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Heimliche Gefahr Hautkrebs – die häufigste Krebsart bleibt oft lange unentdeckt

Lesezeit: 2 Minuten Hautkrebs – nicht erst seit dem Ozonloch hat die Bedeutung dieser Krebsform enorm zugenommen. Tatsächlich ist Hautkrebs heute der weltweit am häufigsten vorkommende Krebs. Die Tendenz ist weiterhin steigend und oft genug endet eine Erkrankung tödlich, weil nicht schnell genug eine Therapie eingeleitet wird. Hauptkrebsvorsorge ist ein wichtiger Baustein der allgemeinen Gesundheitsvorsorge ab 35 Jahren.

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Heimliche Gefahr Hautkrebs – die häufigste Krebsart bleibt oft lange unentdeckt

Heimliche Gefahr Hautkrebs – die häufigste Krebsart bleibt oft lange unentdeckt

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Nahezu 300.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an Hautkrebs. Das ist eine sehr hohe Anzahl, welche Bedenken schürt und entsprechende Vorsorgekonzepte umso notwendiger macht. Seit 2008 haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening alle zwei Jahre. Dabei handelt es sich um eine Früherkennungsuntersuchung, die Leben retten kann.

UV-Strahlung ist lebenswichtig und gefährlich zugleich

Die Haut ist ebenso wie das Auge täglich einem gewissen Maß an UV-Strahlung ausgesetzt. Zwar bestehen nur 9 Prozent der solaren, also der Sonnenstrahlung, aus UV-Licht, aber sie ist dennoch hauptverantwortlich für die Veränderungen der Haut. Grundsätzlich ist die UV-Strahlung sogar überlebenswichtig für den Menschen, denn nur mithilfe dieser Strahlung kann der Körper selber Vitamin D herstellen. Dieses benötigt er unter anderem für die Festigkeit der Knochen. Die Haut besitzt mit Melanin außerdem einen natürlichen Sonnenschutz. Damit kann der Körper ohne Probleme so viel UV-Strahlung auf der Haut verkraften, wie er benötigt, um genügend Vitamin D zu produzieren. Gegen zu intensive Sonneneinstrahlung kann sich die Haut aber nicht mehr selbst schützen.

Veränderungen am Erbgut führen zu Hautkrebs

UV-Strahlen können erstaunlich tief in die Haut eindringen. Dort führen sie zu Schäden am Erbgut (DNA). Stark geschädigte Zellen sterben ab. Dies erkennt man beispielsweise nach einem Sonnenbrand daran, dass sich die Haut abschält, wodurch eine Schicht toter Hautzellen entfernt wird. Die DNA in weniger stark geschädigten oder tiefer gelegenen Zellen wird vom Körper repariert, was aber nicht immer vollständig gelingt. Läuft bei der Reparatur etwas schief, entstehen „entartete“ Zellen, die ihrer Aufgabe im Gewebe nicht mehr nachkommen. Sie sind die Vorstufe zur Krebszelle, die sich aus einer entarteten Zelle entwickeln kann, aber nicht muss.

Hautkrebs ist nicht gleich Hautkrebs – verschiedene Arten bekannt

Man unterscheidet im Wesentlichen drei Arten von Hautkrebs: das Basalzellkarzinom, das Plattenepithelkarzinom und das maligne Melanom. Diese Hautkrebsvarianten unterscheiden sich in ihrer Gefährlichkeit ebenso wie in ihrem Aussehen und in ihrer Häufigkeit. Am häufigsten in Deutschland kommt das Basalzellkarzinom vor. Etwa die Hälfte aller Hautkrebspatienten entwickeln diese Krebsform. An zweiter Stelle folgt das Plattenepithelkarzinom. Beide Erkrankungen sind stark altersabhängig und kommen vor allem bei Patienten im Alter von 60 Jahren und aufwärts vor. Nur etwa ein Zehntel aller Neuerkrankungen entfällt auf das maligne Melanom oder auch den schwarzen Hautkrebs. Er betrifft auch zunehmend jüngere Menschen und ist die bösartigste Form von Hautkrebs, weil es oft zur Bildung von Metastasen kommt.

Wie bei allen Krebsarten gilt auch beim Hautkrebs: Je früher er entdeckt wird, desto besser stehen die Chance auf Heilung. Bei einigen Hautkrebsformen lohnt eine frühzeitige Entfernung der entarteten Zellen, um eine Entwicklung zum Krebs zu unterbinden.

Bildnachweis: Alexander Raths / stock.adobe.com

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