr geschickte Vorspiegelung falscher Tatsachen (jedenfalls in den meisten Fällen), gespickt mit gespielter Hilflosigkeit. Es soll vor allem Mitleid erweckt werden. Aber im Grunde genommen geht es darum, Verantwortung abzugeben. Ihre Hilfsbereitschaft wird ausgenutzt, anderen auch mal helfend unter die Arme zu greifen. Wenn es glaubhaft ist, dass der Bittsteller unverschuldet in diese Situation gekommen ist, dann sollten Sie sich einer Hilfe nicht verschließen.

Machen Sie aber deutlich, dass Ihre Hilfe auf Ausnahmefälle und Notsituationen begrenzt ist. Wenn Sie aber merken, dass die Ursachen beim Bittsteller selbst zu suchen sind, dann sagen Sie ohne Scheu Nein und bleiben auch dabei.

Ein Nein schützt vor ungewollten Konsequenzen

Überlegen Sie sich sehr genau, welche Folgen eine Zusage hat und welche eine Verweigerung der Zusage. Ein Ja zu unwichtigen Dingen bedeutet gleichzeitig ein Nein zu wichtigen Dingen. Ein Ja zu einem Job, den Sie nicht mögen, bedeutet ein Nein zu einem, den Sie lieber machen würden. Wann haben Sie in der vergangenen Woche Ja gesagt, obwohl ein Nein besser gewesen wäre? Haben Sie Ja gesagt zu unbefriedigenden Beziehungen, zu Menschen, die Ihnen Zeit stehlen oder zu Aktivitäten, die Sie nicht mögen?

Falls es so war, dann ist es an der Zeit, dieses Verhalten zu überdenken. Denn sagen Sie öfter Nein, haben Sie automatisch mehr Zeit für das, was Sie gerne machen. Sie können sich mehr um sich und Ihre Familie kümmern, haben Zeit für Ihre Freunde oder können sich erholen. Wenn Sie also helfen wollen, dann denken Sie bitte vorher darüber nach, was das für Sie und Ihre Arbeit bedeutet. Kommen Sie dann noch zu Ihren eigentlichen Aufgaben?

Bürden Sie sich mehr auf, als Sie stemmen können? Wenn Sie Ihre Gutmütigkeit, Hilfsbereitschaft und Erreichbarkeit begrenzen, werden andere Ihre Zeit mehr zu schätzen wissen.

Viel Erfolg beim Umsetzen!

Bildnachweis: Sergey Nivens / stock.adobe.com

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