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Der Lebenslauf in der Bewerbung: Welche Fort- und Weiterbildungen sind aufzuführen

Lesezeit: 2 Minuten Die Frage, ob eine Fort- oder Weiterbildung im Lebenslauf aufgeführt werden muss, ist nicht immer eindeutig zu erklären. Im nachfolgenden Artikel erhalten Sie Informationen zu Weiterbildungen, die beigefügt werden müssen und welche im Zweifelsfall weggelassen werden können.

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Der Lebenslauf in der Bewerbung: Welche Fort- und Weiterbildungen sind aufzuführen

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Als Faustregel gilt: Je älter ein Dokument ist, desto weniger besteht die Notwendigkeit, es im Lebenslauf aufzuführen oder als Kopie den Bewerbungsunterlagen beizufügen. Dies gilt für EDV-Kurse, Sprachkurse oder Weiterbildungen zu bestimmten wirtschaftlichen Fragestellungen.

 

Lebenslauf: Welche Weiterbildungen Sie grundsätzlich immer nennen müssen
Erlangen Sie durch die Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss, ist dieser grundsätzlich immer anzugeben – egal, wie weit er schon zurückliegt. Angenommen, Sie haben ursprünglich Bankkauffrau gelernt und sich im Laufe Ihres Berufslebens zur Personalfachkauffrau weitergebildet: Diese Weiterbildung ist grundsätzlich immer im Lebenslauf anzugeben und das dazugehörige Zertifikat beizufügen. Analog gilt dies auch für Umschulungsmaßnahmen, bei denen ein berufsqualifizierender Abschluss erworben wurde.

Lebenslauf: Auf die Nennung dieser Fort- und Weiterbildungen kann verzichtet werden

Liegt ein EDV- oder Sprachkurs länger als zehn Jahre zurück, ist es nicht mehr notwendig, diesen im Lebenslauf anzugeben und durch Zertifikate zu belegen, zumal gerade die moderne EDV einem ständigen Wandel unterworfen ist. Gleiches gilt für die Ablegung von Prüfungen im Bereich Maschine schreiben und Steno im Rahmen Ihrer Berufsausbildung, wobei Letzteres heutzutage ohnehin sehr selten verlangt wird. Eine Sekretärin, die seit zehn Jahren als solche arbeitet, muss nicht mehr nachweisen, dass sie einmal das Zehn-Finger-System erlernt hat; dies wird meist aufgrund des Berufsbildes als gegeben vorausgesetzt. Viele Unternehmen prüfen die Tippfertigkeit ihrer zukünftigen Mitarbeiter ohnehin beim Einstellungstest.

Überflüssig sind auch neuere Zertifikate zu EDV-Weiterbildungen, wenn aus den Unterlagen ersichtlich ist, dass Sie bereits mit moderneren Programmen gearbeitet haben. Angenommen, Sie haben im Jahr 2005 eine Weiterbildung in Windows 2000 absolviert, aus Ihren Unterlagen geht jedoch hervor, dass Sie im Berufsleben schon seit Jahren mit den Versionen 2003 und 2007 arbeiten: Dann ist die Erwähnung der Fortbildung in Windows 2000 im Lebenslauf überflüssig.

Wenn Sie an Fortbildungen in Basel II oder MaH Risk teilgenommen haben, ist grundsätzlich immer die aktuellste Weiterbildung maßgebend, da auch die vorgenannten Sachthemen einem gewissen Wandel unterworfen sind. Computer-Kurse, die in der Schule angeboten wurden, müssen bei berufserfahrenen Arbeitnehmern ebenfalls nicht mehr aufgeführt werden. Maßgeblich sind diese lediglich bei Jugendlichen, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben oder um ihre erste Anstellung nach der Ausbildung.

Lebenslauf: Die Länge des Blocks zu Fort- und Weiterbildungen
Durch Fort- und Weiterbildungen dokumentieren Sie zwar Ihre Lernbereitschaft und auch, dass Sie auf dem aktuellsten Stand sind, aber es ist strikt darauf zu achten, dass der Block zu Weiterbildungen nicht länger ist als der Block zu den einzelnen beruflichen Tätigkeiten. Sonst entsteht eher der Eindruck, dass Sie zwar an sehr vielen Kursen teilgenommen haben, Ihr Wissen jedoch niemals oder zumindest selten erfolgreich in der Praxis angewendet haben.

Die Datumsangaben können Sie tabellarisch analog so gestalten wie bei der Angabe der Zeiten einer beruflichen Tätigkeit auch (10/2008 – 12/2008 Weiterbildung in Basel II, Wirtschaftsschule Müller, Hamburg; 10/2009 Grundkurs Betriebspsychologie, Psychologisches Institut Raabe, Leipzig). Bei Fortbildungen, die in regelmäßigem Turnus stattfinden, können Sie dies e den übrigen, einmaligen Weiterbildungen voranstellen und mit dem Hinweis „regelmäßig“ versehen.

Wo wird der Block zu Weiterbildungen im Lebenslauf platziert?
Weiterbildungen werden nach der Schullaufbahn im Lebenslauf aufgeführt, auch in chronologisch absteigender Reihenfolge, das heißt, die aktuellste Fortbildung wird zuerst genannt beziehungsweise bei regelmäßig stattfindenden Kursen werden diese als Erstes aufgeführt. Nach dem Block zu Fort- und Weiterbildungen folgen Angaben zu Sprach- und EDV-Kenntnissen sowie ggf. Hobbys und Interessen.

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