Sozial- und Bildungsmanagement

In die Schule mit Papier und Bleistift oder mit dem iPad?

In die Schule mit Papier und Bleistift oder mit dem iPad?
geschrieben von Katharina Schlamp

Tablet-PCs wie das iPad erobern die Welt. So sollen die Erstklässler in Südkorea und Kalifornien das Lesen und Schreiben mit Hilfe des Tablet-PCs lernen. Papier und Stift kommen erst in der zweiten Klasse. Deutsche Schüler starten traditionell. Sollten auch Sie an Ihrer Schule die Vorteile des iPads nutzen? Entscheidungshilfen finden Sie hier.

iPad und andere Tablet-PCs – die handliche Variante des Laptop

Ein Tablet-PC (englisch tablet „Schreibtafel“ oder US-engl. tablet „Notizblock“) besteht sozusagen nur noch aus einem berührungsempfindlichen Bildschirm. Er hat keine äußerliche Tastatur mehr. Dadurch ist er flach und leicht. So nimmt er in der Schultasche nicht mehr Platz ein als ein Schulbuch. Deshalb kann der PC auch problemlos mit nach Hause genommen werden, um die Hausaufgaben darauf zu erledigen.

Sollen wir Tablet-PCs im Unterricht einführen?

Diskutieren Sie im Kollegium, was für und was gegen den Tablet-PC spricht.

Pro-Argumente für Unterricht in der Schule mit dem iPad

  • Der Tablet-PC ist leicht und platzsparend und kann wie ein Schulbuch transportiert werden.
  • Eingabe erfolgt durch Berührung mit Stift oder Finger; keine Tastschreib-Kenntnisse erforderlich.
  • Flexibel, ohne Kabelsalat.
  • Elektronische Schulbücher und Arbeitsmaterialien sind online verfügbar.
  • erspart Papierkosten.
  • Schüler sind höchst motiviert.

Contra-Argumente gegen den Einsatz von iPads in der Schule:

  • Er hat kein CD-Laufwerk, so dass CDs nicht eingesetzt werden können. Viele Lernprogramme sind aber nur über CD verfügbar.
  • Kinder mit feinmotorischen Problemen treffen die Icons nicht zielsicher und brauchen persönliche Betreuung.
  • Umfangreiche Schrifteingaben sehr erschwert.
  • Schüler spielen herum, der Lehrer muss sie ermahnen
  • Er ist ein weiteres elektronisches „Spielzeug“, zusätzlich zum Handy.
  • Medienkompetenz und Bereitschaft der Lehrer erforderlich.
  • auch die Lizenzen für die E-Books kosten Geld.
  • Hohe Anschaffungskosten; veralten rasch.
  • Motivation schwindet, sobald konkrete, Aufgaben auf dem Tablet-PC erledigt werden müssen.

Fazit: Vielleicht sollten Sie an Ihrer Schule noch ein bisschen warten, bis die Schulbuchverlage mit der Entwicklung der E-Books wirklich gute Angebote machen. Doch bringen Sie die Tablet-PCs auf jeden Fall schon einmal bei den Kollegen ins Gespräch.

Lesen Sie zu diesem Thema auch meine Artikel:

Bildnachweis: Rido / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Please wait...

Über Ihren Experten

Katharina Schlamp