Essen & Trinken Praxistipps

Zu scharf gegessen: Was hilft am besten gegen die innere Hitze?

Lesezeit: 2 Minuten Die einen macht es glücklich, die anderen vergießen Tränen vor Schmerz – bei scharfem Essen scheiden sich die Geister. Aber wie kommt es zu diesen unterschiedlichen Empfindungen? Und was lässt sich eigentlich gegen das unangenehme Brennen im Mund und die anderen Begleiterscheinungen unternehmen?

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Zu scharf gegessen: Was hilft am besten gegen die innere Hitze?

Zu scharf gegessen: Was hilft am besten gegen die innere Hitze?

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Was passiert im Körper, wenn wir zu scharf gegessen haben?

Scharfmacher wie Chili mit dem Alkaloid Capsaicin lassen unseren Herzschlag, den Adrenalinspiegel und damit auch die „Betriebstemperatur“ des Körpers ansteigen. Die Folge: Der Körper produziert vermehrt Schleim in den Nasenschleimhäuten, bildet Tränen und wir geraten mächtig ins Schwitzen, weil der Organismus versucht, uns vor einer Überhitzung zu schützen. Der Schweiß hat bei der Verdunstung auf der Haut einen kühlenden Effekt. Die Stimulation der Wärmerezeptoren wird zusätzlich verstärkt, wenn das Gericht, das wir zu uns nehmen, auch noch heiß ist. Also ist es eigentlich eine ganz einfache Gleichung: Je wärmer die Speise, desto stärker sind auch das Schmerzempfinden und letztendlich auch die Schweißproduktion.

Wissenswertes zum Thema Schwitzen finden Sie außerdem auf dem Informationsportal Schwitzen. Weitere „Brand“ löschende Maßnahmen des eigenen Körpers sind mitunter die Bildung von Tränen und die vermehrte Schleimproduktion der Nasenschleimhäute.

Doch wie kommt es, dass manche Menschen regelrecht verrückt nach scharfem Essen sind? Um den ausgelösten Schmerz zu stillen, schüttet der Körper Endorphine aus – und die machen glücklich. Liebhaber von scharfen Speisen genießen also nicht unbedingt die Schärfe, sondern viel mehr die Reaktion, das sogenannte „Pepper-High“. Aber natürlich sind die Menschen verschieden und so verträgt jeder einen anderen Grad an Schärfe.

Hilfe bei scharfem Essen – zu den Praxistipps

Was hilft nun gegen das Brennen im Mund, wenn wir zu scharf gegessen haben? Bitte kommen Sie nicht auf die Idee, Wasser in sich zu schütten, um den Brand zu löschen. Es würde lediglich die Schärfe weiter im Mundraum verteilen. Wir haben einige Tipps zusammengetragen, damit der Schmerz im Mund schnell wieder vergeht.

Mit Fett Schärfe neutralisieren

Zu allererst ist es wichtig zu wissen, dass Capsaicin fettlöslich ist. Aus diesem Grund ist das Trinken von Wasser keine Hilfe bei scharfem Essen, wohingegen öl- sowie emulgatorhaltige Substanzen wie Milch und Milchprodukte (zum Beispiel Käse, Mascarpone oder Joghurt) besonders gut gegen die Schärfe geeignet sind. Ein Löffel Öl zum Mundspülen oder Erdnussbutter zum Lutschen können beispielsweise Linderung bringen. Milcheiscreme hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie der Hitze mit Kühlung begegnet.

Stärke-Hilfe gegen Mundbrand

Stärkehaltige Lebensmittel – wie Reis, Brot und Kartoffeln – absorbieren die Schärfe. Des Weiteren kann hier auch eine mechanische Funktion greifen.  Brot trägt zum Beispiel die Schärfe-Stoffe von den Schleimhäuten quasi beim Kauen ab.

Süße versus Schärfe

Zucker und Honig reduzieren die Schärfe ebenfalls. Das ist der Grund warum zum Beispiel in der Türkei häufig gesüßter Tee zu scharfen Essen gereicht wird. Banane vereint die Komponenten Stärke sowie Zucker und bietet sich so auch als Hilfe bei scharfem Essen an.

Auf Alkohol besser verzichten

Ein kühles Bier zum Löschen des Brennens im Mund, wenn man zu scharf gegessen hat, scheint für einige eine ideale Lösung. Die Kühlung bringt allerdings nur kurzfristig Linderung der Schmerzen. Der Alkohol kann jedoch Beschwerden, wie übermäßiges Schwitzen sogar noch verstärken. Demnach sind alkoholische Getränke also keine wirklich gute Variante der „Brandlöschung“.

Langfristige Hilfe bei scharfem Essen

Training ist alles – und ja, das Vertragen von Schärfe lässt sich „erlernen“. Wenn Sie in Maßen scharfe Gewürze beim Kochen einsetzen und langsam steigern, gewöhnt sich der Körper nach und nach daran. Die Reaktionen fallen nicht mehr so heftig aus. Und so können Sie zukünftig vielleicht noch mehr die positiven Endorphine-Effekte genießen.

Bildnachweis: New Africa / stock.adobe.com

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