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Medikamentenabhängigkeit – Vorsicht vor der stillen Sucht

Lesezeit: 2 Minuten Medikamentenabhängigkeit ist eine Sucht. Die Einnahme von Medikamenten führt zunächst zu einer psychischen Abhängigkeit und dauert sie länger an, kommt eine körperliche Medikamentenabhängigkeit, also eine schwere Sucht dazu. Das gefährliche und trügerische an dieser Sucht ist die schleichende Medikamentenabhängigkeit, die von den meisten Menschen gerne verleugnet wird.

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Medikamentenabhängigkeit – Vorsicht vor der stillen Sucht

Medikamentenabhängigkeit – Vorsicht vor der stillen Sucht

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Medikamentenabhängigkeit als Sucht – kein Einzelfall

Medikamentenabhängigkeit ist als Sucht weit verbreitet. Etwa zwei Millionen Bundesbürger nehmen täglich Psychopharmaka ein. Besonders ältere Personen und Frauen zählen zu den Risikogruppen. Hinzu kommt, dass die meisten  zusätzlich Alkohol konsumieren.

Die Einnahme von Medikamenten ist nicht nur für Erwachsene ein Thema. Im Gegenteil, vermehrt werden Medikamente auch von Schülern eingenommen. Vornehmlich, um Stresssymptome zu bekämpfen, gegen Schulangst und Leistungsdruck vorzugehen und die damit einhergehenden körperlichen Beschwerden wie Verdauungsprobleme oder Kopfschmerzen zu lindern.

Junge weibliche Erwachsene leiden oft unter Regelschmerzen, welche ebenfalls mit entsprechenden Medikamenten bekämpft werden. Die Medikamentenabhängigkeit als Sucht kann jeden treffen.

Welche Medikamente haben Suchtpotenzial?

Nicht jedes Medikament macht abhängig. Ein hohes Suchtpotenzial besitzen zum Beispiel stark wirkende Schmerzmittel, wie Morphin oder Methadon. Stark wirksame Schmerzmittel fallen unter das Betäubungsmittelgesetz. Zu einer Medikamentenabhängigkeit und damit zur Sucht kommt es bereits nach kurzem Gebrauch. Abhängig machen auch Codein enthaltende Hustenmittel.

Missbräuchlich verwendet werden sehr häufig auch einfache Medikamente, welche gegen Schmerz oder Migräne verschrieben werden und rezeptfrei erhältlich sind. Ein hohes Suchtpotenzial besitzen Schlaf- und Beruhigungsmittel. Werden diese chronisch verwendet, muss mit Persönlichkeitsstörungen und anderen schweren Beeinträchtigungen gerechnet werden.

Medikamentenabhängigkeit und Alkohol als Sucht

Hierbei spielt der Alkoholgehalt vieler Medikamente eine entscheidende Rolle. Hustensäfte oder andere Präparate zur allgemeinen Stärkung können bis zu 79 Volumenprozent Alkohol enthalten. Somit gehen Medikamentenabhängigkeit und Alkoholmissbrauch als Sucht quasi einher.

Chronisch abhängig machen können auch Abführmittel. Diese werden häufig in Verbindung mit Magersucht und anderen schweren Ernährungsstörungen eingenommen. Sie machen nicht nur abhängig, sondern schaden dem Körper, da er durch die fehlende oder falsche Ernährung besonders anfällig und geschwächt ist.

Auch wer im Hinblick auf eine Sucht nicht sofort an Medikamentenabhängigkeit denkt, sollte sich klar machen, dass gerade diese Sucht stark auf dem Vormarsch ist, oft schleichend beginnt und ebenso wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch dringend einer Behandlung bedarf.

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