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Diese 7 Tipps helfen während der Schwangerschaft bei Atemnot

Diese 7 Tipps helfen während der Schwangerschaft bei Atemnot
geschrieben von Adelheid Fangrath

Selbst durchtrainierten Frauen kann es passieren, dass während der Schwangerschaft Atemprobleme auftreten. Diese Beschwerden sind zwar lästig, aber Atemnot ist in der Regel nicht gefährlich für Mutter und Kind. Ganz leichte Übungen helfen Ihnen, wieder Luft zu schöpfen.

Atemnot im ersten Trimester

Schon zu Beginn der Schwangerschaft, dem so genannten ersten Trimester, kann es passieren, dass Sie sich kurzatmig fühlen. Das liegt an der veränderten Sauerstoffversorgung. Bei schwangeren Frauen erhöht sich die Blutmenge im Körper und dadurch weiten sich die Blutgefäße. Der gesteigerte Sauerstoffbedarf der Schwangeren führt zu einer anderen Atmung.

Sie atmen häufiger und tiefer ein, weshalb Sie das Gefühl haben, als müssten Sie nach Luft schnappen. Außerdem kann das erhöhte Blutvolumen das Herz beanspruchen und zu Herzklopfen führen. In der Regel gewöhnt sich der Körper jedoch rasch an die neue Situation.

Sowohl Atemnot als auch Herzrasen sind oft ein Zeichen für eine durch Eisenmangel hervorgerufene Blutarmut. Wenn Sie verstärkt unter diesen Symptomen leiden, konsultieren Sie unbedingt Ihren Arzt.

Lesen Sie diese Wohlfühltipps für die ersten Wochen Ihrer Schwangerschaft.

Atemnot im 3. Trimester

Im letzten Drittel der Schwangerschaft drücken die Gebärmutter und das Baby von unten gegen das Zwerchfell und damit auch gegen die Lunge. Durch den Platzmangel atmet die Schwangere schneller und flacher, um genügend Sauerstoff zu erhalten. Das ist zwar unangenehm, beeinträchtigt aber nicht die Gesundheit von Mutter und Kind. Wenn die Atemnot auch in entspannten Momenten auftritt, klären Sie Ihre Beschwerden am besten mit Ihrem Arzt ab.

Gegen Ende der Schwangerschaft dreht sich in der Regel das Baby, so dass der Kopf zum Beckenboden zeigt. Diese Lage entlastet die Lunge und die Schwangere kann wieder besser atmen. Allerdings kann jetzt der Druck auf die Blase zunehmen, wodurch Sie vermehrten Harndrang verspüren.

Lesen Sie, wie Sie auf Harndrang in der Schwangerschaft reagieren.

7 Tipps gegen Atemnot

1. Achten Sie auf Ihr Gewicht

Jedes überflüssige Pfund belastet Ihren Körper. Verzichten Sie darauf, für zwei zu essen. Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen. Eisenhaltige Speisen wie Fleisch und grünes Gemüse helfen Eisenmangel vorzubeugen.

2. Bleiben Sie fit

Verzichten Sie auf zusätzliche Belastungen durch anstrengende Sportarten, die Ihnen die Puste rauben. Trotzdem sollten Sie in Bewegung bleiben und regelmäßig an der frischen Luft spazieren gehen. Schwimmen ist ebenfalls ein geeigneter Ausgleichsport für schwangere Frauen.

So finden Sie die richtige Sportart während der Schwangerschaft.

3. Planen Sie regelmäßig Pausen ein

Leider hat der Körper keinen Thermostat, der Ihnen mitteilt, wann die Belastungen zu stark werden. Überlegen Sie deshalb schon im Voraus, wann Sie pausieren können. Das kann in der Mittagspause oder nach der Arbeit sein.

4. Lernen Sie zu delegieren

Vielen Frauen fällt es schwer, um Hilfe zu bitten. Sie versuchen, alles alleine zu bewältigen und überfordern Ihren Körper. Dabei freuen sich viele Männer, wenn sie ihren schwangeren Frauen Aufgaben abnehmen können.

5. Gehen Sie es langsam an

Nicht immer lassen sich alle Anstrengungen wie zum Beispiel Treppensteigen vermeiden. Gehen Sie in diesem Fall langsam und legen Sie Pausen ein.

6. Finden Sie die passende Schlafstellung

Oft tritt die Atemnot in der liegenden Position auf. Testen Sie, ob Sie in einer leicht erhöhten Position besser schlafen können.

Lesen Sie, wie Sie auf Schlafprobleme in der Schwangerschaft reagieren.

7. Atemübung zur Entspannung

Wenn Sie keine Luft bekommen, geraten Sie wahrscheinlich leicht in Panik. Dadurch verstärkt sich die Kurzatmigkeit. Versuchen Sie stattdessen zu entspannen. Das gelingt am besten mit einer Atemübung: Setzen Sie sich entspannt auf einen Stuhl und legen Sie die Hand auf den Bauch.

Atmen Sie durch die Nase ein, bis sich der Bauch etwas hebt. Atmen Sie langsam die ganze Luft aus. Beim nächsten Atemzug holen Sie schon viel tiefer Luft. So lange wiederholen, bis Sie sich wieder wohlfühlen.

Bildnachweis: AntonioDiaz / stock.adobe.com

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Adelheid Fangrath