Homöopathie Praxistipps

Kinder mit Konzentrationsproblemen homöopathisch behandeln

Lesezeit: 3 Minuten Wenn Kinder sich in der Schule nicht gut konzentrieren können, können sie häufig trotz normaler oder sogar überdurchschnittlicher Intelligenz die erforderlichen Schulleistungen nicht erbringen. Eltern und Lehrer sind deswegen zurecht beunruhigt und suchen nach Möglichkeiten, das Kind in seiner Konzentrationsfähigkeit zu unterstützen. Eine homöopathische Konstitutionsbehandlung kann bei Konzentrationsproblemen helfen.

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Kinder mit Konzentrationsproblemen homöopathisch behandeln

Kinder mit Konzentrationsproblemen homöopathisch behandeln

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Konzentrationsprobleme aus homöopathischer Sicht

Aus homöopathischer Sicht ist eine Konzentrationsschwäche bei einem Kind genauso ein Symptom wie körperliche Unruhe, Einschlafprobleme oder Ohrenschmerzen. Die Homöopathie unterscheidet zwar zwischen körperlichen und seelischen Symptomen. Für die Auswahl des homöopathischen Mittels sind allerdings alle Symptome wichtig.

Das passende Konstitutionsmittel bei Konzentrationsproblemen finden

Für die Auswahl des passenden Konstitutionsmittels für das betroffene Kind ist es wichtig zu erfahren, wie seine Konzentrationsschwierigkeiten genau aussehen. Was macht es stattdessen? Guckt es aus dem Fenster, wenn es ein Arbeitsblatt ausfüllen soll oder steht es auf und rennt durch die Klasse? Lässt es sich leicht durch Geräusche ablenken oder quatscht es mit dem Freund am anderen Tisch? Bearbeitet es die Arbeitsblätter und macht dort viele Flüchtigkeitsfehler oder fängt es gar nicht erst an?

Konzentrationsschwäche mit Homöopathie behandeln – die innere Welt des Kindes

Noch wichtiger für die Wahl des passenden Konstitutionsmittels ist die innere Welt des Kindes. Wie erlebt es seine Konzentrationsprobleme? Steht es innerlich wie vor einer Wand, wenn es die Aufgaben auf dem Arbeitsblatt sieht oder ist alles wie im Nebel? Fängt es zwar begeistert an, ist dann aber schnell verunsichert, ob es die Aufgaben richtig bearbeitet hat und streicht dann alles wieder durch?

Fühlt es sich möglicherweise wie in einem Tunnel durch den es nicht durchkommen kann? Hier zeigen die Gespräche mit vielen Schülern und Schülerinnen, dass jedes Kind seine Konzentrationsschwäche anders erlebt. Und hier liegt der Schlüssel für das jeweilige Konstitutionsmittel.

Die frühkindliche Entwicklung beachten

Natürlich spielt für eine homöopathische Konstitutionsbehandlung die frühkindliche Entwicklung eine große Rolle. Wie ist die Schwangerschaft und die Geburt verlaufen? Wie war das Kind als Säugling? Wie ist die Zahnung verlaufen? Konnte es früh sitzen und krabbeln oder war die motorische Entwicklung verzögert? Wie ist die Sprachentwicklung verlaufen? War es schon als Säugling sehr unruhig oder hat es erst spät auf Kontaktversuche der Erwachsenen reagiert?

Körperliche Beschwerden bei Konzentrationsproblemen miteinbeziehen

Für die Auswahl eines passenden Konstitutionsmittels sind auch die körperlichen Beschwerden eines Kindes wichtig. Welche Kinderkrankheiten hat es gehabt? Welche Beschwerden sind immer wieder gekommen? Gab es negative Reaktionen auf Impfungen oder Antibiotika-Gaben? Häufig finden wir eine Vorgeschichte von wiederkehrenden Mittelohrentzündungen, chronischer Bronchitis oder langanhaltender Sinusitis. Auch Erkrankungen der Eltern und Großeltern werden in die Mittelwahl miteinbezogen.

Häufig verschriebene Mittel bei Konzentrationsschwäche

Obwohl eine homöopathische Konstitutionsbehandlung darauf abzielt, ein individuell passendes Mittel für jedes Kind zu finden, gibt es eine Reihe von homöopathischen Mitteln, die häufiger bei einer Konzentrationsschwäche verschrieben werden als andere. Zu nennen wären besonders folgende Mittel:

Lycopodium clavatum – Kind macht Fehler bei Sprechen und beim Schreiben, lässt Buchstaben aus oder vertauscht Buchstaben und Silben, Kind ist in der Schule angepasst aber zuhause diktatorisch und aufbrausend; es liebt Süßigkeiten

Phosphor – fröhliches, mitfühlendes Wesen, das Kind ist schnell begeistert aber auch schnell erschöpft, kreative Kinder, die gerne malen und basteln, in der Schule ist es bei Lehrern und Mitschülern beliebt, können schlecht stillsitzen und sind sehr kommunikativ, viele Flüchtigkeitsfehler bei den Hausaufgaben und auf Arbeitsblättern

Zincum metallicum – schreckhafte Kinder, die hastig essen und trinken, Zuckungen im Schlaf, dumpfes Gefühl im Kopf, wenn sie etwas aufnehmen sollen, empfindlich gegenüber Musik und Geräuschen, leicht ablenkbar, Kind macht viele Gesten und hat Tics, extrem unruhige Beine

Fazit

Es gibt eine Reihe von homöopathischen Mitteln, die bei Konzentrationsproblemen bei Kindern häufig verschrieben werden. Je nachdem, was das Kind erlebt, wenn es sich konzentrieren soll und dies nicht so gut geht und welche anderen körperlichen und seelischen Beschwerden es hat, kommen unterschiedliche homöopathische Mittel infrage. Besonders häufig werden die homöopathischen Mittel Lycopodium clavatum, Phosphorus und Zincum metallicum verschrieben.

Weitere Informationen zu den oben genannten Mitteln finden Sie unter:

Bildnachweis: corepics / stock.adobe.com

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