Homöopathie Praxistipps

Durchfall beim Pferd homöopathisch behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Durchfall beim Pferd wird meist als Krankheit gesehen, was er aber eigentlich nicht ist, er entgiftet den Körper von Schadstoffen und ist somit eigentlich nützlich. Leider kann er auch zehrend und entkräftend für das Pferd sein, was dann wiederum bedrohlich werden kann. Mit homöopathischen Mitteln lassen sich Durchfallerkrankungen meist gut behandeln.

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Durchfall beim Pferd homöopathisch behandeln

Durchfall beim Pferd homöopathisch behandeln

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Auslöser für Durchfall beim Pferd

Allergien auf Futterzusätze, die im Darm zu einer Entzündung führen können, sind oft Auslöser für Durchfall. Vergessen darf man aber auch die Parasiten nicht. Werden diese nicht regelmäßig bekämpft, können sie schnell zur Bedrohung für den Wirt, in diesem Falle das Pferd, werden.

Fütterungsfehler, durch eine zu schnelle Futterumstellung, oder verdorbenes Futter, oder Vergiftungen durch Düngemittel, bzw. Unkrautmittel oder andere Chemikalien, sind natürlich ebenso dafür verantwortlich Durchfall auszulösen, wie Infektionen. Selbst psychische Faktoren treten hier als Auslöser auf den Plan. Angst, Kummer oder Trauer um einen Pferdekumpel können durchaus dafür sorgen, dass beim Pferd Durchfall entsteht.

Verzichten Sie in schweren Fällen nie auf den Tierarzt

Bevor man sich entschließt homöopathisch zu behandeln, sollte man versuchen den Auslöser zu ergründen, um das homöopathische Mittel möglichst passend auswählen zu können. Da Durchfall auch schnell zu einer Austrocknung des Pferdes führen kann, sollte man bei lange bestehendem Durchfall den Tierarzt hinzuziehen.

Dieser kann dann mit einer Infusion den Flüssigkeitsverlust ausgleichen. In leichten Fällen kann man selbst eine Elektrolytlösung herstellen, indem man Traubenzucker und ein wenig Salz zusammen mit stillem Wasser vermischt und dem Pferd ins Futter gibt. Auch Tierkohle hat sich oft bewährt bei Infektionen des Darmes.

Homöopathische Mittel gegen Durchfall beim Pferd

Zeigt das Pferd einen sogenannten Hydrantenstuhl, der nur so hervor schießt,  kann Podophyllum gegeben werden. Der Durchfall erscheint dann meist dunkelbraun oder grün. Er ist wässrig und riecht sehr unangenehm. Meist hilft das Mittel, wenn das Pferd in der nun beginnenden Jahreszeit auf einer üppigen Weide steht und durch das hohe Futterangebot Durchfall bekommen hat.

Carbo vegetabilis ist für Pferde geeignet, die mit dem Durchfall zu Kreislaufproblemen und Schwäche neigen. Der Durchfall ist meist dunkelgrün und das Mittel zeigt auch eine Neigung zu Blähungen. Mit dem Abgang von Luft geht es dem Pferd wieder besser. Meist wird der Durchfall durch verdorbenes Futter ausgelöst.

Durchfall durch Vergiftung des Pferds

Wenn man beim Pferd eine Vergiftung vermutet oder eventuell sogar eine Infektion der Auslöser ist, sich das Pferd sehr kalt anfühlt und der Kreislauf im Keller ist sollte man Veratrum album versuchen. Der Durchfall, der zu diesem Mittel passt, ist wässrig und erschöpfend für das Pferd.

Diese homöopathischen Mittel helfen gegen Durchfall

Gerade in der Homöopathie gibt es unzählige Mittel, die bei Durchfall helfen können:

  • Phosphorus (bei schwächendem Durchfall, braun und schleimig)
  • Lycopodium (neigt sonst eher zur Verstopfung und ist mies gelaunt und hat keinen Appetit)
  • Arsenicum album (wird meist bei Vergiftungen eingesetzt oder bei chronischen Beschwerden, wenn Nachts eine Verschlimmerung besteht)
  • Lachesis (bei Durchfall der durch Infektionen ausgelöst wurde und mit großen Blasen versehen ist)
  • und viele andere Mittel

Deswegen sollte man versuchen immer das passendste Mittel zu finden.
Die Mittel können in der D6 oder D12 gegeben werden. D 6 gibt man 3-5x täglich und D12 2x täglich bis zur Besserung des Durchfalls. Hält der Durchfall länger als zwei Tage an, sollte man unbedingt den Tierarzt hinzuziehen.

Bildnachweis: pavlovski / stock.adobe.com

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