Computer Praxistipps

Android & Co. als Joggingpartner – 6 Praxistipps

Lesezeit: 4 Minuten Geschätzte 10 Mio. Bundesbürger machen Jogging, Running, Trail-Running, Crossläufe, Power Walking, Nordic Walking oder anverwandte Bewegungssportarten. Ein Smartphone mit dem führenden Android-Betriebssystem hat richtig eingesetzt das Potenzial, zu Ihrem privaten Trainingspartner und Coach zu werden und den Spaß am Outdoor-Laufsport erheblich zu steigern.

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Android & Co. als Joggingpartner – 6 Praxistipps

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Jogging mit Smartphone – läuft zusammen, was zusammengehört?

Laufen ist ein natürlicher Bewegungsablauf des Menschen, seit der Homo Sapiens auf die Idee kam, nur noch seine zwei Beine zur Fortbewegung zu nutzen. Und gerade heute zählt für Berufstätige mit vorwiegend sitzender Tätigkeit der Laufsport als Ausdauertraining nach übereinstimmenden Expertenmeinungen zu den gesündesten Sportarten überhaupt. Allerdings gibt es beim Thema Laufen auch viele Unterschiede zu unseren frühzeitlichen Vorläufern, nicht nur physiologische, auch technische.

Denn beispielsweise gibt es Smartphones ja erst seit dem Jahr 2007. Viele neuzeitliche Läufer haben daher Smartphones als perfekten Ersatz von altmodischen Uhren mit Brustgurt und Pulszähler, mechanischen Schrittzählern und Kalorientabellen entdeckt. Allerdings bietet so ein Smartphone von Anwendung und Bedienung her völlig andere Voraussetzungen, weshalb wir hier für Sie 6 praxisgehärtete Smartphone-Tipps von Joggern zusammengetragen haben.

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1. Jogging-Apps – Ihr perfekter Trainingsbegleiter

Viel Geld für einen Personaltrainer ausgeben, ist für einen Besitzer eines Android-Smartphones völlig unnötig, denn es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Jogging-Apps. Als Beispiel soll hier die kostenlose Variante der App "Runtastic" aufgeführt werden, die eine besonders hohe Verbreitung und viele zufriedene Anwender hat.

Runtastic nutzt die GPS-Sensoren Ihres Smartphones, um Statistiken zu geografischen Daten und zur Geschwindigkeit zu erstellen. Das Erfassen und Verwalten Ihrer Trainingsleistungen gehört genauso zum Leistungsportfolio der App wie Sprachansage, Intervall-Läufe und Pulszonentraining. Wenn Sie einen Account auf dem Portal runtastic.com anlegen, können Sie per "Live Tracking" Ihre Position mit Laufpartnern koordinieren. Die App erreichen Sie an diesem Link in Google Play, ebenfalls wird eine erweiterte, kostenpflichtige Version der App für rund 5 Euro angeboten.

Hinweis: Viele Apps für Outdoor-Sport funktionieren nur, wenn der Mobilfunk aktiv ist. Denn neben dem Lokalisierungsdienst per GPS werden auch Daten z.B. mit dem App-Anbieter ausgetauscht, mache werbefinanzierte App "möchte" auch die Daten für diverse Werbebanner empfangen.

2. Noom – Ihr "intelligenter" Abnehm-Coach

Zu den bekanntesten kostenlosen Apps zum Abnehmen zählt auch Noom. Die Android-App kombiniert das Erfassen von passiven Diät-Maßnahmen mit Fitness-Aktivitäten, um daraus eine Gewichtsentwicklung zu berechnen. Egal, ob Wandern, Jogging, Walking, Aerobic oder Radfahren, alle Fitness-Aktivitäten können Berücksichtigung finden. Dadurch ist Noom allerdings auch nur für aktive Abnehmwillige sinnvoll.

Bei Noom geben Sie in die App zuerst Ihren persönlichen Abnehm-Plan ein. Dann müssen die Mahlzeiten aufgezeichnet werden und die Fitness-Aktivitäten sind festzulegen. Der Noom-Coach erinnert dann gnadenlos mit Erinnerungsnachrichten daran, wenn es Zeit ist, aktiv Kalorien zu verbrennen.

Die Noom-Beurteilungen der Anwender sind trotzdem überraschend gut. Ein kleiner Haken ist bislang, dass die App noch nicht vollständig in Deutsch übersetzt ist. Das behindert die Bedienung allerdings nur wenig, denn die Symbole sind sehr aussagekräftig. Sie erreichen die Installation von Noom im Google Play Store.

