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Therapie bei Missempfindungen und Sensibilitätsstörungen

Lesezeit: 2 Minuten Neurologische Störungen in Form von Missempfindungen können nach Schlaganfällen, Bandscheibenvorfällen und anderen neurologischen Krankheitsbildern auftreten. Taubheitsgefühle, Überempfindlichkeit oder Kribbel- und Schwellungsgefühle treten in bestimmten Gebieten des Körpers auf. Neben der Behandlung durch medizinisches Personal, kann auch die Eigenbehandlung gute Erfolge erzielen.

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Therapie bei Missempfindungen und Sensibilitätsstörungen

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Die Bedeutung von Sensibilität für den Körper

Verschiedene Arten von Sensibilität und Empfindungen gelten als Voraussetzung für die koordinativen Fähigkeiten des Menschen. Unterschieden wird hierbei zwischen der Oberflächen- und der Tiefensensibilität. Die Tiefensensibilität sorgt dafür, dass das Gehirn Informationen über Position und Haltung des Körpers oder der Gliedmaßen im Raum erhält und verarbeitet.

Als Oberflächensensibilität bezeichnet man die Empfindungen, die über spezielle "Empfänger" (Rezeptoren) der Haut aufgenommen, verschaltet und zum zentralen Nervensystem weitergeleitet werden. Diese Art von Sensibilität entspricht dem Tastsinn des Menschen.

In der Haut befinden sich dementsprechend verschiedene Rezeptoren, die Druck-, Temperatur- und Schmerzempfinden weiterleiten und mit deren Hilfe Druck-, Berührungs- und Vibrationsreize letztendlich wahrgenommen werden können.

Beeinträchtigungen des Tastsinns

Mit einer Störung der Oberflächensensibilität eines Körperteils oder -gebietes gehen essentielle Sinneswahrnehmungen verloren und es kommt zu Missempfindungen. Es besteht die Möglichkeit, dass diese Empfindungseinschränkungen relativ gering ausgeprägt sind, sodass beispielsweise sanfte Reize nicht mehr wahrgenommen werden.

Bei stärkerer Symptomausprägung kann die Empfindungsstörung so weit gehen, dass auch starke Reize, wie Schmerzreize durch Kneifen, Klatschen etc. nicht mehr wahrgenommen werden können. Meist ist diese Art von Störung bei Schlaganfallpatienten der Fall, da die Störung der Leitungsbahnen zum Gehirn sehr aufgeprägt sein kann.

Eine solch starke Sensibilitätsstörung ist oftmals dauerhaft, sodass entsprechende Patienten auf Hilfe im Alltag angewiesen sind.

Behandlung von Sensibilitätsstörungen und Missempfindungen

Physiotherapeutisch werden Sensibilitätsstörungen mit verschiedenen Materialien und Techniken behandelt. Dazu zählen Ausstreichungen der Muskulatur, Klopfungen, Reibungen der Hautoberfläche, Igelball-Behandlung, Vibration, thermische Reize (Kalt- und Warmwasserbehandlungen), Druckausübung in die betroffenen Gelenke, sowie spitze und stumpfe Reize.

Wichtig ist dabei, dass die Reizeinwirkung möglichst vielfältig ist. Rhythmus, Druck, Intensität und Wiederholung sollten variieren.

Einfache Therapie – große Wirkung

Die Behandlung der Symptomatik durch medizinisches Fachpersonal reicht allerdings in der Regel nicht aus. Daher sollten einige Behandlungsaspekte zu Hause in Eigenbehandlung des Patienten, der an Missempfindungen leidet, selbst oder von Angehörigen vorgenommen werden. Zu beachten ist hierbei lediglich, dass der Patient nicht an Diabetes oder infektiösen Hauserkrankungen leidet. Hierzu einige Tipps:

Übungen gegen Missempfindungen und Sinneswahrnehmungsstörungen

Kreisende Bewegungen mit einem Igelball oder einem festen Handtuch oder sogar einer weichen Bürste wirken anregend; ebenso die thermische Einwirkung von Wechselduschen. Die betroffene Körperpartie kann hierzu im Wechsel mit warmem und kaltem Wasser gewaschen werden.

Grundsätzlich gilt: Jede Art von Berührung des betroffenen Gebietes ist wichtig. Streicheln, Kneten, Kitzeln, Zwicken, Klatschen, oder Druckausübungen sind in verschiedenen Varianten und Intensitäten äußerst wirksam. Werden diese Reize adäquat und unter Berücksichtigung der Wahrnehmungsminderung eingesetzt, so sich können diese langfristig äußerst positiv auswirken. Ihrer eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

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