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So reagieren Sie auf Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

Lesezeit: 2 Minuten Zu den typischen Beschwerden einer schwangeren Frau gehören Wassereinlagerungen. Während der Schwangerschaft schwellen vor allem Hände und Füße unangenehm an. Oft helfen schon kleinere Maßnahmen wie Beine hochlegen, um die Schwellungen zu verringern.

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So reagieren Sie auf Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

So reagieren Sie auf Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

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Ödeme/Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

Der Mediziner spricht von Ödemen, wenn sich Wasser im Gewebe einlagert und dies Schwellungen verursacht. Wassereinlagerungen treten häufig während der Schwangerschaft auf. Schwangere Frauen haben ein erhöhtes Blutvolumen, das die optimale Versorgung des Babys sichert. Durch den erhöhten Wasseranteil ist das Blut dünner und die Wände der Blutgefäße werden durchlässiger. Das Gewebewasser lagert sich jetzt leichter aus den Blutgefäßen im umliegenden Gewebe ab.

Wo treten Wassereinlagerungen auf

Rund zwei Drittel aller schwangeren Frauen leiden unter Ödemen. Vor allem bei heißem Wetter oder wenn sie lange stehen, schwellen sichtbar die Beine und Füße oder die Hände an. Manchmal wirkt aber auch der ganze Körper wie aufgedunsen. Neben dem körperlichen Unwohlsein ist es für die Schwangere frustrierend, wenn sie bemerkt, dass die engen Pumps nicht mehr passen und die schicken Ringe die Finger einschnüren. Aber keine Sorge, nach der Geburt verschwinden die Wassereinlagerungen wieder.

Sind Wassereinlagerungen ungefährlich?

Wenn Sie kein Eiweiß im Urin haben und keinen erhöhten Blutdruck feststellen, sind Wassereinlagerungen meistens ungefährlich. Allerdings kann stark geschwollenes Gewebe auf eine Nierenerkrankung oder auf Präeklampsie, eine Schwangerschaftsvergiftung, hinweisen. Besprechen Sie Ihre Beschwerden unbedingt mit Ihrem Frauenarzt, der die Ursache für Ihre Wassereinlagerungen klärt. Nehmen Sie auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Arzt entwässernde Medikamente oder alternative Medizin ein.

Wassereinlagerungen vorbeugen

Achten Sie in der Schwangerschaft besonders gut auf Ihren Körper, um unangenehme Beschwerden durch Wasseransammlungen zu vermeiden. Diese Tipps helfen Ihnen, Ödemen vorzubeugen:

  • Vermeiden Sie es, lange zu stehen. Setzen Sie sich zwischendurch hin und lagern Sie die Füße hoch.
  • Bewegen Sie sich viel. Mit Spaziergängen, Walken und Schwimmen bekämpfen Sie Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft.
  • Wenn Sie viel sitzen, bewegen Sie zwischendurch die Füße und die Zehen.
  • Trinken Sie am Tag mindestens zwei Liter Mineralwasser, Früchtetee oder verdünnte Fruchtsäfte. Dadurch kurbeln Sie den Stoffwechsel an, das Blut fließt besser und Sie scheiden mehr Flüssigkeit aus.
  • Früher wurde Schwangeren empfohlen, salzarm zu essen. Inzwischen wissen Mediziner, dass Salzmangel die Beschwerden verstärkt. Salzen Sie Ihre Speisen deshalb wie gewohnt nach Ihrem Geschmack.
  • Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse. Pellkartoffeln, Gurken und Ananas helfen auf natürliche Weise, das Wasser auszuschwemmen. Machen Sie aber keine Kur wie einen Reistag. Denn Flüssigkeitsmangel verdickt das Blut, was Wassereinlagerungen begünstigt.
  • Brausen Sie nach dem Duschen Ihre Beine mit kaltem Wasser ab.
  • Lagern Sie nachts die Füße leicht erhöht.
  • Tragen Sie bequeme Schuhe mit flachem Absatz.
  • Tragen Sie keine Fingerringe oder einengenden Schmuck.
  • Vermeiden Sie anstrengende Tätigkeiten an heißen Tagen.
  • Stützstrumpfhosen unterstützen die Venentätigkeit in den Beinen. Lassen Sie sich im Spezialgeschäft beraten.

Lesen Sie weitere Tipps, wie Sie in der Schwangerschaft die Venen schonen.

Schnelle Hilfe bei geschwollenen Beinen

Nicht immer kann sich eine schwangere Frau schonen. Manchmal liegt es aber auch am warmen Wetter, dass Hände, Gesicht oder Beine unangenehm anschwellen. Diese Tipps helfen Ihnen, die Beschwerden zu lindern:

  • Lagern Sie die Füße hoch. Legen Sie sich zum Beispiel auf den Boden, die Füße lehnen an der Wand.
  • Nehmen Sie ein nicht zu heißes Vollbad.
  • Tauchen Sie Hände und Füße in ein Salzbad.
  • Probieren Sie, ob Wechselduschen an den Beinen helfen.
  • Gehen Sie schwimmen.
  • Laufen Sie barfuß.
  • Achten Sie auf lockere Kleidung, die nicht einschnürt.
  • Bewegen Sie bei geschwollenen Beinen Ihre Füße auf und ab. Damit regen Sie die Venentätigkeit an.
  • Vielleicht sind Wassereinlagerungen die Reaktion auf einen stressreichen Tag. Gönnen Sie sich in der nächsten Zeit viel Ruhe.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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