3. Smartphone als Musikplayer

Android kann Multitasking. Es ist also kein Problem, eine Jogging-App inklusive GPS-Navigation laufen zu lassen, eine Musik-App zu nutzen und gleichzeitig noch einen Anruf entgegen zu nehmen.

Musik ist eine phantastische Motivation bei Bewegungssportarten, das beweist aktuell auch der Hype um das Fitness-Konzept "Zumba". Ein Smartphone ist beim Laufen für die Musikwiedergabe allerdings ab Werk nicht so praktisch wie ein Super-Mini-MP3-Player, der vielleicht direkt in einen Nackenbügel integriert ist.

Entscheidend ist, dass die Ohrhörer fest sitzen und nicht stören, aber zur Sicherheit auch nicht völlig akustisch abschirmen. Die Ohrhörer, die sich im Lieferumfang von Smartphones und Tablets befinden, sind definitiv ungeeignet, haben sie nicht den richtigen Sitz in den Ohren und fallen ständig heraus.

Im selbstlosen Redaktionstest hat der "auvisio Komfort-Sport-Ohrhörer CSX-500 Pro" überzeugt, den es preiswert bei Pearl.de gibt. Mit dieser Ausstattung brauchen Sie nur noch Ihre Lieblingsmusik auf dem Smartphone installieren (am besten auf der Speicherkarte) und schon läuft’s (fast) wie von selbst.

Tipp: Legen Sie schon vor dem Lauf eine passende Playliste an, denn während des Laufs ist die Bedienung eines Touchscreens umständlich, und bei Sonneneinstrahlung sieht man so gut wie nichts.

4. Der richtige Smartphone-Aufbewahrungsort

Im Winter findet sich in einer Laufjacke oder -Weste problemlos ein sicherer und bequemer Aufbewahrungsort für Ihr Smartphone. Im Sommer ist das schon schwieriger, nicht selten sieht man Jogger, die das Smartphone einfach in der Hand halten. Widerstehen Sie der Versuchung, das Smartphone in eine möglicherweise vorhandene Hemdentasche zu stecken. Ideal ist im Sommer eine spezielle Oberarmtasche, die vom Handel in unterschiedlichsten Ausführungen angeboten wird.

Beachten Sie, dass die Tasche nur einen Klettverschluss hat, der den GPS-Empfang weiterhin ermöglicht und auch Platz für den Stecker des Ohrhörers lässt. Wenn Sie ein Smartphone mit großer Diagonale einsetzen, prüfen Sie vorab, ob das Gerät sicher hineinpasst. Besonders flexibel sind Oberarmtaschen aus Neopren, die das Smartphone nicht nur gut festhalten, sondern sich auch dehnen lassen.

5. Tricks zur Verkabelung

Manch ein Jogger kämpft mit der Smartphone-Verkabelung zu den beiden Ohrhörern. Als Alternative werden vielfach Bluetooth-Ohrhörer genannt, die sind allerdings deutlich schwerer als passive Ohrhörer, stören am Ohr entsprechend und halten schlecht. Zudem ist die Klangqualität bescheiden und hörbar schlechter als bei Verwendung von Ohrhörern mit Kabelverbindung. Zudem nervt es, einen zusätzlichen Akku zu laden, der ja auch die Einsatzzeit limitiert.

Als beste Lösung zur Verkabelung hat sich erwiesen, die Kabel des Ohrhörers nicht vorne unterm Kinn, sondern im Nacken zusammenzuführen. Ziehen Sie das Kabel von dort unter dem Laufshirt durch, ob zu einer Oberarmtasche oder einer Gürtelhalterung. Genereller Tipp für (Sonnen-)Brillenträger: Befestigen Sie erst die Bügel der Ohrhörer und setzen dann erst die Brille auf.

6. NFC-Joggingprofil anlegen

Wer es als umständlich empfindet, vor dem Loslaufen jedes Mal GPS einzuschalten, diverse andere Dienste und Funktionen wie Bluetooth oder WLAN abzuschalten, dann das Laufprogramm und den Musikplayer zu starten und eine Playlist aufzurufen, der kann diese Vorgänge zu einem einzigen zusammenfassen.

Das ist mit allen Android-Smartphones möglich, die mit der Nahfeldkommunikation NFC ausgestattet sind. Programmieren Sie dazu ein NFC-Tag entsprechend, und alle gewünschten Einstellungen sind zukünftig wie von Zauberhand einfach mit einer kurzen Berührung des Tags mit Ihrem Smartphone aktiv.

Weitere Praxistipps zu Android-Smartphones finden Sie in diesen Artikeln

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