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Durchfall – Behandlung von Durchfallerkrankungen

Lesezeit: 2 Minuten Gegen Durchfall steht uns eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung. Welche Arzneimittel gegen die Diarrhoe, die Darmgrippe oder den Reisedurchfall gibt es? Wie wirken die Arzneimittel gegen Durchfallerkrankungen und was ist bei der Einnahme zu beachten?

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Durchfall – Behandlung von Durchfallerkrankungen

Durchfall – Behandlung von Durchfallerkrankungen

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Jeder Mensch leidet gelegentlich an Durchfall

Sicher hatten auch Sie schon eine Durchfallerkrankung. Konnten Sie die Ursache ermitteln? Wenn ja, achten Sie nun sicher darauf, diesen auslösenden Faktor zu vermeiden. Doch nicht immer wird dies möglich sein. Sie können einer Ansteckung mit Durchfallerregern durch Familienmitglieder oder nach dem Besuch von unsauberen Toiletten nicht immer aus dem Weg gehen.

Auch eine Durchfallerkrankung durch Lebensmittel kann nicht immer ausgeschlossen werden; besonders dann nicht, wenn Sie keinen Einfluss auf die Zubereitung der Nahrungsmittel haben, die Sie essen. Dies kann bei einer Urlaubsreise oder einem Restaurantbesuch der Fall sein.

Vielleicht war aber auch der Grund für Ihre Durchfallerkrankung ein bestimmtes Medikament. In diesem Fall werden Sie das entsprechende Arzneimittel nicht mehr einnehmen. Ideal ist, wenn Sie den Grund für Ihren Durchfall kennen. So können Sie künftig die Diarrhoe in vielen Fällen vermeiden.

Für die Behandlung von Durchfall steht uns eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung

  • Opioide Motilitätshemmer
  • Probiotische Mittel
  • Elektrolytlösungen
  • Pflanzliche Arzneimittel

Was versteht man unter diesen Durchfallmitteln und wie wirken sie?

a) Opioide Motilitätshemmer

Sie kennen diese Mittel vermutlich unter dem Namen Durchfallstopper. Der bekannteste Wirkstoff ist das Loperamid, der sich an Opioid-Rezeptoren im Darm anheftet. Er hemmt dadurch die Darmbewegungen.

Bitte beachten Sie, dass mit einem Durchfallstopper nicht die Ursache des Durchfalls behandelt wird, sondern lediglich das Symptom. Der Darm wird ruhiggestellt, doch Giftstoffe, die im Darm sind, können dann nicht mehr ausgeschieden werden. Deshalb sollten Durchfallstopper nicht sofort beim ersten Durchfall eingenommen werden.

b) Probiotische Mittel

Dazu zählen Milchsäurebakterien, wie zum Beispiel Lactobacillus casei und der Hefepilz Saccharomyces boulardii. Die Probiotika siedeln sich im Darm an und helfen dem Körper bei der Bekämpfung der Erreger. Sie eignen sich vor allem zur Behandlung von leichten Durchfallerkrankungen. Studien haben gezeigt, dass sich bei 63 Prozent der Patienten, die bei Durchfall probiotische Mittel zu sich nahmen, der Stuhlgang nach drei Tagen wieder normalisiert hatte.

c) Elektrolytlösungen

Wenn Sie eine Durchfallerkrankung haben, verliert Ihr Köper in kurzer Zeit eine große Menge an Wasser und Mineralsalzen. Damit Ihr Körper aber richtig funktionieren kann, benötigt er Flüssigkeit und bestimmte Mineralstoffe. Hat er zu wenig davon, kann es in kurzer Zeit zu einer gefährlichen Austrocknung des Körpers kommen.

Besonders schnell können Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen davon betroffen sein. Die Zufuhr von Kochsalz, Natriumcitrat, Kaliumchlorid und Traubenzucker ist deshalb während und nach einer schweren Durchfallerkrankung notwendig, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

d) Pflanzliche Arzneimittel

Der Behandlung von Durchfallerkrankungen mit Naturarzneimitteln habe ich einen gesonderten Artikel gewidmet. Auch Pflanzenstoffe können effektiv bei der Behandlung von Durchfallerkrankungen eingesetzt werden.

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Bildnachweis: Adiano / stock.adobe.com

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