Naturheilkunde Praxistipps

Wie Sie Ödeme während der Schwangerschaft mit Schüßlersalzen behandeln

Lesezeit: 3 Minuten Es kommt immer wieder vor, dass sich Frauen während der Gravidität über Wassereinlagerungen in Beinen und Füssen beklagen. Zu diesen Ödemen kommt es bei der Vielzahl der Schwangeren. Aber auch hier gibt es einige biochemischen Mineralsalze nach Dr. med. Schüßler.

3 min Lesezeit

Wie Sie Ödeme während der Schwangerschaft mit Schüßlersalzen behandeln

Lesezeit: 3 Minuten

Sollten sich zu den Ödemen keine anderen Beschwerden, wie Hypertonie oder Proteine im Urin gesellen, sind diese zwar sehr unangenehm für die Schwangere, jedoch sind diese nicht lebensbedrohlich.

Wassereinlagerungen und Ödeme

Wie kommt es zu Wassereinlagerungen?

Der Organismus der werdenden Mutter lagert während der Schwangerschaft Gewebewasser an, dies hängt mit der Erhöhung des Blutbedarfs zusammen. Die Gewebeflüssigkeit ist meistens unauffällig im Körper verteilt. Meist kommt es zu geschwollenen Händen und auch Füße.

Von Ödemen, also Wassereinlagerungen, spricht man medizinisch, wenn diese zu Schwellungen führen. Sie treten meist nach Belastung direkt an den Beinen, Füßen und Knöcheln auf. Jedoch lagert sich das Wasser auch im Gesicht und an den Händen ein. Dies zeigt sich häufig am Ende des Tages nach durchgeführter Arbeit und meistens nach langem Stehen oder auch Sitzen. Speziell an warmen Tagen sind die Wassereinlagerungen für die Schwangere bemerkbar.

Sind Wassereinlagerungen gefährlich?

Unter normalen Umständen braucht sich die werdende Mutter keinerlei Gedanken über die Gefährlichkeit der Wassereinlagerungen machen. Handelt es sich jedoch um sehr ausgeprägte Schwellungen an den Füßen, Händen und im Gesicht, dann sollten Sie Ihren Gynäkologen, Hausarzt, Ihre Hebamme oder auch Ihren Heilpraktiker um Rat fragen, denn es könnten auch Anzeichen einer Gestose oder einer Präeklampsie sein. Denn beides sind ernst zunehmende Erkrankungen während der Schwangerschaft.

Ursachen von Wassereinlagerungen bis hin zu Ödemen

In der Schwangerschaft halten die Nieren vermehrt Natrium und Wasser zurück, um eine Zunahme des Blutvolumens und Körperwassers zu ermöglichen. Im Uterus, der Gebärmutter soll ja schließlich der Fötus gut aufwachsen können. Das Venensystem mit den entsprechenden Venenklappen muss ab diesem Zeitpunkt sehr viel leisten, um das Blut gegen die Schwerkraft der Erde wieder zum Herzen zu befördern.

Der im Mutterleib wachsende Uterus (Gebärmutter) übt zusätzlichen Druck auf das Venensystem aus. Kann das Venensystem diesem Druck nicht mehr völlig standhalten, versackt das zusätzliche Blut direkt in die Beine. Somit schwellen die Füße und auch die Beine erheblich an. Es können sich durch den zusätzlichen Druck auf die Venenklappen Besenreißer und sogar Krampfadern bilden.

Um genau diese Problematiken und auch die Schwere der Beine und Füße nach einem arbeitsreichen Tag zu mildern oder erst gar nicht entstehen zu lassen, kann die werdende Mutter bereits zu Beginn der Schwangerschaft die biochemischen Mineralsalze nach Dr. med. W. Schüßler einsetzen.

Diese Schüßlersalze helfen bei Wassereinlagerungen

Das Schüßlersalz Nr. 8 Natrium chloratum D6 reguliert den Wasserhaushalt, sodass die Wassereinlagerungen entsprechend harmonisieren können. In Verbindung mit der Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 kann sogar der Säure-Basen-Haushalt im Organismus der Schwangeren reguliert werden.

