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Funktionen und Bedienung der neuen Smartwatches

Lesezeit: 3 Minuten Smartwatches werden immer beliebter und sind mittlerweile nicht mehr nur Spielereien von Technik-Freaks. Durch nützliche Funktionen, die den Alltag erheblich erleichtern können, steigt die Attraktivität der smarten Handgelenkscomputer.

3 min Lesezeit
Funktionen und Bedienung der neuen Smartwatches

Funktionen und Bedienung der neuen Smartwatches

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Generell lassen sich Smartwatches in zwei Kategorien aufteilen: Zum einen in die herkömmlichen Smartwatches mit Touchscreen und zum anderen in die sogenannten Hybrid-Smartwatches. Diese verzichten in der Regel auf einen Touchscreen und setzen stattdessen auf analoge Zifferblätter und sehen so auf den ersten Blick wie herkömmliche Armbanduhren aus. Häufig ist zusätzlich ein kleines Display in das Zifferblatt integriert. Sie lassen sich trotzdem mit dem Smartphone verbinden und verfügen über die gängigen Aktivitätstracking-Funktionen. In seltenen Fällen ermöglichen sie sogar Musiksteuerung oder das Anzeigen von Benachrichtigungen.

Was gibt es für Funktionen?

Die Funktionen von Smartwatches werden ständig durch neue Apps erweitert und verbessert. Viele Funktionen sind jedoch auch ohne zusätzliche Apps verfügbar. Zu den nützlichsten und am weitverbreitetsten Funktionen gehören Aktivitätstracking, Mobile Payment, Musiksteuerung, Navigation, Sprachsteuerung, Anzeige von Benachrichtigungen, LTE-Funktion und Telefonieren.

Aktivitätstracking

Die meisten Menschen denken bei dem Wort „Smartwatch“ zuerst an Funktionen, wie Pulsmesser und Schrittzähler. Diese Features fallen in die Kategorie Aktivitätstracking. Zu den gängigen Funktionen gehören neben den zwei bereits erwähnten auch Kalorienzähler und Schlaftracking. Seltener findet man aber auch Funktionen, wie einen GPS-Sensor, einen Kompass, einen Höhenmesser oder einen Fitnesslevel-Messung. In der Regel werden die Daten eigenständig mit einer vorinstallierten App von der Smartwatch aufgezeichnet und können in ausführlicher Form mit einer App auf dem Smartphone angezeigt werden. Häufig erkennen Smartwatches sogar automatisch, wenn eine bestimmte Sportarten ausgeführt wird. Alternativ kann aber auch jederzeit die manuelle Aufzeichnung eines Workouts gestartet werden.

Die im Bereich des Aktivitätstrackings umfangreichsten Modelle kommen aus dem Hause Garmin. Mit bestimmten Modellen ist es beispielsweise möglich die zurückgelegte Strecke auf einer Karte anzuzeigen, sein eigenes Fitness-Level und die Blutsauerstoffsättigung zu messen, sowie die notwendige Erholungszeit nach einem Workout individuell zu prognostizieren.

Mobile Payment

Die kabellose Bezahlung ist immer stärker auf dem Vormarsch. Die verfügbaren Systeme und kompatiblen Kreditkarten variieren je nach Hersteller und Betriebssystem, in Deutschland sind zur Zeit Apple Pay, Google Pay und Garmin Pay verfügbar. Voraussetzung für diese Funktion ist zum einen ein verbauter NFC-Chip, der mittlerweile bei den meisten Smartwatches Standardausstattung ist und zum anderen das jeweilige Betriebssystem. Apple Pay ist nur für Apple Watches verfügbar, Garmin Pay nur für Garmin Smartwatches und Google Pay nur für Smartwatches, auf denen das Betriebssystem Wear OS installiert ist. Samsung Pay ist zurzeit noch nicht in Deutschland verfügbar. Da alle Samsung Smartwatches auf dem eigenen Betriebssystem Tizen OS laufen, ist derzeit kein Mobile Payment mit ihnen möglich. Mobile Payment per Smartwatch funktioniert ohne bestehende Verbindung zu einem Smartphone.

Musiksteuerung

Immer mehr Smartwatches ermöglichen die Musiksteuerung über die Uhr. Am weitverbreitetsten ist die Funktion über einen Computer oder Smartphone Musikdateien auf die Smartwatch zu übertragen, die dann entweder über den integrierten Lautsprecher oder verbundene Bluetooth-Kopfhörer oder –Lautsprecher abgespielt werden können. Seltener verfügbar ist die Möglichkeit Musik über Streamingdienste wie Spotify oder Deezer zu steuern oder auf die Uhr herunterzuladen. Je nach Hersteller und Betriebssystem variiert die Verfügbarkeit des Streamingdienstes.

Navigation

Es gibt zahlreiche Navigations-Apps für die Smartwatch. Einige funktionieren unabhängig vom Smartphone, bei einigen muss, wie bei Google Maps, erst eine Route auf dem Smartphone gestartet werden, bevor diese auf der Uhr angezeigt werden kann. Wiederum sind bei bestimmten Modellen von vornherein Karten auf der Uhr installiert, beispielhaft sind hier die Smartwatches von Casio und Garmin zu nennen, die mit vorinstallierten topografischen Karten überzeugen.

Sprachsteuerung

Logischerweise funktioniert die Sprachsteuerung mit Sprachassistenten nur bei Smartwatches mit verbautem Mikrofon und Lautsprecher. Dadurch kann die Steuerung der kleinen Displays erheblich erleichtert werden. Bei Smartwatches mit Wear OS steht der Google Assistant, bei Watch OS steht Apples Siri und bei Tizen OS der Sprachassistent Bixby (noch nicht auf Deutsch) zur Verfügung. Durch die Verwendung eines Sprachassistenten kann sogar in weiten Teilen auf das Bedienen des verbundenen Smartphones verzichtet werden.

Benachrichtigungen

Das Anzeigen von eingehenden Benachrichtigungen des verbundenen Smartphones gehört mittlerweile zur Standardausstattung einer Smartwatch. In den meisten Fällen lässt sich einstellen in welcher Form und Länge und für welche Apps die Benachrichtigungen angezeigt werden sollen.

LTE-Funktion

Bisher haben nur sehr wenige Smartwatches eine LTE-Funktion. Meistens ist eine eSIM-Karte verbaut, die nicht gewechselt oder herausgenommen werden kann. Die eSIM hat dann die gleiche Rufnummer wie die SIM-Karte des Smartphones. Die nützlichsten Funktionen einer eSIM-Karte sind, dass auch ohne die Verbindung zu einem Smartphone eine mobile Internetverbindung hergestellt werden kann. Außerdem kann der Nutzer so ohne ein verbundenes Smartphone telefonieren und SMS verschicken.

Telefonieren

Bei den meisten Smartwatches werden eingehende Anrufe auf dem Display der Uhr angezeigt. Wenn ein Mikrofon und ein Lautsprecher verbaut sind, ist auch ein Telefonat über die Uhr möglich. Wenn die Smartwatch nicht über eine LTE-Funktion verfügt, ist das allerdings nur bei bestehender Verbindung zu einem Smartphone möglich.

Bildnachweis: SFIO CRACHO / stock.adobe.com

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