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Wie können Sie Reisedurchfall vermeiden und behandeln?

Lesezeit: 2 Minuten Auslöser für den Reisedurchfall – er wird auch als Reisediarrhoe oder Reise-Darmgrippe bezeichnet – sind in den meisten Fällen Escherichia coli Bakterien. Wie kann man sich mit den gefährlichen Bakterien anstecken? Was können Sie vorbeugend tun, um keinen Reisedurchfall zu bekommen?

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Wodurch kann Durchfall auf Urlaubsreisen ausgelöst werden?

Ungewohnte Speisen, besonders in warmen Reiseländern, können schnell zu einer Durchfallerkrankung führen. Grund dafür können fettreiche und schwer verdauliche Lebensmittel, aber vor allem Escherichia coli Bakterien sein, die am Obst, Gemüse und anderen Nahrungsmitteln anhaften.

Werden die Lebensmittel ungenügend gewaschen und roh verzehrt, gelangen die Bakterien in den Darm und verursachen dort heftige Beschwerden. Aber auch Keime im Leitungswasser und auf unsauberen Toiletten können der Auslöser für Durchfallerkrankungen im Reiseland sein.

Welche Symptome zeigen sich bei einer Durchfallerkrankung?

  • häufiger Stuhlgang mit flüssiger oder breiartiger Stuhlkonsistenz
  • krampfartige Schmerzen im Bauch
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Blut im Stuhlgang

Mittel gegen Durchfallerkrankungen dürfen in Ihrer Reiseapotheke nicht fehlen

Wenn Sie eine Urlaubsreise in warme Länder machen, ist die Gefahr besonders groß, an Reisedurchfall zu erkranken. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie in Ihrer Reiseapotheke entsprechende Arzneimittel mitführen. Oftmals ist es im Urlaubsland schwierig, schnell ein geeignetes Medikament gegen Durchfall zu bekommen. Mittel, die gegen Durchfallerkrankungen helfen oder auch schon vorbeugend eingenommen werden können, gibt es einige.

Zur Vorbeugung und Behandlung von Reisedurchfall eignen sich:

  • Medikamente mit Kaffeekohle (oft kombiniert mit Kamille oder Myrrhe). Sie binden Giftstoffe im Darm, die dann ausgeschieden werden können. Zudem findet eine Verminderung der Flüssigkeitsabgabe in den Darm statt.
  • Probiotische Mittel, die Milchsäurebakterien (Lactobacillus acidophilus) oder Hefekulturen (Saccharomyces boulardii) enthalten. Sie haben die Eigenschaft, die Darmflora zu normalisieren. Dies ist besonders wichtig nach überstandener Darmerkrankung.
  • Arzneimittel mit Tanninalbuminat. Sie dichten die Darmschleimhaut ab. Giftstoffe, die den Durchfall verursacht haben, können somit nicht mehr an der Darmschleimhaut anhaften.
  • Präparate mit Apfelpektin. Sie sind für die Behandlung von leichten Durchfällen geeignet. Da es sich um ein dickflüssiges Präparat in einer Flasche handelt, ist es für die Mitnahme in der Reiseapotheke weniger geeignet.
  • Durchfallstopper werden in der Fachsprache auch als opioide Motilitätshemmer bezeichnet. Dazu gehört der Wirkstoff Loperamid. Der Durchfallstopper hemmt die Darmbewegungen, der Darm wird dadurch ruhig gestellt. Zudem wird ein übermäßiger Wasser- und Salzverlust gestoppt. Opioide Motilitätshemmer sollten nicht zur Vorbeugung eingenommen werden. Eine Einnahme empfiehlt sich erst dann, wenn die Durchfall auslösenden Giftstoffe über den Darm ausgeschieden wurden.

Tipp: Nehmen Sie Durchfallstopper nicht sofort nach dem ersten Durchfall ein. Eine Durchfallerkrankung ist eine Reaktion unseres Körpers, Giftstoffe schnell aus dem Darm zu befördern. Wird dieser natürliche Vorgang durch Medikamente gestoppt, verbleiben die krank machenden Gifte im Darm und können dort noch längere Zeit Beschwerden auslösen.

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Bildnachweis: Wayhome Studio / stock.adobe.com

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