Homöopathie Praxistipps

Was bedeuten die Modalitäten in der klassischen Homöopathie?

Lesezeit: 2 Minuten In der Klassischen Homöopathie spielen die Modalitäten - also diejenigen Faktoren, die eine Besserung oder Verschlechterung der Symptome bewirken - eine große Rolle bei der Mittelwahl. Was bedeutet es aber, wenn der Patient von einer Besserung seiner Kopfschmerzen durch kalte Getränke berichtet oder ein anderer Patient erzählt seine Halsschmerzen bessern sich, wenn er etwas Hartes schluckt?

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Was bedeuten die Modalitäten in der klassischen Homöopathie?

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Modalitäten in der Klassischen Homöopathie – besser durch, schlechter durch?
Wer schon einmal eine Erstanamnese bei einem Homöopathen erlebt hat, wird sich möglicher weise an die ein bisschen absurd anmutenden Fragen erinnern. "Und wodurch bessern sich ihre Kopfschmerzen?" könnte da beispielsweise ein Behandelnder gefragt haben oder "Gibt es etwas, das ihre Beschwerden verschlechtert?"  

Viele Menschen zählen dann erst einmal das auf, was sie meinen, was sie gegen ihre Beschwerden machen müssten – wie beispielsweise inhalieren bei einer Erkältung oder sich ein wenig Ruhe gönnen bei chronischen Kopfschmerzen. 

Modalitäten werden erst bei genauem Nachfragen klar
Fragt man dann etwas genauer und bleibt hartnäckig berichten die meisten Patienten von gar nicht so logischen Dingen, die ihre Beschwerden besser. So berichtet ein Ignatia-Patient möglicherweise, dass seine Halsschmerzen sich bessern, wenn er ein Stück hartes Brot isst oder eine Patientin, die unter heftiger Migräne leidet, berichtet, dass es ihr hilft, wenn sie sich ein Tuch ganz fest um den Kopf bindet. 

Besondere Modalitäten führen zum richtigen homöopathischen Mittel
In der Klassischen Homöopathie sind es gerade die unlogischen, absurden und merkwürdigen Modalitäten, die den Homöopathen schnell zum passenden homöopathischen Mittel führen. So ist die Besserung der Beschwerden durch fortgesetzte Bewegung (beispielsweise bei Zerrungen oder Verstauchungen) eher ungewöhnlich und ein klarer Hinweis auf das homöopathische Mittel Rhus-toxicodendron.

Magenschmerzen, die durch den Genuss von Kaffee gebessert werden, können uns zum homöopathischen Mittel Ignatia amara führen. Und ein frierender erschöpfter Mensch, der nach kaltem Wasser verlangt, lässt uns an das homöopathische Mittel Arsenicum-album denken. 

Modalitäten und Auslöser in der Klassischen Homöopathie
Neben den Modalitäten (Verbesserungen, Verschlechterungen) ist der Auslöser der Beschwerden wichtig für die homöopathische Mittelwahl. Da in der Klassischen Homöopathie alle Beschwerden für die Mittelwahl herangezogen werden, sind auch alle Modalitäten und der jeweilige Auslöser für die Beschwerden wichtig.

Auslöser für eine Erkältung kann natürlich Kälte und Nässe sein. Es kommen aber auch andere Auslöser in Betracht. Wenn ein Patient berichtet, dass er kurz nach dem er sich über seinen Chef geärgert hat, eine heftige Halsentzündung bekommen hat und nun mit einem fiebrigen Infekt im Bett liegt, wird das den behandelnden Homöopathen zu einem anderen homöopathischen Mittel führen, als wenn er berichtet, dass er in der lauen Sommernacht wohl zulange draußen gesessen hat und dann ganz durchgefroren ins Bett gegangen ist und auch nach Stunden noch nicht wieder warm geworden ist.

In der Regel weisen die Modalitäten und der Auslöser auf das gleiche homöopathische Mittel hin. Wenn dies einmal nicht der Fall ist, muss der Homöopath sehr genau abwägen, ob er das Mittel aufgrund des Auslösers oder unter Einbeziehung der Modalitäten verschreibt.

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