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Lücken im Lebenslauf: K. O.-Kriterium bei der Bewerberauswahl

Lesezeit: 2 Minuten Manche Bewerber scheuen sich, Zeiten der Beschäftigungslosigkeit im Lebenslauf anzugeben. Nicht erklärte Lücken im Lebenslauf führen jedoch in der Regel zum Ausschluss der Bewerbung aus dem weiteren Auswahlverfahren.

2 min Lesezeit

Lücken im Lebenslauf: K. O.-Kriterium bei der Bewerberauswahl

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Lücken im Lebenslauf und somit in der eigenen Biografie zu erklären, ist nicht immer einfach. So ist es natürlich kein schönes Gefühl, wenn man als Bewerber einmal oder auch mehrfach im Lebenslauf angeben zu müssen, vorübergehend ohne Beschäftigung gewesen zu sein. Aber dennoch ist ein Spiel mit offenen Karten wesentlich besser als der "Mut zur Lücke".

Lücken im Lebenslauf: Umschreibung von Zeiten der Arbeitslosigkeit
Arbeitslosigkeit bedeutet zunächst einmal lediglich, vorübergehend für einen mehr oder weniger langen Zeitraum in keinem Angestelltenverhältnis zu stehen, wobei Arbeitslosigkeit heute im Zuge von Firmenaufkäufen, Restrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnamen praktisch jeden treffen kann, unabhängig von der Qualifikation und Berufserfahrung.

Dennoch ist ein Mensch, der vorübergehend in keinem Beschäftigungsverhältnis steht, nicht tatsächlich ohne Pflichten und kann sich einen lauen Lenz machen – die Suche nach einer neuen Stelle sollte mit dem gleichen Engagement betrieben werden wie ein normaler Vollzeitjob.

Lücken im Lebenslauf sinnvoll nutzen
Manchmal werden Zeiten der Arbeitslosigkeit auch für Weiterbildungen, Pflege von Familienangehörigen und ehrenamtliche Tätigkeiten genutzt, um das Gefühl zu haben, gebraucht zu werden und sich nicht passiv mit seinem Schicksal abzufinden. Wenn Sie derzeit arbeitslos sind oder in der Vergangenheit waren, schreiben Sie für den entsprechenden Zeitraum nicht einfach "Arbeitslos", denn das bekommt sehr schnell einen negativen, resignativen Beigeschmack beim Leser der Bewerbung.

Positiver sind Formulierungen wie Arbeit suchend oder berufliche Neuorientierung. Wenn Sie sich während der Zeit, in der Sie in keinem Beschäftigungsverhältnis befunden haben, ehrenamtlich engagiert haben, Kinder betreut oder kranke Familienangehörige gepflegt haben, geben Sie dies auch ruhig mit an.

Dies zeigt, dass Sie den festen Willen haben/hatten, aktiv etwas zu tun und es sich nicht, wie leider vielfach pauschal von Wirtschaft und Politik behauptet wird, einfach bequem in der Arbeitslosigkeit eingerichtet haben.

Warum der Mut zu Lücken im Lebenslauf fatal sein kann
Arbeitgeber werden sehr schnell misstrauisch, wenn im Lücken im Lebenslauf von mehr als einem Monat oder gar Jahren auftauchen, die nicht näher dokumentiert werden. Unter Umständen fragt sich der eine oder andere Personalverantwortliche, ob Sie hierdurch nicht irgendwelche fragwürdigen Dinge verschweigen möchten wie Jugendarrest, Haftstrafen, längere Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken u. ä. , die dann zum Ausschluss der Bewerbung führen.

Um solche wilden Spekulationen zu vermeiden, geben Sie bitte auch Zeiten längerer Krankheit, Familienphasen, Arbeitslosigkeit, Pflege von Angehörigen usw. an. Natürlich nur, wenn dies auch der Wahrheit entspricht, denn wenn sich später herausstellt, dass Sie in den Bewerbungsunterlagen wissentlich und vorsätzlich falsche Angaben gemacht haben, kann dies zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen, u. U. sogar fristlos.

Lücken im Lebenslauf: Was tun bei längerer Krankheit
Wenn Sie länger krank waren (z. B. Krebs, Rheumaschub, Verkehrsunfall u. ä.) oder über mehrere Monate wegen einer psychischen Erkrankung wie Depressionen, Burn-Out-Syndrom usw. in stationärer Behandlung und deshalb nicht arbeitsfähig waren, geben Sie pauschal im Lebenslauf den Zeitraum sowie "längere Krankheit" an. Ggf. kommt es zu Nachfragen im Vorstellungsgespräch.

Die Gründe für Ihre Erkrankung lassen sich im persönlichen Gespräch besser erläutern als im Lebenslauf, denn auch, wenn jeder aufgrund von belastenden Lebensumständen psychisch krank werden kann, so werden psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt leider immer noch häufig als Zeichen für Labilität, mangelnde Belastbarkeit, mangelnden Arbeitswillen u. ä. gewertet.

Im Gespräch lassen sich viele Dinge leichter erklären und Sie haben in diesem Fall die Chance, mögliche Befürchtungen und Vorurteile zu entkräften.

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