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Inszenierung: Die Kunst, sich richtig in Szene zu setzen

Lesezeit: 2 Minuten Es gibt viele Situationen, in denen es darauf ankommt, richtig zu wirken. Ob Bewerbungsgespräch oder das Date mit dem Traumpartner – so unterschiedlich die Situationen sind, so unterschiedlich sind die Wirkungsmöglichkeiten. Es ist schon eine Kunst, sich so zu präsentieren, dass man die Reaktion erzielen, die man sich vorher vorstellt hat. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Kunstfertigkeit in Bezug auf die eigene Inszenierung steigern.

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Inszenierung: Die Kunst, sich richtig in Szene zu setzen

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Das größte Problem im Hinblick auf Wirkung scheint zu sein, die eigene Wirkungsweise den unterschiedlichen Situationen mit viel Gefühl anzupassen. Ein kleines Beispiel: Auf einer bekannten Business-Social-Media-Plattform bekam ich eine Kontaktanfrage von einer Kollegin. In ihrer kurzen Anfrage schrieb sie mir, dass sie selber meist als höchst charismatisch wahrgenommen würde, andere Menschen immer den Kopf nach ihr drehen würden.

Nun kann ich nicht beurteilen, ob dies tatsächlich so ist oder nicht. Allerdings hatte die Dame auf mich eine andere Wirkung. Das mehrzeilige Eigenlob war nämlich verbunden mit dem Hinweis auf einen vermeintlichen Fehler, den die Dame in meinem Profil entdeckt zu haben glaubte.

Inszenierung gelingt nur bei einem realistischen Selbstbild

An diesem Beispiel sehen wir, dass das Problem der Selbstwahrnehmung versus Fremdwahrnehmung nicht zu unterschätzen ist. Sicherlich war der Dame nicht bewusst, dass ihr kleines Anschreiben eher unsympathisch wirkte. Die Einschätzung der eigenen Wirkung ist nicht immer einfach.

Selbst Profis können an dieser Aufgabe scheitern. Denn wir müssen immer die Reaktion unseres Gegenübers einschätzen, was bei fremden Menschen mitunter zum Scheitern verurteilt ist. Und natürlich gelingt dies auch besser, wenn wir einer Person vis-a-vis gegenübersitzen, als wenn wir per E-Mail kommunizieren.

Selbstdarstellung als Weg

Aber wie können wir die Kunst einer gelungenen Selbstinszenierung erlernen? Ganz sicher handelt es sich hier um einen Prozess und nicht um ein kleines Thema, was wir eben in einem kurzen Workshop bewältigen können. Der Prozess beginnt da, wo wir lernen, andere Menschen gut einzuschätzen. Es bedarf also als erstes einer guten Beobachtungsgabe und der Gabe, genau hinzuhören.

Wirkung entsteht im Gehirn

Nur im Verständnis unseres Gegenübers finden wir den Zugang zu ihm und können so Wirkung erzeugen. Auch wenn es vielleicht paradox klingt: Die Wirkung entsteht bei unserem Gegenüber im Kopf. Wir lösen sie lediglich durch unser Verhalten und unsere Optik aus. Ich muss mit meiner Wahrnehmung und meiner Konzentration also mehr bei meinem Gegenüber sein, anstatt bei mir selbst.

Private Nabelschauen langweilen

Wer aufmerksam auf sein Gegenüber hört, dem wird eine gelungene Selbstinszenierung sehr viel leichter fallen, als jemanden, der mit seiner Aufmerksamkeit auf sich selbst gerichtet ist und meint, persönliche Nabelschau hätte etwas mit Inszenierung und einer guten Darstellung zu tun. Auch im Theater geht man davon aus, dass das private Empfinden langweilig ist. Nur die gute Inszenierung ist auch spannend für unser Gegenüber. Und die orientiert sich am Zuschauer, nicht am Darsteller!

Authentizität und Inszenierung

Mir ist bewusst, dass viele Menschen meiner Aussage sicherlich nicht zustimmen wollen. Gerade in der heutigen Zeit, wo Authentizität ein hohes Gut ist. Dennoch bleibe ich bei meiner Behauptung. Sie ist unterfüttert durch viele Jahre Erfahrung.

Im Übrigen schließen sich Authentizität und eine gute Selbstdarstellung keineswegs aus. Im Gegenteil. Jemand der sich selbst gut kennt ist in der Lage, eine gelungene Inszenierung zu erschaffen. Denn erschlägt automatisch die Brücke zwischen der eigenen Authentizität und dem Bedürfnis des Gegenübers.

Eine gelungene Selbstdarstellung wünscht Ihnen

Ihre
Julia Sobainsky

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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