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Homöopathische Konstitutionsbehandlung: In der Klassischen Homöopathie

Lesezeit: 3 Minuten In der Klassischen Homöopathie wird eine Konstitutionsbehandlung durchgeführt. Was heißt das? Und wie sieht eine homöopathische Konstitutionsbehandlung genau aus? Zunächst steht am Anfang der konstitutionellen Behandlung ein ausführliches Erstgespräch; die sogenannten Neuanamnese.

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Homöopathische Konstitutionsbehandlung: In der Klassischen Homöopathie

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Die Neuanamnese in der homöopathischen Konstituionsbehandlung
Hier verschafft sich der homöopathische Behandler/ die homöopathische Behandlerin ein genaues Bild von dem Patienten bzw. der Patientin, von allen Beschwerden aber auch von Stärken, von Schwächen, von Vorlieben und Abneigungen, von Ängsten und von Träumen. Die Entwicklungsgeschichte eines Menschen ist genauso wichtig wie seine aktuelle Situation. Ebenso werden die Krankheiten der Eltern und der Großeltern erfragt um mögliche miasmatische Belastungen zu erfahren.

Die Mittelwahl in der homöopathischen Konstitutionsbehandlung
Nach der ausführlichen Neuanamnese sucht der Behandler/die Behandlerin das passende homöopathische Mittel, das Similimum aus. Nach dem Grundsatz "Ähnliches durch Ähnliches zu heilen" den Samuel Hahnemann vor mehr als 200 Jahren entdeckt hat, gilt es ein homöopathisches Mittel zu finden, das in seinem Mittelbild dem Bild des Patienten bzw. der Patientin möglichst ähnlich ist. Aber was bedeutet es nun, dem Bild des Patienten möglichst ähnlich zu sein?

Wie homöopathische Mittelbilder entstehen
In Prüfungen der homöopathischen Mittel werden die sogenannten Mittelbilder herausgefunden. Wie funktioniert das? Menschen die keine Krankheiten haben, nehmen an diesen Prüfungen teil und schreiben ihre Symptome auf, die durch die eingenommenen Mittel auftauchen. Sie sind angehalten, alles aufzuschreiben und zu berichten, was neu ist, was sie vorher nicht kannten oder auch Symptome und Beschwerden, die wiedergekommen sind, die sie mal früher hatten aber seit langer Zeit nicht mehr. Darüber hinaus müssen sie Träume aufschreiben und auf ihre Stimmungen und auf besondere Ereignisse in ihrem Leben achten. Aus den Berichten werden dann die homöopathischen Mittelbilder erstellt. An solchen Prüfungen nehmen immer sehr viele Menschen teil, die untereinander nicht in Kontakt stehen und die auch nicht wissen, welches homöopathische Mittel sie einnehmen.

Der Ablauf einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung
Nach der Neuanamnese und der Auswahl des passenden homöopathischen Mittels bekommt der Patient/die Patientin zunächst eine einmalige Dosis des Mittels. Nach etwa 4-6 Wochen findet der erste Folgetermin statt. Hier kann der Behandler/die Behandlerin feststellen, ob das homöopathische Mittel in der gewünschten Weise wirkt und welche Symptome sich verbessert haben. Ist das richtige homöopathische Mittel gefunden, wird es in die nächst höhere Potenz verordnet.

Das homöopathische Mittel bleibt – die Potenz wechselt
Die homöopathische Konstitutionsbehandlung in der klassischen Homöopathie wird in der Regel mit einem homöopathischen Mittel geführt. Dieses Mittel wird in verschiedenen Potenzen gegeben und ist aufgrund der Ähnlichkeit zwischen dem Mittelbild und dem Bild des Patienten dazu in der Lage, eine tiefgreifende Heilung herbei zu führen. Das wesentliche bei der homöopathischen Konstitutionsbehandlung in der Klassischen Homöopathie ist, dass für die Behandlung nur ein homöopathisches Mittel verwendet wird. Dieses eine Mittel muss das ähnlichste sein! Es wird Similium genannt und muss für jeden Menschen individuell herausgefunden werden.

Wie findet man das homöopathische Konstitutionsmittel?
Um das passende homöopathische Konstitutionsmittel zu finden, muss der Behandler/die Behandlerin besonders auf die außergewöhnlichen Symptome und Beschwerden achten. Neben der Gesamtheit der Sypmtome sind es die absonderlichen und ungewöhnlichen Symptome, die einen eindeutigen Hinweis auf das richtige homöopathische Mittel geben. So sind zum Beispiel widersprüchliche Symptome wie "Halsschmerzen, die durch das Schlucken fester Speisen gebessert werden" ein Hinweis auf das homöopathische Mittel Ignatia amara. Oder eine extreme Zugluftempfindlichkeit kann als Hinweis auf das homöopathische Mittel Hepar sulfuris verstanden werden.

Das Konstitutionsmittel bleibt über Jahre hinweg gleich
Die Konstitution eines Menschen bleibt gleich. In der indischen Homöopathie von Rajan Sankaran spricht man vom nicht-menschlichen Teil in jedem Menschen, der gefunden werden muss. Ist dieser Teil einmal identifiziert, kann das homöopathische Konstitutionsmittel darauf verschrieben werden. Der nicht-menschliche Teil kann als Energiemuster in jeder Beschwerde, in Träumen und Ängste, in Hobbies und Vorlieben gefunden werden.

Unterschied zwischen Konstitutuionsbehandlung und akuter Behandlung
Während bei einer Konstitutionsbehandlung ein individuelles homöopathisches Mittel verschrieben wird, das bei allen Beschwerden hilft, die der Patient/die Patientin hat, wird bei einer akuten homöopathischen Behandlung ein Mittel für eine spezielle Beschwerde verschrieben – wie zum Beispiel Arnika nach einem Sturz oder Belladonna bei Fieber. In der Regel werden in einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung höhere Potenzen eingesetzt als in einer akuten homöopathischen Behandlung. Es gibt auch Konstitutionsbehandlungen in deren Verlauf das jewelige Konstitutionsmittel gewechselt wird. Dies entspricht aber nicht den strengen Ansprüchen der reinen Klassischen Homöopathie wie sie von Samuel Hahnemann aufgestellt wurde.

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