Zusätzlich sollte das biochemische Mineralsalz Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 zur Ausschleusung der Ödeme eingenommen werden. Zur Stärkung der Nieren, der Leber und auch der Schilddrüse können die Schüßlersalze Nr. 13 Kalium arsenicosum D6 und Nr. 15 Kalium jodatum eingenommen werden.

So nehmen Sie die Schüßlersalze ein

Nehmen Sie von den oben aufgeführten Schüßlersalzen 3-mal täglich 5 Tabletten lutschend ein. Sie können sich auch ein biochemisches Mineralmixgetränk herstellen. Nehmen Sie von den oben aufgeführten Schüßlersalzen jeweils 10 Tabletten und lösen Sie diese in einer Flasche mit 1 ½ l stillem Wasser oder auch Leitungswasser auf. Vor dem Trinken sollten Sie die Flasche (am besten aus einem Glas) mehrmals schütteln und schluckweise über den Tag verteilt trinken.

Viel trinken bei Wassereinlagerungen

Jetzt wird es ein wenig paradox. Sie sollten bei Wassereinlagerungen oder Ödemen viel trinken (wenn der Arzt oder der Heilpraktiker keine Herz- und/oder Nierenschwäche oder Bluthochdruck festgestellt wurde). Hiermit werden der Lymphfluss und die Nieren mit den Harnwegen angeregt. Des Weiteren sollten Sie auf keinem Fall Ihren Kochsalzgebrauch nicht reduzieren.

Ernährungsmäßig sollten Sie während der Schwangerschaft auf Süßes, so wie Sie es können, verzichten. Weniger Kohlenhydrate zu sich nehmen und hierfür mehr proteinreiche Kost verzehren.

Was sonst noch bei Wassereinlagerungen hilft

Des Weiteren verordne ich meinen Schwangeren in der Praxis häufiges Schwimmen, denn Wasser zieht nun mal Wasser an. Nach dem Schwimmen sollte in der Nähe eine Toilette sein, denn die Patientinnen kommen dann meistens nicht mehr von der Toilette runter. Falls die Patientinnen nicht schwimmen wollen oder können, kann man es auch mit Meersalz in der Badewanne versuchen. Effektiver ist jedoch das Schwimmen.

Kompressionsstrümpfe helfen bei schweren Beinen

Des Weiteren verschreibe ich auch Kompressionsstrümpfe. Diese werden zwar nicht so gerne von den werdenden Müttern getragen, sind jedoch sehr effektiv bei der Regulation der Wassereinlagerungen in den Beinen und Füßen. Die Beschwerden, wie schmerzende Beine und Füße und gar die Schwere der Beine lassen sich hierdurch gut beeinflussen.

Legen Sie Ihre Füße so oft wie eben möglich hoch. Falls der Babybauch bereits groß ist, versuchen Sie auf der linken Seite zu schlafen, damit die untere Hohlvene, die sich auf der rechten Körperseite befindet, nicht zu stark komprimiert wird. Somit wird der Druck, der auf die Hohlvene lastet, gelindert. Gleichzeitig wird dadurch auch die Gebärmutter vom Druck entlastet.

Treiben Sie regelmäßig Sport

Des Weiteren sollten Sie sich angewöhnen, regelmäßig Sport zu treiben. Hierzu zählen insbesondere Nordic-Walken, Fahrradfahren und wie bereits erwähnt, das Schwimmen.

Nehmen Sie bitte während der Schwangerschaft keinerlei synthetischen Entwässerungsmedikamente und auch pflanzliche Aquaretika, wie z. B. Brennnesseltee eigenmächtig ein. Es sei denn, der Frauenarzt, Hausarzt oder auch Heilpraktiker rät es Ihnen.   

Ich wünsche Ihnen eine fast beschwerdefreie Zeit und viele positive Gedanken bei der durchstehenden Schwangerschaft. Es lohnt sich immer!

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: