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Die Vorteile von Kinderkleidung mit UV-Schutz

Lesezeit: 3 Minuten Kinder toben bei schönem Wetter gerne an der frischen Luft. Denken Sie aber daran, die empfindliche Kinderhaut vor Sonnenstrahlen zu schützen. Neben Sonnenmilch ist auch Kinderkleidung mit UV-Schutz ein wirksames Mittel, um das Hautkrebsrisiko vorzubeugen.

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Die Vorteile von Kinderkleidung mit UV-Schutz

Die Vorteile von Kinderkleidung mit UV-Schutz

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Die ultraviolette Strahlung der Sonne ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Die Erde erreichen die Strahlen UV-A und UV-B, während die Strahlung UV-C von der Ozonschicht absorbiert wird.

UV-Strahlen der Sonne

Die Höhe der Strahlung richtet sich nach Jahres- und Tageszeit, geografische Lage und der Ozonschicht. Wasser und Schnee erhöhen die Intensität der Strahlen. Die UV-A Strahlen der Sonne sorgen für eine direkte Bräunung der Haut, die jedoch nicht lange anhält. Künstliche UV-A Strahlen werden im Solarium eingesetzt. Obwohl sie keine sichtbaren Schäden verursacht, gilt diese Strahlung als gesundheitsgefährdend.

Die UV-B Strahlen sorgen für die Pigmentierung der Haut durch Melanin und zaubern eine lang anhaltende Bräune. Außerdem bewirkt sie, dass die Haut einen körpereigenen UV-Schutz entwickelt. Allerdings verursacht diese Strahlung Sonnenbrand, was zu Hautkrebs führen kann.

Babys vor Sonnenstrahlen schützen

In den ersten Jahren ist die Kinderhaut noch sehr dünn, deshalb fühlt sie sich auch so wundervoll weich an. Die zarte Kinderhaut ist sehr empfindlich, und auch der UV-Eigenschutz der Haut entwickelt sich erst im Laufe der Jahre. Pralles Sonnenlicht führt bei Babys und Kleinkindern zu langfristigen Hautschäden. Kinder im Alter bis zu zwei Jahren sind am besten im kühlen Schatten aufgehoben. Verzichten Sie bei Babys auf Sonnenmilch, denn sie kann die zarte Kinderhaut reizen oder zu allergischen Reaktionen führen.

Sonnenschutz für Kinder

Kinder sind quirlig und wollen sich an der frischen Luft austoben. Bevorzugen Sie Spielplätze, die weitgehend im Schatten liegen. Am Strand oder im Schwimmbad stellen Sie einen breiten Sonnenschirm auf. Außerdem ist es wichtig, Kinder mit Sonnenmilch einzucremen. Wählen Sie ein Produkt für Kinder mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 aus. Das Kind kann damit 30 Mal so lange in der Sonne bleiben wie ohne Sonnenschutz.

Außerdem ist es wichtig, dass die Sonnencreme UV-A und UV-B Strahlen blockiert. Tragen Sie noch in der Wohnung auf alle unbedeckten Körperteile großzügig die Creme auf. Bei einem Strandaufenthalt erneuern Sie zwischendurch den Sonnenschutz, denn durch Schwitzen oder Wasser kann die Creme abgetragen werden. Der Lichtschutzfaktor verlängert sich aber nicht, wenn Sie öfter Sonnencreme auftragen.

Kleidung als Sonnenschutz für Kinder

Im Prinzip halten alle Textilien Sonnenstrahlen ab, wenn auch nicht für längere Zeit. Ein weißes Baumwoll-T-Shirt hat einen UPF (Ultraviolet Protection Factor) von 10, das heißt, es lässt ein Zehntel der Strahlung durch. Normale Kleidung wird im nassen Zustand durchlässig für UV-Strahlen. Deshalb lohnt sich die Anschaffung von Kinderkleidung mit UV-Schutz. Diese Kleidung bietet aufgrund spezieller Webtechniken oder Imprägnierung fast vollständigen Schutz vor UV-Strahlen.

Trotzdem sind die Sachen leicht und luftig und trocknen nach einem Bad im Meer rasch auf der Haut. Wählen Sie am besten Kleidung mit einem UPF von mindestens 50+. Theoretisch ist Ihr Kind so gut genug geschützt, um mehrere Stunden in der Sonne spielen zu können.

Prüfsiegel beachten

Inzwischen gibt es Kinderkleidung wie Shirts, Hosen, Badeanzüge und Mützen mit UV-Schutz. Stiftung Warentest empfiehlt auf das Prüfsiegel „UV-Standart 801“ zu achten. Dieses Siegel erhalten Kleidungsstücke, die auch vor Sonnenstrahlen schützen, wenn die Kleidung nass oder gedehnt ist. Außerdem verlieren sie auch nach mehrmaliger Wäsche nicht ihren Schutz. Weit verbreitet ist auch der australisch-neuseeländische Standard. Allerdings bewertet dieses Prüfsiegel nur Kleidung im Neuzustand. Beachten Sie unbedingt die Waschanleitung, damit der Schutzfaktor lange hält.

Bei Stiftung Warentest schnitt die Kinderbekleidung der Firma Hyphen besonders gut ab.

Tipps für textilen Sonnenschutz

Absolut erforderlich ist eine Kopfbedeckung für Ihr Kind, denn durch die dünnen Kinderhaare gelangen die Sonnenstrahlen direkt auf die Kopfhaut. Optimal ist eine Kappe oder ein Hut mit einem breiten Schirm, der Gesicht, Nacken und Ohren schützt. Wählen Sie außerdem Kleidung, die locker und leicht fällt und nicht einschnürt. Denken Sie auch daran, die Füße der Kleinen durch Schuhe zu schützen.

Trotz Kinderkleidung mit UV-Schutz sollten Kinder nicht stundenlang in der Sonne spielen. Lesen Sie, wie Sie Ihr Kind vor einen Sonnenstich schützen.

Bildnachweis: grafxart / stock.adobe.com

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