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Sat-Receiver im Test: Von gut bis mittelmäßig

Lesezeit: 3 Minuten Im Sat-Receiver-Test der Stiftung Warentest standen Satellitenreceiver der Luxus- bis Mittelklasse. Für den Testsieger musste man fast 650 Euro hinblättern. Wer auf etwas mehr an Ausstattung verzichten kann, der bekommt die Geräte aber auch deutlich preiswerter.

3 min Lesezeit

Sat-Receiver im Test: Von gut bis mittelmäßig

Lesezeit: 3 Minuten

Im Sat-Receiver-Test der Stiftung verfügten die teuersten Geräte über ein zweites Empfangsteil und eine interne Festplatte. Hierdurch ist es etwa möglich, eine programmierte Sendung aufzeichnen oder mittels "Time-Shift" das Fernsehen zeitversetzt zu genießen. Mit dieser Funktion kann der Nutzer das laufende Programm per Pausentaste anhalten und später weiter anschauen.

Alle Sat-Receiver verfügten im Test über einen HDMI-Ausgang, einen Scart-Ausgang mit FBAS-Videoformat, eine Infrarot-Fernbedienung und einen USB-Anschluss. Eine automatische Senderprogrammierung, ein Videotextdekoder, das zeitversetzte Fernsehen (außer Kabelreceiver), ein Aufnahmetimer mit mindestens 30 Einträgen sowie eine Tages- und Wochenschaltung (außer Comag und Humax iHD-Fox C) gehörte ebenso zur Standardausstattung wie ein Einschlaftimer (außer Humax iHD-Fox C und Technotrend).

Weitere Ausstattungsmerkmale im Sat-Receiver-Test
Durch das zweite Empfangsteil konnten im aktuellen Sat-Receiver-Test die teuren Geräte zwei Programme zugleich aufnehmen oder eines aufnehmen und ein anderes auf den Fernseher bringen. Hierfür sind allerdings zwei Kabel zur Sat-Antenne erforderlich, und der Signalumsetzer (LNB) muss für zwei Empfänger tauglich sein. Hierzu stellt die Verbraucherzeitschrift Test in ihrem Testbericht allerdings eine interessante Alternative vor.

Sat-Receiver mit externer Festplatte im Test
Günstigere Sat-Receiver ermöglichen ebenfalls Festplattenaufnahmen und zeitversetztes Fernsehen, sofern der Benutzer eine externe Festplatte anschließt. Hierzu verfügen die Geräte über einen USB-Anschluss. Für die Aufnahme empfehlen die Tester kompakte Festplatten im 2,5-Zoll-Format, da diese leise arbeiten und sich den benötigten Strom über den USB-Anschluss holen und daher kein zusätzliches Netzteil benötigen.

Die Festplattenaufnahmen waren im Test weitgehend unproblematisch. Lediglich beim Sat-Receiver Wisi muss der Nutzer die Festplatte zunächst am Receiver neu formatieren. Da die Aufnahmen anschließend nicht mehr am PC lesbar waren, war es nicht möglich, diese auf den Rechner zu übertragen, um sie dort weiter zu bearbeiten.

Sat-Receiver im Test: Aufnahmemöglichkeiten
Neben den Sat-Receivern haben die Tester auch Receiver für das digitale Kabelfernsehen DVB-C geprüft. Diese Kabelreceiver boten im Test keine Möglichkeit für direkte Aufnahmen auf Festplatte.

Wer mit diesen Geräten dennoch Sendungen aufzeichnen möchte, kann zum Beispiel einen externen DVD-Rekorder anschließen. Allerdings ging dies bei den Sat-Receivern ohne Festplatte nicht ohne Weiteres, denn allein der Smart hatte einen zweiten Scart-Anschluss. Ausgerechnet bei diesem Sat-Receiver funktionierte im Test aber der Einschalt-Timer nicht richtig, der das Gerät für eine externe Aufnahme rechtzeitig aus dem Standby wecken musste.

Sat-Receiver im Test: Handhabung
Auch die Handhabung wurde bei den Sat-Receivern im Test nicht immer positiv bewertet. So sollte etwa der elektronische Programmführer einen praktischen Überblick über das Fernsehprogramm aller empfangbaren Sender bieten. Doch insbesondere bei den günstigeren Geräten haperte es im Test.

So zeigte der Wisi nur eine Programmübersicht des aktuellen Senders, keine für mehrere Sender. Der Sat-Receiver Skymaster schickte den Nutzer beim Druck auf die EPG-Taste auf den kostenpflichtigen Programmservice "more.tv". Der kostenlose EPG war nur mühsam zu erreichen und dann auch noch unübersichtlich.

Als unerfreulich wurden beim Sat-Receiver-Test auch die langen Startzeiten einiger Empfänger angesehen. So benötigte der Comag 36 Sekunden, bis er vom Standby erwacht war und ein Bild zeigte. Der Kabel BW-Receiver von Humax benötigte sogar 44 Sekunden.

Die Bildqualität im Sat-Receiver-Test
Die Sat-Receiver lagen im Test bei der Bildqualität recht nah beieinander. Unterschiede wurden vor allem dann festgestellt, wenn die Geräte über den analogen Scart-Anschluss mit dem Fernseher verbunden wurden.

Sat-Receiver: Testergebnisse zusammengefasst
Beim aktuellen Sat-Receiver-Test war der Humax iCord HD+ mit einer 1-Terabyte-Festplatte und zweitem Empfangsteil nicht nur das beste, sondern mit 645 Euro auch mit Abstand das teuerste Gerät. Bei den Sat-Receivern ohne Festplatte lagen der recht einfach ausgestattete Kathrein UFS 904sw für 211 Euro und der Technisat  Technistar S1 für 197 Euro gleichauf. Bei den Kabelempfängern wurde der für Kabel Deutschland zertifizierte Humax PR-HD2000C für 200 Euro noch mit gut beurteilt.

Den kompletten Bericht über Sat-Receiver mit den Testergebnissen finden Sie in der September-Ausgabe 2010 der Verbraucher-Zeitschrift test. Ferner können Sie den Testbericht auf der Internetseite der Stiftung Warentest gegen eine Gebühr als pdf-Datei herunterladen.

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